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Hilfe für "Ingenuity" NASA will weitere Helikopter zum Mars schicken

US-Rover

US-Rover "Perseverance" (r.) neben dem Mini-Hubschrauber "Ingenuity" auf dem Mars.

(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS/dpa)

Der Hubschrauber "Ingenuity" ist schon weit mehr als ein Jahr auf dem Mars, viel länger als geplant. Er sammelt dort Gesteinsproben ein. Nun will die NASA ihm weitere Mini-Helikopter hinterherschicken, die ihm dabei helfen sollen. Die Proben sollen 2033 auf der Erde eintreffen.

Nach dem erfolgreichen Test des Mars-Hubschraubers "Ingenuity" will die US-Raumfahrtbehörde NASA zwei weitere Mini-Helikopter zum roten Planeten schicken. Die beiden Hubschrauber könnten möglicherweise dabei helfen, Proben einzusammeln, die zur Erde zurückgeschickt werden sollen, teilten die NASA und die ebenfalls an dem Projekt beteiligte Europäische Raumfahrtagentur ESA am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit. Sie böten zumindest eine zweite Möglichkeit, auf der Marsoberfläche zwischengelagerte Proben zu bergen.

"Ingenuity" (Einfallsreichtum) war im Februar 2021 mit dem Rover "Perseverance" (Durchhaltevermögen) auf dem Mars gelandet. Kurz darauf absolvierte der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1,8 Kilogramm schwere Helikopter als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten - inzwischen sind es schon 29.

"Ingenuity"-Mission auf unbestimmte Zeit verlängert

Die eigentlich nur auf 30 Tage angelegte Mission des Hubschraubers "Ingenuity", der auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen muss, ist längst auf unbestimmte Zeit verlängert worden. Er hat seine ursprünglich geplante Lebensdauer nun schon mehr als ein Jahr überschritten, so die NASA.

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Nachdem ein erster Bohrversuch im vergangenen Jahr gescheitert war, weil das Gestein nicht fest genug war und so nicht in das Probenröhrchen gefüllt werden konnte, hat "Perseverance" inzwischen bereits erfolgreich zehn Proben entnommen und verpackt, bei elf weiteren geschehe das gerade, hieß es von der NASA. Die Proben hat der Rover im Jezero-Krater des Roten Planeten eingesammelt.

Insgesamt sei Platz für 30 Proben, die jeweils etwa dicker als ein Bleistift sind und rund 150 Gramm wiegen. Geplanter Starttermin für den Transport der Proben zur Erde sei im Herbst 2027 beziehungsweise im Sommer 2028, so die NASA. 2033 werden sie dann voraussichtlich auf der Erde eintreffen.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 28. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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