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Viel bewegungsfauler als Finnen WHO stellt Deutschen Trägheits-Zeugnis aus

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Es muss gar kein Jogging sein - schon flottes Gehen trägt zur körperlichen Fitness bei, betont die WHO.

(Foto: Felix Kästle/dpa)

Es ist eigentlich gar nicht so viel: Insgesamt zweieinhalb Stunden sollte man mindestens körperlich aktiv sein, um Krankheiten vorzubeugen - pro Woche. Aber selbst das schaffen viele nicht. Auch die Deutschen sind zu träge, vor allem bei Teenagern ist laut WHO die Lage dramatisch. Das wird später sehr teuer.

Millionen Menschen weltweit bewegen sich nicht genug, und das hat verheerende Folgen: Im Zehnjahreszeitraum 2020 bis 2030 dürften fast 500 Millionen Menschen weltweit mangels Bewegung unter anderem Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Depressionen und Demenz entwickeln, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete. Deutschland hat demnach großen Nachholbedarf.

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Wer sich zu wenig bewegt, erhöht sein Risiko für Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes und andere Erkrankungen.

(Foto: picture alliance/dpa/picture alliance)

Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten körperliche Aktivitäten in der Woche für Erwachsene, um Krankheiten vorzubeugen. 27,5 Prozent der Weltbevölkerung erreichen dies nicht. In Ländern mit hohem Einkommen sei das Problem mit einem Anteil von etwa 36,8 Prozent doppelt so groß wie in Ländern mit niedrigen Einkommen (16,2 Prozent).

Deutschland schneidet noch schlechter ab als der Durchschnitt der reichen Länder: 44 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer über 18 Jahren müssten sich mehr bewegen. In Finnland, das die WHO als leuchtendes Beispiel herausstellt, sind nur 16 Prozent der Frauen und 17 Prozent der Männer nicht aktiv genug. Dramatisch ist es in Deutschland bei den 11- bis 17-Jährigen: 88 Prozent der Mädchen und 80 Prozent der Jungen bewegen sich zu wenig.

Radfahren und schnelles Gehen reicht

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Um sich körperlich fit zu halten, sei es nicht nötig, sportlichen Aktivitäten wie Jogging oder Fitness-Stunden in Vereinen oder Clubs nachzugehen, betont die WHO. Auch Fahrradfahren und zügiges Gehen trage zur Fitness bei. In manchen Ländern gebe es kulturelle Barrieren, die Frauen davon abhielten, sich draußen sportlich zu betätigen. Aber auch in den eigenen vier Wänden könne man sich fit halten, zum Beispiel durch Treppensteigen, Spiele mit Kindern oder Hausarbeit, und - wie die Corona-Pandemie gezeigt habe - auch über Fitness-Angebote per Video.

Die Behandlung der 500 Millionen Menschen, die mangels Bewegung erkranken dürften, koste die Welt zusammen 27 Milliarden Dollar (27,5 Milliarden Euro), berichtete Fiona Bull, Leiterin der WHO-Abteilung für körperliche Bewegung, in Genf. Mit dem Geld könnten stattdessen 100 Millionen Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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