Donnerstag, 11. August 2022Der Tag

mit Lea Verstl
Lea Verstl
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 11. August 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

fragten Sie mich oder andere Journalisten, wären vermutlich viele der Meinung, Bundeskanzler Olaf Scholz sei ein Vollprofi, der nicht so schnell die Fassung verliere. Doch auch Profis sind nur Menschen, die unter Druck nervös werden können. Und so zeigte auch Scholz heute Nerven, als eine Journalistin ihn fragte: "Was wissen Sie über das Schließfach von Johannes Kahrs?" Gegen den früheren SPD-Abgeordneten Kahrs wird wegen Begünstigung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Er soll - als Scholz' Vertrauter - in die Cum-Ex-Affäre um die Warburg-Bank verwickelt gewesen sein. Wie unwirsch Scholz auf die Fragen zu dem Steuerskandal reagierte, hat meine Kollegin Judith Görs beobachtet.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.

21:55 Uhr

Türkische Marine eskortiert Gas-Bohrschiff im Mittelmeer

Droht im östlichen Mittelmeer eine erneute Eskalation des Konflikts zwischen Griechend und der Türkei? Ein von der Türkei entsandtes Gas-Bohrschiff wird nun zumindest von den türkischen Seestreitkräften eskortiert. Die "Abdülhamid Han" werde aus der Luft und im Wasser von der Marine begleitet, twitterte das türkische Verteidigungsministerium und postete Fotos, auf dem eine Fregatte zu sehen war. 2020 hatten türkische Erdgaserkundungen in zwischen Griechenland und der Türkei umstrittenen Gewässern die beiden Nachbarn an den Rande eines militärischen Konflikts geführt. Hinter dem Streit stehen territoriale Uneinigkeiten. Griechenland bezichtigte die Türkei 2020, die Vorkommen illegal zu erkunden.

Die Regierung in Ankara vertrat den Standpunkt, dass die Gewässer zum türkischen Festlandsockel gehörten. Die "Abdülhamid Han" nun soll ihre Erkundungstouren zunächst nicht in umstrittenen Gewässern durchführen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte aber, als das Schiff aus dem Hafen von Mersin aufbrach: "Wenn unser Schiff mit seinen Bohrarbeiten dort fertig ist, wird es nicht aufhören. Es wird zu anderen Bohrlöchern übergehen." Man werde sich holen "was uns gehört".

21:41 Uhr

Inflationsrate in Argentinien klettert auf 71 Prozent

Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Argentinien hat schwerwiegende Folgen: Die Inflationsrate in dem südamerikanischen Land ist auf über 70 Prozent gestiegen. Die Preise kletterten im Juli gegenüber dem Vorjahr um 71 Prozent, wie die Statistikbehörde (Indec) mitteilte. Allein im Juli legten die Preise um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Das ist fast soviel wie in Deutschland im ganzen Jahr. Zuletzt kündigte die Regierung an, Preise und Gehälter für zwei Monate einzufrieren, um den Wertverfall der Landeswährung Peso zu bremsen.

Die Inflationsrate in Argentinien ist eine der höchsten der Welt. Um das Haushaltsdefizit zu finanzieren, druckt die Zentralbank ständig frisches Geld. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht.

21:07 Uhr

Gletscherschmelze legt seit 2000 Jahren eisbedeckten Pass frei

Die beiden Schweizer Gletscher Scex Rouge und Zanfleuron haben in diesem Jahr dreimal so viel an Dicke verloren wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Sommer. Diese Gletscherschmelze hat einen Pass teilweise freigelegt, der seit mindestens 2000 Jahren mit Eis bedeckt war. Über dem Zanfleuronpass auf rund 2800 Metern Höhe sei noch 2012 eine Eisdicke von 15 Metern gemessen worden, berichtete die Betreibergesellschaft des dortigen Gletscherskigebiets, Glacier 3000. "Der Sommer 2022, der auf einen niederschlagsarmen Winter folgte, war in der Tat katastrophal für die Gletscher", hieß es. Das Gebiet befindet sich in der Nähe von Les Diablerets zwischen den Kantonen Waadt und Wallis. Der Pass werde bis Ende September wahrscheinlich vollständig eisfrei sein.

20:36 Uhr

SPD-Verbände wollen Schröder doch noch aus ihrer Partei kicken

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder darf trotz seiner umstrittenen Tätigkeiten für das russische Gasgeschäft in der SPD bleiben, entschied die zuständige Schiedskommission seines SPD-Unterbezirks Region Hannover. Mehrere SPD-Verbände wollen dagegen Berufung einlegen. Der Beschluss sei bei den antragstellenden Gliederungen der Partei auf einhelliges Unverständnis gestoßen, sagte der Vorsitzende des württembergischen SPD-Ortsvereins Leutenbach, Pierre Orthen.

Vor allem Schröders Mitarbeit für russische Staatsunternehmen wie das Mineralölunternehmen Rosneft und seine mangelnde Distanzierung vom russischen Angriff auf die Ukraine würden von vielen SPD-Verbänden nach wie vor als parteischädigend bewertet. Die Gliederungen hätten beschlossen, sich erst nach Ablauf der Berufungsfrist detaillierter zu ihrer Entscheidung zu äußern, sagte Orthen. Zu den sogenannten Gliederungen, die sich bereits zu einem Berufungsverfahren entschieden hätten, könnten in den kommenden Tagen weitere hinzukommen.

