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Robuster Krankmacher Wie lange überlebt Coronavirus auf Haut?

Eine Krankenschwester reinigt sich ihre Hände mit einem Desinfektionsmittel im Kreiskrankenhaus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Coronavirus kann durch ein Händedesinfektionsmittel mit 80 Prozent Alkoholgehalt innerhalb von 15 Sekunden vollständig inaktiviert werden.

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Gerade erst wurde erneut gezeigt, wie lange das Coronavirus auf glatten Oberflächen überlebt. Nun zeigt eine Studie, dass sich das Virus auch auf der Haut sehr robust zeigt. Auf dem Menschen hält es sich demnach viermal länger als das Grippevirus.

Bisher gilt die Tröpfcheninfektion als Hauptübertragungsweg für Coronavirus. Dabei werden virushaltige Tröpfchen und kleineren Aerosole beim Atmen über die Luft aufgenommen. Trotzdem ist es auch möglich, sich über den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen anzustecken. Wie hoch das Infektionsrisiko dabei ist, das erforschen Wissenschaftler weltweit.

Erst kürzlich fanden australische Forscher heraus, dass Sars-CoV-2-Viren auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays oder Bankautomaten bis zu 28 Tage überleben können - und damit länger als bislang angenommen. Nun zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Präfekturuniversität Kyoto: Das Virus kann auch auf der Haut über einen länger Zeitraum überleben - sogar länger als einige Grippeviren.

Mit Schleim aus Atemwegen gemischt, lebte das Coronavirus 11 Stunden

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Coronaviren können bis zu neun Stunden auf der menschlichen Haut überleben. Das geht aus einer neuen Studie japanischer Wissenschaftler hervor. In der Studie trug das japanische Forscherteam sowohl Corona- als auch Influenzaviren auf menschliche Haut auf, um zu überprüfen, wie lange die Viren darauf aktiv bleiben. Zum Vergleich: Grippeviren des Typs Influenza-A überlebten auf der Haut gerade einmal zwei Stunden. In einem weiteren Versuch mischten die Wissenschaftler die Sars-CoV-2-Viren mit Schleim, um die Übertragung beim Niesen oder Husten zu simulieren. Das Ergebnis: Die Viren blieben auf der Haut sogar bis zu 11 Stunden aktiv.

"Die neunstündige Überlebenszeit von Sars-CoV-2 auf der menschlichen Haut könnte ein erhöhtes Risiko einer Kontaktübertragung im Vergleich zum Influenza-A-Virus bedeuten", schlussfolgern die Autoren in der im Fachjournal "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie. Die gute Nachricht: Nachdem die Forscher ein Ethanol-basiertes Desinfektionsmittel auf die infizierten Hautstellen auftrugen, waren alle Viren innerhalb von 15 Sekunden vollständig abgetötet. Ihre Studienergebnisse legten nahe, so die Forscher, wie wichtig eine gründliche Händehygiene sei, um eine Verbreitung des Virus zu vermeiden.

Quelle: ntv.de, awi