Wissen

Ausstieg im russischen Anzug Deutscher Astronaut vor ISS-Außeneinsatz

108001934.jpg

2018 haben zwei russische Kosmonauten fast sieben Stunden außerhalb der ISS verbracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Herbst fliegt der deutsche Raumfahrer Matthias Maurer zur Internationalen Raumstation ISS. Die Reise absolviert er mithilfe von SpaceX. Als erster Ausländer seit 2009 soll Maurer für einen Außeneinsatz einen russischen Schutzanzug tragen.

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer wird während seines Aufenthalts in der Internationalen Raumstation ISS vermutlich einen Außeneinsatz absolvieren. Das kündigte René Pischel an, Vertreter der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Moskau. Dabei werde Maurer voraussichtlich einen russischen Raumanzug tragen, zitiert in die von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos herausgegebene Zeitschrift "Russkij Kosmos". Das letzte Mal hatte 2009 mit dem US-Astronauten Michael Barratt ein Ausländer einen russischen Schutzanzug in rund 400 Kilometern über der Erde getragen.

Bei dem geplanten Ausstieg sollen der europäische Roboterarm Era und das russische Forschungsmodul Nauka in Betrieb genommen werden. Beide müssen erst noch ins Weltall gebracht werden. Der nächste Start eines russischen Frachtraumschiffes sei für Ende Juni geplant - drei Monate später als ursprünglich vorgesehen, meldete die Staatsagentur Tass.

Mehr zum Thema

Wenn das Frachtschiff erfolgreich an die ISS angedockt sei, seien für die Inbetriebnahme des Moduls und des Roboterarms mehrere Außenbordeinsätze geplant, sagte Pischel. "An einem von ihnen wird vermutlich Matthias Maurer beteiligt sein, der im Herbst mit einem SpaceX-Raumschiff zur ISS fliegen wird." An Bord der ISS gibt es jeweils vier Raumanzüge im russischen und im US-Segment für Einsätze der Raumfahrer außerhalb der Station.

Die in die Jahre gekommene Raumstation kämpft seit Monaten mit Problemen - etwa mit austretender Luft und Druckabfall. Erst am Wochenende versiegelte die Besatzung ein rund 4,5 Zentimeter langes Leck. Am Montag begannen Arbeiten, um eine weitere undichte Stelle zu schließen. Russland möchte die Raumstation bis 2028 im All lassen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.