20:07 Uhr

Hochgiftiger Stoff aus Industrie sorgt für Fischsterben in der Oder

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In Höhe der Insel Ziegenwerder in Frankfurt (Oder) schwimmt ein toter Fisch in der Oder.

(Foto: picture alliance/dpa)

Was verursacht das mysteriöse Fischsterben an der Oder? Die Behörden versuchen seit Tagen, die Ursache zu ergründen (siehe "Tag"-Eintrag unten). Teile des Rätsels um die Umweltkatastrophe scheinen nun gelöst. Das Sterben der Fische wurde nach Angaben der polnischen Umweltschutzbehörde wahrscheinlich von einer Wasserverschmutzung durch die Industrie ausgelöst. "Alles deutet darauf hin, dass die Verschmutzung der Oder, die zum Sterben zahlreicher Fische geführt hat, industriellen Ursprungs sein könnte", sagte die stellvertretende Leiterin der Behörde, Magda Gosk. Die Umweltbehörde versuche, mit Drohnenüberflügen potenzielle Verschmutzungsquellen aufzuspüren und festzustellen, wie der Zustand des Flusses sei.

Bei der Untersuchung des Fischsterbens in der Oder zeichnet sich nach Angaben des Brandenburger Landesumweltministeriums ab, dass ein noch unbekannter, hoch toxischer Stoff durchs Wasser fließt. Erste Analyse-Ergebnisse zeigten übereinstimmend, dass eine starke Welle organischer Substanzen durch Frankfurt an der Oder gegangen sei und sich seitdem flussabwärts fortsetze, aktuell bis Schwedt.

20:02 Uhr

Videos des Tages

19:34 Uhr

Russische Komiker wollen Franziska Giffey mit Fake-Anruf Klitschkos vorführen

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Sprach mit einem vermeintlichen Klitschko, der keiner war: Franziska Giffey.

(Foto: picture alliance/dpa)

Satiriker aus Russland haben Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hereingelegt. Sieben Wochen nach einem Fake-Videotelefonat mit Giffey hat das Komiker-Duo angebliche Ausschnitte aus dem Gespräch veröffentlicht. Am 24. Juni hatte Giffey per Video mit einer Person gesprochen, die wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko aussah, aber nicht Klitschko war. Einige Tage später hatten sich die russischen Satiriker "Vovan und Lexus" gegenüber dem ARD-Magazin "Kontraste" dazu bekannt, hinter dem Fake-Anruf zu stehen.

Nun veröffentlichte das Duo auf Internetplattformen wie der russischen Youtube-Kopie Rutube und Reddit eine knapp neunminütige und offensichtlich zusammengeschnittene Sequenz, die Ausschnitte aus dem Gespräch zeigen soll. Zu sehen ist darauf nur Giffey, die sich auf Fragen des vermeintlichen Klitschko äußert, der russisch spricht. Giffeys Gesprächspartner ist nicht zu sehen, so dass die Videoausschnitte keine Anhaltspunkte dafür liefern, mit welcher digitalen Manipulationstechnik der falsche Klitschko erschaffen wurde. "Soweit wir das erkennen können, sind die Ausschnitte echt", sagte die Berliner Senatssprecherin Lisa Frerichs zu den Sequenzen. Man habe die Veröffentlichung "zur Kenntnis genommen".

18:55 Uhr

Masken-Verweigerin im Flugzeug muss Tausende Euro Strafe zahlen

Wie teuer die Rebellion gegen die Maskenpflicht im Flugverkehr werden kann, zeigt nun das Urteil des Amtsgerichts Frankfurt gegen eine 41-Jährige. Nachdem sie das Tragen einer Maske in einem Flugzeug verweigert hat, muss die Frau eine Geldstrafe von 2350 Euro (90 Tagessätze) zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl des Gerichte wurde wirksam, nachdem die Beschuldigte nicht zum Prozess gekommen war. Verurteilt wurde sie wegen Körperverletzung und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Die Passagierin hatte bereits während des Fluges von Mexiko nach Deutschland im April vergangenen Jahres keinen Mund-Nasen-Schutz angelegt. Dies nahm der Kapitän zum Anlass, sie während einer Zwischenlandung in Frankfurt aus der Maschine zu weisen. Als sie sich weigerte, den Flieger zu verlassen, wurden Polizeibeamte verständigt, denen sich die Frau mit Gewalt widersetzte. Die Polizisten trugen leichtere Verletzungen davon. Erst mit Verspätung konnte der Flug Richtung München fortgesetzt werden.

18:33 Uhr

Niedriger Rhein-Pegel kann drohende Rezession befeuern

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Der Rhein-Pegel fällt weiter. Am Vormittag zeigte die Pegelmessstelle in Worms gerade noch 21cm an.

(Foto: picture alliance / Promediafoto)

Der niedrige Wasserstand des Rheins bereiten deutschen Unternehmen Sorgen. Sie befürchten Transportprobleme, sollte der Pegel weiter sinken. Zwar sei das Niedrigwasser ein viel kleineres Problem als die drohende Gaskrise, doch sollte es bis Dezember andauern, könnte es im dritten und vierten Quartal 0,2 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten, sagte Chefvolkswirt Andrew Kenningham vom britischen Analysehaus Capital Economics laut einer Studie. Eine Rezession werde dadurch wahrscheinlicher. Für Deutschland haben laut Kenningham Flüsse als Transportwege eine größere Bedeutung als für die meisten anderen westeuropäischen Staaten.

