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Kapsel- und Pad-Maschine-Test Hier gelingt der Kaffee

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Besonders wichtig beim Test: Die typische Crema auf dem Espresso.

(Foto: dpa)

Die einfache Kaffeemaschine, die mit Pulver und Filter agiert, ist den meisten Genießern längst nicht mehr genug. Und immer zum Barista an der Ecke zu rennen, um in die Gänge zu kommen, ist dann doch ein wenig teuer. Kapsel- und Pad-Maschine versprechen Abhilfe. Warentest weiß, welche Geräte was taugen.

Kapsel- und Pad-Maschinen versprechen einen guten und schnellen Kaffee daheim oder bei der Arbeit. Grund genug also für die Stiftung Warentest bei 13 Modellen zu überprüfen, was die so taugen. Das Ergebnis überrascht mal wieder, denn eine der günstigsten Maschinen für rund 54 Euro schlägt die teuerste (380 Euro). Insgesamt wurden elf Geräte für gut befunden.

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Die meisten getesteten Kaffeemaschinen arbeiten mit Kapseln. Zwei funktionieren mit Pads, eine kombiniert beide Funktionen. Der Unterschied: Während Kapsel-Geräte mit höherem Druck quasi Siebträger- oder Vollautomaten nachahmen, um Espresso mit der charakteristischen Crema herzustellen, wird bei Pad-Maschinen meist deutlich weniger Druck angewandt. Das Ergebnis geht daher in Richtung Filterkaffee. In Sachen Umweltfreundlichkeit sind Pads vorteilhafter als Kapseln, die aus Alu oder Plastik bestehen.

Die Vorteile von Kapselmaschinen ergeben sich vor allem für Personen, die eher wenig Kaffee trinken: Das Aroma wird länger bewahrt als bei gemahlenem Kaffee in großen Verpackungen, die Auswahl ist groß und die Anwendung denkbar einfach. Die Nachteile: Die Umweltbelastung durch die einzelnen Kapseln ist deutlich höher als bei anderen Zubereitungsmethoden – ebenso die Kosten, aufs Jahr hochgerechnet.

Geschmack wurde nicht bewertet

Besonders wichtig beim Test: Die typische Crema auf dem Espresso. Ansonsten legte Warentest besonders Wert auf die Beantwortung nachfolgender Fragen: Wie lange braucht die Maschine zum Aufheizen? Welche Temperatur hat der 1. bis 10. Espresso (Hintergrund: Oft schwankt die Temperatur, die ersten Bezüge werden recht kalt ausgegeben)? Wie gut ist die Crema? Wie einfach ist die Handhabung? (hier wurden Anzeige, Einstellung und Zubereitung sowie Reinigung und Entkalkung bewertet). Wie sicher ist die Maschine (hier wurden unter anderem Schadstoffe und Oberflächen-Temperatur geprüft)?

Nicht bewertet wurde aufgrund des riesigen Angebots an verschiedenen Kapseln und Pads der Geschmack. Alle getesteten Modelle brühten Espresso gut, bei drei bekam der Café Crema beziehungsweise Lungo sogar ein "sehr gut".

Am besten bewertet wurden nachfolgende Modelle: Cremesso Viva Elegante, "gut" (1,9), circa 115 Euro, Preis pro Kaffee: 25 Cent, K-fee One, "gut" (1,9), circa 54 Euro, Preis pro Kaffee: 29 Cent und De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85, "gut" (2,0), circa 80 Euro, Preis pro Kaffee rund 40 Cent.

Pad-Kaffeemaschinen sind Testverlierer

Die reinen Pad-Kaffeemaschinen schnitten im Test deutlich schlechter ab. So erhielt die Philips Senseo HD6554/68 ein "befriedigend" (3,3, 55 Euro, Preis pro Kaffee 20 Cent) und die Flytek Zip Lux sogar ein "mangelhaft" (5,5, 380 Euro, Preis pro Kaffee 37 Cent). Der teuersten Maschine im Test wurde zum Verhängnis, dass sie lange zum Aufheizen braucht, dann aber am Auslauf zu heiß wird. Wodurch Verbrennungsgefahr besteht. Zudem setzte die Maschine nach dem Entkalken kritische Mengen an Blei frei.

Quelle: ntv.de, awi