Fußball

Klub rudert kleinlaut zurück Shitstorm für Werder für hämischen HSV-Tweet

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Der Tweet mit einem Video der Bremer Aufstiegsfeier kam im Netz nicht gut an.

(Foto: Screenshot Twitter/SV Werder Bremen)

Werder Bremen sammelt keine Sympathiepunkte: Nach der Niederlage des Hamburger SV im Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC veröffentlichen die Grün-Weißen einen hämischen Tweet, der einen heftigen Shitstorm zur Folge hat. Der Klub rudert schnell zurück.

Der Hamburger SV hat es wieder nicht geschafft. Der Traditionsklub aus dem Norden scheitert auch im vierten Anlauf an der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Im Relegations-Rückspiel verlieren die "Rothosen" an diesem Montagabend mit 0:2 gegen Hertha BSC nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel im Berliner Olympiastadion. HSV-Coach Tim Walter war nach dem finalen Drama niedergeschlagen und ausgelaugt. "Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft. Was wir hier abgeliefert haben mit Hilfe unserer Zuschauer, mit dem Verein - ich glaube, dass wir es geschafft haben, über die Saison etwas entstehen zu lassen", sagte der Coach.

Mitten rein in diese Trauer des Nord-Giganten platzte ein hämischer Tweet des großen Rivalen Werder Bremen, der nach dem Abstieg in der vergangenen Saison vor wenigen Tagen gemeinsam mit Schalke 04 den direkten Wiederaufstieg geschafft hatte. "Das wäre wirklich unsensibel und wenig feinfühlig, wenn jetzt jemand dieses Video posten würde ...", schrieb die Social-Media-Abteilung der Bremer mit einem zwinkernden Smilie über einen Ausschnitt der eigenen Aufstiegs-Feierlichkeiten, als die tosende Menge im Weserstadion auf Zuruf von Ersatzkeeper Michael Zetterer "Seht ihr Hamburg, so wird das gemacht" gesungen hatte.

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Dass in demselben Tweet auch Hertha BSC zum Ligaverbleib gratuliert wurde, ging komplett unter, entwickelte sich doch in kürzester Zeit ein Shitstorm für die Medienabteilung von Werder. Anhänger zahlreicher Vereine, darunter auch viele Werder-Fans, beklagten Respektlosigkeit und mangelndes Fairplay, für das der Klub doch eigentlich bekannt ist. Bei aller Rivalität sei ein wenig Feinfühligkeit und Demut dennoch angebracht, so der Tenor.

Werder reagierte prompt und löschte den Eintrag knapp 15 Minuten später wieder. Zudem entschuldigte sich der Verein kleinlaut für seinen Fehltritt, der "völlig unangebracht und unsportlich" gewesen sei. Immerhin wisse man "aus eigener Erfahrung, welche Emotionen mit der Relegation verbunden sind". Die Bremer waren vor zwei Jahren durch zwei Remis in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim nur haarscharf dem Abstieg entronnen. Werder beendete den Beitrag mit einem frommen Wunsch: "Wir hoffen, dass es bald wieder Nordderbys in der Bundesliga gibt."

Quelle: ntv.de, tno

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