Der Anteil am gesamten Frachtaufkommen sei zwar gesunken, habe aber etwa im Jahr 2020 immer noch gut sieben Prozent des Gesamtvolumens ausgemacht - und ein Großteil davon seien Industrierohstoffe wie Kohle, Rohöl, Koks und Basischemikalien. Grundsätzlich verlagert sich der Warentransport auf Straße und Schiene, wenn er auf dem Wasser unwirtschaftlich wird. Je niedriger der Wasserstand, desto weniger können die Schiffe laden und ab einem bestimmen Pegel können viele gar nicht mehr fahren. Der Transport über Straße und Schiene bringt aber zusätzliche Kosten mit sich und ist in der Regel für die großen Mengen auch langsamer. Seit dem sehr trockenen Sommer 2018, der den Schiffsverkehr auf dem Rhein ebenfalls schwer belastet und etwa die Stahl- und Chemieindustrie viel Geld gekostet hatte, sorgen die Unternehmen vor.

18:01 Uhr

Bund rettet Pflegeversicherung mit Milliarden-Spritze vor Bankrott

Die Corona-Pandemie hat ein tiefes Loch in die Kasse der Pflegeversicherung gerissen. Das Bundesamt für Soziale Sicherung stellte der Pflegeversicherung eine Milliarde Euro zur Verfügung, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Der Betrag sei an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung überwiesen worden. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte es als unzureichend, dass die Pflegeversicherung ein Darlehen erhält. Die Pflegeversicherung leidet an Liquiditätsengpässen. Diese gehen vor allem auf die pandemiebedingten Ausgaben für den Schutz von Pflegebedürftigen, Beschäftigten in der Pflege sowie von pflegenden Angehörigen zurück.

"Ein Darlehen ist keine Zukunftslösung", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Noch deutlicher könne Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sein Desinteresse an der Pflegeversicherung nicht zum Ausdruck bringen. "Die Bundesregierung lässt die über vier Millionen Pflegebedürftigen im Stich", beklagte Brysch. Das Gesundheitsministerium arbeitet nach eigenen Angaben an Reformvorschlägen, um die Finanzen der Pflegeversicherung langfristig zu sichern.

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17:35 Uhr

Toter Säugling in Wohnung entdeckt: Polizei ermittelt gegen 17-Jährigen

Nach einem Hinweis hat die Polizei in einer Wohnung im baden-württembergischen Neckarsulm einen toten Säugling entdeckt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Heilbronn mitteilten, wird wegen des Verdachts des Totschlags gegen eine 17-Jährige ermittelt. Eine Obduktion ergab demnach, dass das Kind lebend zur Welt gekommen war und vermutlich erstickte. Die Beamten fanden den toten Säugling bereits 4. August. Ein Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen. Die Ermittlungen dauerten an.

17:08 Uhr

Staatsanwaltschaft fordert 191 Millionen wegen Cum-Ex-Affäre

Ein Skandal zu seiner Amtszeit als Hamburger Bürgermeister holt Bundeskanzler Scholz immer wieder ein: die Steueraffäre um die Warburg-Bank. Doch Scholz weist diesbezüglich weiterhin jede Verantwortung von sich. "Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass es eine politische Beeinflussung gegeben hat", sagt Scholz. "Ich bin sicher, dass diese Erkenntnis nicht mehr geändert werden wird." Hintergrund ist der sogenannte Cum-Ex-Skandal, bei dem Finanzakteuren durch das Verschieben von Aktienpaketen Steuern zurückerstattet wurden, die sie nie gezahlt hatten.

Ein Ausschuss will eine mögliche Einflussnahme führender SPD-Politiker auf Hamburger Steuerentscheidungen klären. Dabei geht es auch um die Rolle von Scholz in seiner Zeit als Erster Bürgermeister. Die Staatsanwaltschaft Bonn verschickte derweil im Zusammenhang mit der Vollstreckung des ersten rechtskräftigen Urteils wegen der Cum-ex-Geschäfte Zahlungsaufforderungen in Höhe von fast 191 Millionen Euro an die Warburg-Bank und einen britischen Aktienhändler. Etwa 176,6 Millionen Euro davon entfallen auf die Privatbank.

17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:45 Uhr

Mysteriöses Fischsterben: Behörden warnen vor Kontakt mit Oder-Wasser

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Tausende Fische sind in der Oder verendet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fund von Tausenden toten Fischen in der Oder gibt den Behörden in Brandenburg Rätsel auf. Sie mahnen Anwohner eindringlich, vorsorglich auf jeden Kontakt mit dem Wasser aus dem Fluss und damit verbundener Gewässer zu verzichten. Dieses sollte auch nicht zur Bewässerung oder zum Tränken von Vieh verwendet werden, wie die Landkreise Uckermark und Barnim mitteilten. Zuvor hatten bereits Behörden in der weiter südlich gelegenen Region um Frankfurt an der Oder gewarnt. zu den Maßnahmen gehörte auch, zunächst keine Fische aus der Oder zu verzehren.

