Wissen

"Wie aus einem US-Nationalpark" Marsrover "Curiosity" schickt tolle Bilder

PIA21042_hires.jpg

Fast wie auf der Erde - finden die Nasa-Wissenschaftler.

(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Er sorgt schon länger für Schlagzeilen als ursprünglich geplant: Seit vier Jahren rollt "Curiosity" über den Marsboden. Jetzt schickt er Fotos, die beeindruckende Gesteinsformationen zeigen. Bei ihrer Entstehung spielte Grundwasser eine Rolle.

Der Marsrover "Curiosity" begeistert die Nasa-Wissenschaftler mit gestochen scharfen Farbbildern von Gesteinsformationen auf dem Roten Planeten. "Wie aus einem US-Nationalpark", schwärmte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde im kalifornischen Pasadena.

PIA21043_hires.jpg

Der Mars bietet möglicherweise gute Bedingungen für Kletterer (im Raumanzug allerdings unter erschwerten Bedingungen ...).

(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

"Curiosity" ist in der "Murray Buttes"-Region am Mount Sharp unterwegs. Der Berg wird auch Aeolis Mons genannt und befindet sich in der Mitte des Gale-Kraters. Der wiederum ist südlich der Tiefebenen von Elysium Planitia gelegen.

Die neuen Fotos entstanden am 8. September. Die Gesteinsformationen (Tafelberge und Spitzkuppen) sind der Nasa zufolge die Überreste uralter Sanddünen, die der Wind deponierte. Die Dünen verschwanden dann unter der Oberfläche, wurden dort vom Grundwasser chemisch verändert, tauchten wieder über der Oberfläche auf und wurden durch Erosion "zu der Landschaft, die wir heute sehen", sagt Vasavada.

Der Marsrover ist seit über einem Monat in der "Murray Buttes"-Region unterwegs. Er nahm dort auch Bohrungen vor. Jetzt wird "Curiosity" weiter nach Süden und den Aeolis Mons ein Stück hinauf rollen.

Es ist vier Jahre her, dass der Rover in der Nähe von Aeolis Mons auf dem Mars landete. Den Fuß des Berges erreichte er 2014. Bis dahin hatte sich bereits herausgestellt, dass einst vorhandene Mars-Seen durchaus Mikroben-freundliche Lebensbedingungen boten.

Nun untersucht "Curiosity", wie und wann sich die lebensfreundliche Umgebung in eine trockene und eher lebensfeindliche verwandelte.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa