Formel1

Verstappen knackt beide Mercedes Vettel holt sich die letzte Quali-Klatsche ab

Auch das finale Qualifying seiner Ferrari-Zeit endet für Sebastian Vettel mit einer Niederlage. Teamkollege Charles Leclerc hängt ihn deutlich ab, und für die Top Ten reicht es wie so oft in dieser Formel-1-Saison nicht. Max Verstappen durchbricht die Dominanz des Mercedes-Duos.

Die Hoffnung auf einen positiven Abschluss seiner sechs Jahre bei Ferrari bleibt für Sebastian Vettel unerfüllt, zumindest in der Qualifikation. Beim Großen Preis von Abu Dhabi verpasst der vierfache Weltmeister einmal mehr die Top Ten und startet am Sonntag (ab 12.30 live bei RTL, bei TVNOW und ab 14.10 Uhr im ntv.de-Liveticker) nur von Platz 13. "Ich glaube nicht, dass viel mehr drin war", so Vettel im Anschluss. Im 17. und letzten Qualifying der Formel-1-Saison 2020 unterlag der 34-Jährige zum 13. Mal seinem Stallrivalen Charles Leclerc, der auf dem Yas Marina Circuit untermauerte, warum die Scuderia künftig auf ihn setzt.

In der Zeitenjagd um die besten Startplätze spielte dann allerdings auch der Monegasse nur noch eine Nebenrolle. Der von seiner Corona-Infektion genesene Titelträger Lewis Hamilton legte bei ablaufender Uhr die Bestzeit vor, startet aber nur von Position drei. Valtteri Bottas unterbot diese Marke zwar um sechs Hundertstelsekunden, doch auch der zweite Mercedes musste sich geschlagen geben. Denn Max Verstappen zeigte im Red Bull eine brillante letzte Runde, war noch einmal zwei Hundertstel schneller und sicherte sich die Pole Position. Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass weder ein Mercedes (15 Pole Positions) noch ein Auto mit Mercedes-Motor (Lance Stroll im Racing Point beim Großen Preis der Türkei) die Qualifikation gewann.

Überraschender Vierter wurde im Sonnenuntergang und bei abkühlender Strecke Lando Norris, der McLaren-Pilot verwies Verstappens Teamkollegen Alexander Albon auf Rang fünf. Dahinter landeten Carlos Sainz (McLaren), Daniil Kvyat (Alpha Tauri) und Lance Stroll (Racing Point), Charles Leclerc muss von Platz acht aus wegen des von ihm verursachten Startunfalls beim Großen Preis von Sakhir in Bahrain noch drei Ränge nach hinten. Der Monegasse hatte dort in Kurve eins den späteren Rennsieger Sergio Perez abgeräumt und wurde deshalb mit einer Rückversetzung bestraft.

Verstappen verschaffte sich mit der dritten Pole Position seiner Formel-1-Karriere die bestmögliche Ausgangsposition für eine fast unmögliche Aufgabe: Denn um in der Fahrerwertung noch auf Platz zwei zu springen, müsste er beim Saisonfinale 16 Punkte Rückstand auf Bottas aufholen. Maximal könnte er mit einem Sieg und der schnellsten Runde 26 Zähler einfahren.

Für Vettel dagegen, der fürs neue Jahr einen Vertrag mit Racing-Point-Nachfolger Aston Martin geschlossen hat, geht es in seinem letzten Rennen für Ferrari einmal mehr um Schadensbegrenzung. Für den WM-13. geht nach vorne nichts mehr, stattdessen könnte sogar noch auf den 14. Rang zurückfallen. So schlecht war der 33-Jährige nur in seiner Debütsaison 2007, in der er allerdings auch nur sieben der 17 Rennen absolvierte.

Quelle: ntv.de

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