Die Landkreise und die Stadt Frankfurt an der Oder riefen zudem dazu auf, Hunde von dem Wasser fernzuhalten. Die Warnungen gelten bis nähere Hinweise auf die Ursachen des Fischsterbens vorliegen. "Die zuständigen Behörden ermitteln und prüfen gegenwärtig, was dazu geführt hat", hieß es in einer Warnmeldung der Landkreise. Zu den ermittelnden Behörden gehört auch das Brandenburger Landeskriminalamt. Die Ermittler seien dabei in engem Austausch mit den polnischen Behörden. Das Problem habe "offensichtlich" in Polen seinen Ursprung, sagte ein LKA-Sprecher. Weitere Wasserproben entnahm das Brandenburger Landesamt für Umwelt.

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16:21 Uhr

Vorher-Nachher-Bilder zeigen vertrocknendes Europa

Seit Monaten ist es in weiten Teilen Europas ungewöhnlich heiß und extrem trocken. Wie gravierend die Auswirkungen der Dürre schon jetzt für den Kontinent sind, zeigt der Vergleich von Satellitenbildern. Im Mai sind Frankreich und Großbritannien noch grün, nun erstreckt sich Braun so weit das Auge reicht.

16:04 Uhr

Taliban-Geistlicher bei Selbstmordanschlag in Religionsseminar getötet

Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist der führende Geistliche der radikal-islamischen Taliban, Scheich Rahimullah Hakkani, ums Leben gekommen. Abdul Rahman, der Chef des Geheimdienstes im Bezirk Kabul, bestätigte den Tod des Geistlichen. Aus Kreisen der Taliban hieß es zudem, das der Angriff in einem Religionsseminar stattgefunden habe. Ein beinamputierter Mann habe in seiner Prothese Sprengstoff versteckt gehabt und ihn dann gezündet. Wer hinter dem Anschlag steckt ist bislang nicht bekannt. Die Taliban erklärten, das Attentat werde untersucht.

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15:45 Uhr

34 Menschen bei Unfall von Achterbahn-Zügen im Legoland verletzt

Bei einem Unfall auf einer Achterbahn im Legoland im schwäbischen Günzburg sind mindestens 34 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein Polizeisprecher sagte, ein Achterbahnzug habe stark abgebremst, ein weiterer Zug sei diesem dann aufgefahren. Die Verletzten hätten unter anderem Prellungen und Schürfwunden erlitten. Einer Sprecherin des Legolandes zufolge ist der Unfall auf der Achterbahn "Feuerdrache" passiert. Alle verfügbaren Rettungskräfte des Legolandes seien im Einsatz. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Erst am Wochenende sorgte ein Achterbahn-Unfall in Rheinland-Pfalz für Schlagzeilen. Eine 57-Jährige war aus einer fahrenden Achterbahn im Freizeitpark Klotten gestürzt. Dabei erlitt die Frau tödliche Verletzungen.

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15:01 Uhr

Ozzy Osbourne drohte lebenslange Lähmung - "Todesqualen" nach OP

Sein Comeback war ebenso überraschend wie fulminant: Am Montag trat Ozzy Osbourne nach beinahe zweijähriger Bühnen-Abstinenz gemeinsam mit Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi bei den Commonwealth Games in seiner Heimatstadt Birmingham auf. Mit der britischen Zeitung "The Sun" sprach der "Fürst der Finsternis" nun offen über die schweren Gesundheitsprobleme, die ihn seit Jahren plagen. Der 73-Jährige enthüllte dabei auch, dass er zeitweilig sogar fürchtete, permanent gelähmt zu bleiben.

Im Jahr 2003 erlitt der Sänger auf seinem englischen Landsitz mit einem Quad-Fahrzeug einen folgenschweren Unfall. Seitdem leidet er unter gravierenden Problemen im Nackenbereich. Da sich diese durch einen Sturz vor drei Jahren nochmals verschlimmerten, war eine erneute Operation an der Wirbelsäule vonnöten. "Es kann gut sein, dass du für den Rest deines Lebens gelähmt bleibst", zitiert Osbourne nun rückblickend die ihn damals behandelnden Ärzte. Seinen damaligen Chirurgen bezeichnet er in dem Zusammenhang wenig schmeichelhaft als "verdammten Metzger". Nach dem Eingriff habe er "Todesqualen" gelitten, so der Sänger.

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14:35 Uhr

Polizei nimmt drei Jugendliche nach Tötung von 21-Jährigem fest

Nach der Tötung eines 21-Jährigen in München bei einem Drogendeal hat die Polizei drei jugendliche Verdächtige festgenommen. Ein 17-Jähriger habe sich selbst gestellt, ein 16-Jähriger sei in der Wohnung seiner Eltern festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Als am Mittwochabend der dritte Verdächtige, ein 16-Jähriger, auf der Straße festgenommen worden sei, hätten 20 junge Männer versucht, ihn zu befreien.

Der 16-Jährige habe sich zuerst gegen seine Festnahme gewehrt und sei fixiert und gefesselt worden, hieß es weiter. Auf dem Weg zum Polizeiauto habe er versucht zu flüchten. Daraufhin hätten die anderen ihn befreien wollen und dabei auch Pfefferspray eingesetzt. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden. Die Befreiung des Tatverdächtigen sei aber nicht gelungen, die Männer seien weggelaufen, hieß es weiter. Fünf von ihnen seien später festgenommen worden.

