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Klimawandel bedroht Korallenriff Hitzewelle lässt Great Barrier Reef ausbleichen

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Sorge um die Korallenriffe: Im März demonstrierten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace vor dem Parlamentsgebäude von Brisbane.

(Foto: IMAGO/AAP)

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Neun von zehn Korallen sollen betroffen sein: Einem Bericht der australischen Regierung zufolge beschädigt eine andauernde Hitzewelle das weltberühmte Great Barrier Reef. Die dabei entstehende Bleiche führt demnach zu einer höheren Sterblichkeit. Umweltschützer sind alarmiert.

Die andauernde Hitzewelle in Australien hat einem Regierungsbericht zufolge mehr als 90 Prozent der Korallen des Great Barrier Reefs geschädigt. "Der Klimawandel schreitet voran, und das Riff bekommt die Folgen bereits zu spüren", hieß es in dem Bericht. Von den 719 untersuchten Riffen wiesen dem Bericht zufolge 654 - oder 91 Prozent - einen gewissen Grad an Korallenbleiche auf.

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UNESCO-Weltnaturerbe: das Great Barrier Reef.

(Foto: IMAGO/blickwinkel)

Die Hitzewelle hält schon seit Dezember an. Es ist das erste Mal, dass das Riff während einer La-Niña-Wetterperiode, in der normalerweise kühlere Temperaturen zu erwarten sind, von einer Bleiche betroffen war.

Obwohl gebleichte Korallen noch am Leben sind und sich mäßig betroffene Riffabschnitte möglicherweise erholen, weisen "stark gebleichte Korallen eine höhere Sterblichkeitsrate auf", hieß es in dem Bericht. Die Korallenbleiche ist ein Phänomen, das auftritt, wenn die Korallen gestresst sind und die in ihnen lebenden bunten Algen abstoßen.

Umweltschützer riefen die Politiker vor der Parlamentswahl in zehn Tagen auf, mehr für den Klimaschutz zu tun. "Auch wenn die Bleiche immer häufiger auftritt, ist das nicht normal, und wir sollten uns nicht damit abfinden", sagte Lissa Schindler von der Australian Marine Conservation Society. "Beide großen politischen Parteien müssen sich der Tatsache stellen, dass ihre Klimaziele für das Riff nicht ausreichen."

Kommenden Monat wird das Welterbekomitee der UNESCO entscheiden, ob das Great Barrier Reef als "gefährdet" eingestuft werden soll. Australien hatte 2015 eine drohende Herabstufung des Weltnaturerbes abwenden können, indem die Regierung einen langfristigen Aktionsplan aufstellte und Milliarden in Schutzmaßnahmen investierte.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP

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