Fußball

Spannende WM-Quali in Südamerika Messis Zustand löst Sorgen vor der Krönung aus

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Messis Nominierung trifft nicht nur auf Zustimmung.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Mit einem Sieg gegen Kolumbien kann sich die brasilianische Fußball-Nationalelf für die WM 2022 in Katar qualifizieren. Von dort reist ein Ex-Bayern-Profi an, um genau das zu verhindern. Argentinien ist ebenfalls auf Kurs, die Berufung und Anreise von Lionel Messi aber verursacht Unruhe.

Ein ausgelassener Neymar albert in Brasilien mit Batman-Frisur herum, ein genervter Luis Suarez schützt Uruguays Trainer-Maestro und Paris St. Germain sorgt sich um den verletzten argentinischen Star Lionel Messi: Die anstehenden Duelle der großen Drei in Südamerikas Fußball-WM-Qualifikation zeugen einerseits von einer zur Schau getragenen Ausgelassenheit, beinhalten anderseits aber auch Zoff-Potenzial.

Ein Brasilien ohne Niederlage kann am Donnerstag mit einem Sieg gegen Kolumbien als Südamerikas Primus sein Ticket zur Wüsten-WM lösen. Stilgerecht als Superheld reiste Neymar mit schwarzer Batman-Zeichnung auf kurz geschorenem, blond gefärbtem Haarschopf an. Dabei hatten die Cafeteros vor einem Monat als einziges Team in den Eliminatorias der Selecao ein Remis abgerungen. In São Paulo stehen zwei Rückkehrer im Blickpunkt. Nach drei Knie-Operationen in neun Monaten greift der Ex-Münchner Philippe Coutinho, Nummer vier in der Liste der meist berufenen Spielern von Nationaltrainer Tite, wieder für Brasilien an.

Bei den Gästen ist ein Jahr nach seiner Kaltstellung James, Coutinho-Vorgänger bei den Bayern, wieder ein Berufener. Auch, wenn das einstige Juwel im WM-Land Katar bei Al-Rayyan SC untergetaucht ist. Abseits der Personalien interessiert den fünfmaligen Weltmeister nur ein Sieg, mit dem der Tabellenführer auf 34 Punkte springen würde und dann an den fünf noch ausstehenden Spieltagen nicht mehr aus den Top Vier zu verdrängen wäre.

Suarez und Messi denken nur an sich

Das WM-Ticket gelöst, weil Kolumbien als derzeit Vierter bei einem brasilianischen Sieg bei 16 Zählern stehen bliebe. Für Ecuador (17) gegen Schlusslicht Venezuela (7), Paraguay (12) mit seinem neuen Coach Guillermo Schelotto im Verfolgerduell gegen Chile (13) oder Peru (11) gegen Bolivien (12) heißt es am Donnerstag, im Schatten der Spitzenpartie Hoffnung zu wahren.

Die Krönung der 13. Eliminatorias-Runde findet dann am Freitag beim ewigen Duell zwischen Uruguay und Argentinien statt. In Montevideo feiern die Barcelona-Freunde Luis Suarez und Lionel Messi ein Wiedersehen, und denken dennoch nur jeder an sich.

Bei den Urus steht nach 15 Jahren Trainer-Ikone Oscar Tabarez vor dem Abschuss. "Wir müssen in Erinnerung haben, was der Maestro uns gegeben hat", mahnte Suarez. Der Stürmer von Atletico Madrid, der als Rekordtorjäger mit 65 Treffern in 126 Länderspielen nur unter dem 74-Jährigen gearbeitet hat, fuhr mit Tabarez immerhin zu den letzten drei WM-Turnieren.

"Gegen jede Abmachung von Klubs und FIFA"

Gegner Argentinien ist seit 25 Spielen ungeschlagen. Zudem hat Trainer Lionel Scaloni jüngst mit dem Erfolg bei der Copa America die 28 Jahre währende Titel-Durststrecke der Gauchos durchbrochen. Und mit 25 Punkten als Tabellenzweiter ist die Ausgangslage auch weniger dramatisch als für die fünftplatzierten Uruguayer (16), die derzeit wie vor den WM-Turnieren zwischen 2002 und 2010 mal wieder in die Kontinental-Playoffs müssten.

Doch auch bei den Argentiniern ist die Stimmungslage angeheizt. Superstar Lionel Messi reiste mit Problemen im linken Knie nach Zwischenstopp zum privaten Medizincheck in Madrid an. "Dies läuft gegen jede Abmachung zwischen Klubs und FIFA", wetterte PSG-Manager Leonardo gegen den Abstellungszwang für den verletzten 34-Jährigen.

Der brasilianische PSG-Funktionär mag dabei auch schon den Klassiker am kommenden Dienstag vor Augen haben. Vier Monate nach dem Final-Duell bei der Copa America, zwei Monate nach dem fünfminütigen Skandalspiel in São Paulo trifft seine Selecao wieder auf den amtierenden Südamerika-Meister. Die Stimmung dafür ist angeheizt.

Quelle: ntv.de, tsi/sue/sid

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