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14:19 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Yuki Schubert verabschiedet sich in den Sonnenschein. Mein Name ist Lea Verstl und ich darf Sie von nun an durch diesen sommerlichen Donnerstag begleiten. In Berlin kratzen die Temperaturen wieder an der 30-Grad-Schwelle und heizen das Büro in meiner Charlottenburger Wohnung auf. Soll ich den Ventilator anschalten oder lieber nicht? Mit dieser Frage hadere ich in Gedanken an die kommende Stromrechnung, die sowieso saftig ausfallen wird. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de

13:58 Uhr

Zu hoch für Brücke: Doppeldeckerbus-Dach meterlang aufgerissen

Eigene Höhe unterschätzt: Ein Reisebus ist in Augsburg unter einer Brücke heute gegen 9.30 Uhr stecken geblieben. Das Dach riss dabei mehrere Meter auf, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Der Doppeldeckerbus misst demnach vier Meter Höhe und war deshalb etwa 50 Zentimeter zu hoch für die Brücke. Verletzt wurde zum Glück niemand, denn der Bus war leer. Ob die Brücke beschädigt ist, sei noch unklar. Gutachter prüften derzeit die Statik.

Ein Reisebus hat sich unter einer Brücke festgefahren und wurde schwer beschädigt.

Ein Reisebus hat sich unter einer Brücke festgefahren und wurde schwer beschädigt.

(Foto: picture alliance/dpa/Feuerwehr Augsburg)

13:27 Uhr

Weniger Militär Chinas und Taiwans in Taiwanstraße, aber ...

China und Taiwan haben einem Insider zufolge ihre Militärpräsenz in der stark befahrenen Taiwanstraße (auch Formosastraße) deutlich verringert. Zugleich warnte Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen, dass die Bedrohung durch die Volksrepublik nicht abgenommen habe. Der Insider sagte, nicht mehr als zehn chinesische und taiwanische Marineschiffe hätten sich am Nachmittag noch an der Mittellinie der Taiwanstraße, der inoffiziellen Grenze, gegenübergestanden. Das sei eine Zahl, die "deutlich niedriger" sei als noch vor einigen Tagen, sagte der mit der Sachlage vertraute Insider.

Die Volksrepublik China äußerte sich heute nicht zur Aktivität ihres Militärs rund um Taiwan. Am Vortag hatte sie erklärt, ihr Militär habe verschiedene Aufgaben rings um Taiwan erfüllt, es werde aber regelmäßig patrouillieren.

13:07 Uhr

Luftaufnahmen zeigen Feuertornado in Kalifornien

Hohe Temperaturen und starker Wind führen in Kalifornien zu einem erstaunlichen und seltenen Ereignis: Ein Feuertornado entsteht. Die Feuerwehr ist mit Löschhubschraubern in Gorman im Einsatz. Spektakuläre Bilder aus der Luft halten das Schauspiel fest. Nach offiziellen Angaben waren weder Menschen noch Gebäude im Umland gefährdet. 

12:37 Uhr

Wuppertal: Mitarbeiterin der Ausländerbehörde von Mann mit Messer attackiert

In Wuppertal hat offenbar ein Mann eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde mit einem Messer schwer verletzt. Laut "Bild"-Bericht soll der 20-Jährige über den Empfangstresen gesprungen sein und soll dann sofort auf die 25-Jährige eingestochen haben. Als die Polizei am Morgen nach einem Notruf im sogenannten Haus der Integration eintraf, sei der Tatverdächtige noch vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher. Die Lage sei schnell unter Kontrolle gewesen, der Verdächtige sei festgenommen worden. Die Frau werde im Krankenhaus behandelt. Sie sei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Haus der Integration in Wuppertal.

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Haus der Integration in Wuppertal.

(Foto: picture alliance/dpa)


12:20 Uhr

Zwei Tote auf Rügen: Auto und Motorrad kollidieren

Schlimmer Unfall auf der Ostseeinsel Rügen: Laut Polizei ist am Vorabend eine 66-Jährige mit ihrem Wagen von einer Landstraße nach links in Richtung einer Kleingartenanlage eingebogen. Offenbar beachtete sie den auf der Gegenseite fahrenden 45-jährigen Motorradfahrer nicht. Dieser konnte einen Zusammenprall nicht mehr verhindern und kollidierte mit der Beifahrerseite des Autos. Der Motorradfahrer und ein 70-jähriger Beifahrer im Auto starben noch am Unfallort. Die 66-Jährige wurde per Rettungshubschrauber mit schweren Verletzungen in ein nahes Klinikum geflogen.

12:03 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:44 Uhr

Neue Vorwürfe gegen Schlesinger: Luxuriöser Trip nach London?

Die Justiz ermittelt bereits gegen die mittlerweile zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Neben Vorwürfen über einen luxuriösen Dienstwagen mit Massagesitzen, für den es einen sehr hohen Rabatt gegeben haben soll, oder einem teuren Essen in ihrer Privatwohnung, das sie dem Sender in Rechnung stellte, kehrt keine Ruhe um Schlesinger ein. Laut "Spiegel"-Informationen wird nun ein dreitägiger London-Trip hinterfragt, den Schlesinger vom 17. bis 19. September 2021 mit ihrem Ehemann Gerhard Spörl unternahm. Dabei stand offenbar ein Besuch beim "Sheriff's Ball" an - einem glamourösen Charity-Event mit Drei-Gänge-Menü, Tanz und Live-Band. Ein Einzelticket kostete demnach 225 Pfund (rund 260 Euro) pro Person, ein ganzer Tisch 2250 Pfund (rund 2610 Euro). Dem "Spiegel" zufolge steht im Sender nun zur Debatte, welchen dienstlichen Zweck diese London-Reise hatte. Diese sei mutmaßlich vom RBB organisiert worden. Der RBB wollte sich demnach nicht dazu äußern.

