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EU weicht Grenzwerte auf Corona-Reisebeschränkungen weiter gelockert

Die EU hat sich auf eine Lockerung der Grenzwerte für die Reisebeschränkungen verständigt. Zudem hebt die Bundesregierung generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab dem 1. Juli auf. Dadurch sind weniger Menschen von strengen Test- und Quarantäneauflagen betroffen.

Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein an diesem Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.

Nach mehr als einem Jahr hebt zudem die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. Dies gilt weltweit in den Gebieten, wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 liegt. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas.

Nach der EU-Einigung werden Gebiete zum Beispiel nur noch dann als "rotes" Corona-Risikogebiet ausgewiesen, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet haben - oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent. Früher hatten die unteren Grenzwerte noch bei 50 beziehungsweise 150 gelegen.

Entsprechend wurden auch die Grenzwerte für "orangene" Gebiete mit mäßiger Ansteckungsgefahr und "grüne" Gebiete mit geringer Ansteckungsgefahr angepasst. Für den Fall, dass besorgniserregende Virusvarianten auftauchen, können Reisebeschränkungen allerdings über eine "Notbremse" wieder eingeführt beziehungsweise verschärft werden.

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Zudem soll ab Juli der digitale Impfpass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können. Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auch auf die Smartphone-App "CovPass" ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat. Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben. Der "CovPass" soll zudem negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren und so das Reisen innerhalb der EU einfacher machen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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