11:07 Uhr

34 Grad Körpertemperatur: Schiffbrüchiger Segler hält sich stundenlang an Reuse fest

Unterkühlt, aber gerettet: Ein 70-jähriger Segler ist in der Ostsee verunglückt und hat sich mehrere Stunden an einer Schwimmreuse festklammert. Reusen sind kegelförmige Vorrichtungen aus Draht, Netz oder Korb mit denen zum Beispiel Fische gefangen werden. Laut Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde er von einer Besatzung einer Jacht im Stettiner Haff entdeckt. Noch bevor die Seenotretter vor Ort eintrafen, drehte eine zweite Segeljacht bei, um den Schiffbrüchigen zu befreien. Die Bootsbesatzung konnte den Mann erreichen und ihn an Bord nehmen. Anschließend versorgten die Segler ihn mit Decken. Bei dem Manöver verfing sich jedoch der Propeller der Jacht selbst in der Reuse. Die Seenotretter übernahmen die Erstversorgung des Schiffbrüchigen und stellten dabei eine Körpertemperatur von nur noch 34 Grad Celsius fest. Der unterkühlte Mann konnte sein Unglück selbst erzählen: Er sei demnach über Bord seines etwa sieben Meter langen Motorseglers gestürzt. Auf die Reuse habe er sich retten können und dort etwa drei Stunden ausgeharrt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die DGzRS fuhren zurück und befreiten auch die gefangene Segeljacht aus der Reuse.

10:44 Uhr

Verteidigung des Amokfahres von Trier: Besondere Schwere der Schuld nicht erfüllt

Bernd W. ist wegen fünffachen Mordes, versuchten Mordes in 18 Fällen sowie gefährlicher und schwerer Körperverletzung in 14 Fällen angeklagt. Ihm wird eine Amokfahrt durch die Innenstadt von Trier vorgeworfen.

Im Prozess hat die Verteidigung des Angeklagten die Unterbringung ihres Mandanten in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert. "Die Voraussetzungen für die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sind erfüllt - diese wird hiermit beantragt", sagte Verteidigerin Martha Schwiering vor dem Landgericht Trier. Die Voraussetzungen für die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld seien nicht erfüllt. Einem Wahnkranken, wie es der Angeklagte sei, stünden keine Handlungsalternativen zur Verfügung. Aus diesem Grund sei bei ihm von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit auszugehen, sagte die Verteidigerin. Trotz der vielen Opfer komme eine Verschiebung des Strafrahmens in Betracht, sagte Schwiering. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und die Unterbringung in der Psychiatrie beantragt.

  • Am 1. Dezember 2020 soll der Angeklagte mit seinem Auto durch die Fußgängerzone gerast sein.
  • Dabei wurden fünf Menschen direkt getötet, ein 77-Jähriger starb elf Monate später.
  • Auf seinem Weg durch mehrere Straßen erfasste der Täter Passanten offenbar wahllos, aber gezielt, mit hoher Geschwindigkeit.
10:16 Uhr

82-jähriger Fahrer prallt in Bayern in Hauswand und stirbt

Ein 82 Jahre alter Mann ist mit einem Auto frontal in eine Hauswand in Mittelneufnach im Landkreis Augsburg gefahren und dabei tödlich verletzt worden. Seine schwer verletzte 78-jährige Beifahrerin wurde laut Polizei per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Das Auto kam am Vortag in einer Kurve von der Straße ab. Es durchbrach eine Leitplanke am Ortseingang und prallte in das Haus. Der Mann starb direkt an der Unfallstelle. Die Unfallursache ist noch unklar. Trotz der Beschädigungen an der Hauswand und einem Fenster ist das Haus weiterhin bewohnbar.

Gegen Hauswand geprallt: Der Fahrer starb vor Ort, die Beifahrerin wurde schwer verletzt.

Gegen Hauswand geprallt: Der Fahrer starb vor Ort, die Beifahrerin wurde schwer verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa/Bruder Media)

09:37 Uhr

16-Jähriger von Polizisten erschossen: Reul verspricht "100-prozentige Aufklärung"

Der Polizeieinsatz in Dortmund, bei dem ein psychisch auffälliger Junge mit fünf Schüssen aus der Maschinenpistole eines Beamten tödlich getroffen wurde, wirft viele Fragen auf. Ein Bochumer Kriminologe kritisierte den Einsatz und hat von einem martialischen Auftreten der elf Polizisten gesprochen.

Jetzt meldet sich der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul zu Wort und hat volle Aufklärung versprochen. "Das wird 100-prozentig aufgeklärt", sagte Reul heute im Radiosender WDR 5. "Aber es muss fair zugehen." Die Polizisten hätten sich in einer "ungeheuer schwierigen Lage" befunden. Betreuer des Jugendlichen hatten die Polizei gerufen, weil der junge Mann sich habe umbringen wollen, schilderte Reul. Die Polizei habe dann in einem Stufenverfahren versucht zu deeskalieren.

"Erst sind Polizisten in Zivil hingegangen und haben versucht, ihn runter zu reden. Als das nicht wirkte, hat man versucht, mit Reizgas ihn abzulenken." Als auch das nicht funktionierte, hätten die Beamten zweimal den Taser eingesetzt - das Elektroschockgerät habe einmal getroffen, jedoch ebenfalls ohne Wirkung. "Und derjenige ist immer aufgeregter, ich sag mal angespannter, aggressiver auf die Polizisten zu gerannt. Und in dieser Situation ging es um die Frage: Sticht der zu - oder schießt die Polizei?"

09:12 Uhr

Mumford & Sons-Frontmann behandelt auf Soloplatte Missbrauchserfahrungen

Der britische Frontman der Indie-Folk-Band Mumford & Sons hat vor etwa einem Monat sein Soloalbum angekündigt. Der erste Song "Cannibal" (Kannibale) beinhaltet traumatische Erfahrungen, die Marcus Mumford ("Little Lion Man") früh gemacht hat. Nach seinen eigenen Worten verarbeitet er darin Missbrauchserfahrungen aus der Kindheit. "Wie viele andere Menschen - und ich lerne immer mehr darüber, je weiter wir gehen und je mehr ich es den Leuten vorspiele - wurde ich als Kind sexuell missbraucht", sagte der Musiker in einem neuen "GQ"-Interview. Er sei damals erst sechs Jahre alt gewesen. "Es war nicht in der Familie und nicht in der Kirche, was manche Leute vielleicht annehmen würden. Aber ich hatte 30 Jahre lang niemandem davon erzählt." Auch seine Mutter habe erst durch den Song von dem Missbrauch erfahren, berichtete Mumford weiter.

Das Musikvideo dazu drehte der Musiker mit Star-Regisseur Steven Spielberg in einer Sporthalle in New York. "Self-Titled" ist das erste Soloprojekt des 35-Jährigen, das am 16. September erscheinen wird. Er ist seit zehn Jahren mit der britischen Schauspielerin Carey Mulligan ("Promising Young Woman") verheiratet, mit der er zwei Kinder hat.

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08:36 Uhr

Scheunen-Brand in Bayern erfasst rasant halbes Dutzend Häuser

Der kleine bayerische Ort Markt Geroda steht unter Schock. Zunächst brennt nur eine Scheune, doch das Feuer greift in Windeseile auf angrenzende Häuser über. Die angerichteten Schäden sind enorm. Zum Glück: Nur ein Anwohner wird leicht verletzt, denn der Bürgermeister ist zufällig vor Ort und reagiert sofort. Er hilft, die Leute aus den Häusern zu bringen. 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

08:12 Uhr

Erster Rettungstaucher dringt in überfluteten Kohleschacht in Mexiko vor

Kleiner positiver Vorstoß: Erstmals ist ein Rettungstaucher in den überfluteten Schacht in einem Kohlebergwerk in Mexiko vorgedrungen, wo seit gut einer Woche zehn Bergleute eingeschlossen sind. Der mit einer Sauerstoffflasche ausgestattete Soldat wurde in einem Metallkorb in die Mine hinuntergelassen, kam aber schon nach kurzer Zeit wieder hinauf. Der Gouverneur des Bundesstaates Coahuila, Miguel Riquelme, erklärte auf Twitter, der Taucher sei in dem Schacht "auf Hindernisse gestoßen". Damit die Einsatzkräfte die Such- und Rettungsarbeiten fortsetzen könnten, müsse noch mehr Wasser aus dem Stollen gepumpt werden.

In dem Kohlebergwerk in Agujita hatte es am Mittwoch vergangener Woche einen Einsturz gegeben, dabei lief ein 60 Meter tiefer Stollen mit Wasser voll. An dem Rettungseinsatz sind Hunderte Soldaten und andere Rettungskräfte beteiligt.

Zehn Bergleute sind seit gut einer Woche in einem Schacht verschüttet. Coahuila ist die wichtigste Kohleregion Mexikos.

Zehn Bergleute sind seit gut einer Woche in einem Schacht verschüttet. Coahuila ist die wichtigste Kohleregion Mexikos.

(Foto: REUTERS)

07:37 Uhr

Hatte Kim Jong Un Corona? Schwester gibt deutlichen Hinweis

Es ist das erste Mal, dass Nordkorea eine mögliche Corona-Infektion seines Machthabers erwähnt: Aber laut seiner Schwester ist Kim Jong Un während des Corona-Ausbruchs in dem Land erkrankt. Kim habe "während der Tage dieses Quarantäne-Kriegs unter hohem Fieber gelitten", sagte Kim Yo Jong nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. "Aber er konnte sich nicht für einen Augenblick hinlegen und er dachte an die Menschen, für die er verantwortlich ist." Kim Jong Un hatte zuvor einen "leuchtenden Sieg" im Kampf gegen die Corona-Pandemie verkündet.

Die gemeldeten Zahlen aus dem international weitgehend isolierten Nordkorea geben Rätsel auf. Im Mai hatte das Land einen Omikron-Ausbruch in der Hauptstadt Pjöngjang bestätigt. Nach Angaben von KCNA wurden insgesamt 4,8 Millionen Infektionen und lediglich 74 Todesfälle gemeldet, was einer äußerst geringen Sterblichkeit entsprechen würde. Jetzt soll es seit dem 29. Juli keinen neuen Fall gegeben haben.

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07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen wunderschönen guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

im von Separatisten geführten Donezk ist in der Nacht giftiges Ammoniak aus einer brennenden Brauerei ausgeströmt. Der Brand sei durch den Beschuss ukrainischer Artillerie ausgelöst worden. Das Gas soll sich im Umkreis von zwei Kilometern verteilt haben - die Bevölkerung soll ihre Häuser nicht verlassen, heißt es. Mehr über die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine erfahren Sie hier.

Der russische Angriffskrieg, die Energiekrise, die Inflation, die künftige Corona-Politik und der Klimawandel sind eigentlich genug Themen, um die Sommer-Pressekonferenz von Olaf Scholz umfangreich auszufüllen. Allerdings wird sein heutiger Auftritt um 11 Uhr sicherlich auch die Gelegenheit sein, um über den großen Bargeldfund im Schließfach des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs zu sprechen. Und damit kommen auch die Cum-Ex-Geschäfte um die Hamburger Warburg Bank wieder auf den Plan, die Scholz bereits als früherer Erster Bürgermeister Hamburgs verfolgten. Die Opposition fordert von Scholz eine umfangreiche Aufklärung. Schon im Frühjahr überprüfte die Staatsanwaltschaft die E-Mails von Scholz.

Das steht heute an:

  • Die EU-Staaten dürfen ab sofort keine Kohle mehr aus Russland importieren. Um Mitternacht endete die Übergangsperiode für das Kohleembargo gegen Russland, das die EU-Staaten als Teil des fünften Sanktionspakets im April beschlossen hatten.
  • Der UN-Sicherheitsrat will in einer Krisensitzung über die Lage im AKW Saporischschja beraten. Die Sitzung auf Antrag Russlands wird um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) in New York stattfinden.
  • Verteidigungsminister von Dänemark, Großbritannien und der Ukraine richten eine Geberkonferenz (8 Uhr) für die Ukraine in Kopenhagen aus.
  • Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf muss sich ab heute (9.30 Uhr) ein Reserveoffizier der Bundeswehr verantworten, der über Jahre Informationen an Russland weitergegeben haben soll. Dabei soll es auch um die Gaspipeline Nord Stream 2 gegangen sein.
  • Im Prozess um die Amokfahrt von Trier vom Dezember 2020 wird vor dem Landgericht der rheinland-pfälzischen Stadt um 9 Uhr das Plädoyer der Verteidigung erwartet.
  • In München starten heute die Wettbewerbe der European Championships. In Anlehnung an die Olympischen Spiele werden parallel in neun Sportarten Europameisterschaften ausgetragen. Dazu zählen Leichtathletik, Beach-Volleyball oder Turnen.

Einen runden Geburtstag gibt es heute zudem zu feiern: Die deutsche Nationalhymne wird 100 Jahre alt. Ich will keine alten Wunden aufreißen (Sarah Connor), aber nicht immer wurde bei der Hymne Textsicherheit bewiesen. Ich hoffe, die hohen Temperaturen werden heute bei Ihnen nichts im Glanze brühen.

Bei Fragen zum Tag können Sie sich gern unter: dertag@ntv.de melden.

Ihre Yuki Schubert

06:43 Uhr

Die Fünf Gletscher in Deutschland sind stark geschrumpft

Der Anblick lässt nicht nur Alpinisten erschaudern: Innerhalb eines einzigen Jahres sind die fünf Gletscher in Deutschland stark zusammengeschrumpft. Einer ist nur noch ein kläglicher Rest. Doch die Hauptschuldigen sind nicht etwa die große Sommerhitze oder wenig Schnee im Winter - es ist der Saharastaub aus dem Frühjahr. Die Schmelze auf der Zugspitze etwa sei rund sechs Wochen weiter fortgeschritten als um diese Jahreszeit üblich, berichteten Glaziologen. Alpenweit zeichne sich ein ähnliches, teils sogar dramatischeres Bild ab. "2022 wird als ein Rekordjahr eingehen, das ist sicher", betonte Olaf Eisen vom Alfred-Wegener-Institut, dem Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung.

Fünf Gletscher gibt es noch in Deutschland, sie liegen allesamt in Bayern. Der letzte von ihnen wird den Prognosen zufolge in etwa zehn Jahren verschwunden sein.

Das Eis des Blaueisgletschers, des Schneeferners auf der Zugspitze sowie des Höllentalferners ist innerhalb nur eines Jahres deutlich zurückgegangen.

Das Eis des Blaueisgletschers, des Schneeferners auf der Zugspitze sowie des Höllentalferners ist innerhalb nur eines Jahres deutlich zurückgegangen.

(Foto: picture alliance/dpa)

06:07 Uhr

Riesige Explosion in den USA: Mindestens 3 Tote - 39 Häuser beschädigt

Bei einer Explosion in Evansville im US-Bundesstaat Indiana sind einem Medienbericht zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Feuerwehr, mindestens 39 Häuser seien beschädigt worden. Es könne noch weitere Opfer geben. Manche der beschädigten Häuser könnten aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden, das erschwert die Suche nach weiteren potenziellen Opfern. Der Bürgermeister sagte gegenüber CNN, dass die Lage vor Ort "verheerend" sei und es wohl eine Weile dauern würde, um die Ursache für die Explosion herauszufinden. Evansville ist etwa drei Stunden von Indianapolis entfernt.

05:51 Uhr

Die Schlagzeilen aus der Nacht

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