Ratgeber

Bohnen-Test Welcher Espresso-Kaffee ist der beste?

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Der Rohstoff ist immer derselbe - die Kaffeebohne.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Ob morgens, zu etwas Süßem, zwischendrin und erst recht nach einem guten Essen - der kleine Schwarze geht immer. Schließlich hellt so ein Schlückchen italienischer Lebensstil den grauen Alltag auf. Da sollte dann auch nur guter Kaffee in die Tasse. Ökotest kann fünf Espressobohnen empfehlen.

Satte 164 Liter Kaffee trinkt der Bundesbürger im Schnitt im Jahr. Die Zeiten, in denen solche Mengen nur in Form von lauwarmem und bitter-abgestandenem Filterkaffee konsumiert wurden, sind lange vorbei. Denn Kaffee ist längst nicht mehr nur Wachmacher, sondern Lifestyle und wird in diversen Variationen genossen. Etwa als Cappuccino, Latte Macchiato, Lungo oder Crema.

An Eleganz und Lässigkeit ist der kleine Schwarze - der Espresso - aber wohl nicht zu überbieten. Denn das herbe Konzentrat weist den echten Kenner aus und lässt Schlückchen für Schlückchen ein wenig wie einen Italiener fühlen - und wer möchte das nicht? Zumindest manchmal - in certi momenti ...

Dabei ist der Rohstoff immer derselbe: die Kaffeebohne. Ob die als Kaffee oder eben Espresso in die Tasse geht, unterscheidet lediglich die Röstdauer. Die ordinäre Kaffeebohne wird weniger lange geröstet als die Espressobohne.

Einer schmeckt bitter, brandig und streng

Mit dem Boom von Kaffeevollautomaten und Siebträgermaschinen werden auch immer mehr Heißgetränke auf Espressobohnenbasis zu Hause gebrüht. Öko-Test hat das einmal zum Anlass genommen und geschaut, was so in die Maschine kommt. Dazu wurden 22 Espressoröstungen aus ganzen Bohnen unter die Lupe genommen.

Ergebnis: Nur fünf sind "sehr gut" oder "gut" . Und die sind allesamt bio. Immerhin schmecken fast alle, bis auf der einer großen Kaffeehauskette: der "Starbucks Espresso Dark Roast". Er schmeckte deutlich bitter, brandig und streng. Auch seine Crema war den Prüfern zu dünn. Testergebnis Sensorik: "mangelhaft".

Doch abgesehen vom Geschmack, alle Kaffeebohnen im Test enthalten mindestens Spuren an krebsverdächtigem und erbgutschädigendem Acrylamid. Der Stoff entsteht bei der starken Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel und findet sich besonders in Backwaren, Kaffee und Kartoffelprodukten. Im Test wurde er in den meisten Produkten aber nur in sehr geringen Mengen nachgewiesen. In acht Espressi waren die Gehalte allerdings so hoch, dass sie mehr als die Hälfte des EU-Richtwerts für Acrylamid ausschöpfen. Dies führte zu einer Abwertung.

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Bio und Fairtrade am besten

Was die Transparenz und die Produktionsbedingungen in den Anbauländern betrifft, überzeugen nur zwei Bio-Kaffees im Test umfassend. Beide Anbieter haben die gesamte Lieferkette bis zu den Kaffeebauern hin offengelegt. Auch belegen sie durch unabhängige Zertifikate, dass für den gesamten Kaffee der Fair­trade-Mindestpreis gezahlt wurde, eine Vorfinanzierung möglich war, die sozialen Mindeststandards eingehalten wurden und hochgiftige Pestizide auf den Farmen verboten waren.

Fazit: Wer seinen Espresso guten Gewissens genießen will, fährt mit der Kombination aus Bio und Fairtrade am besten. Zum Beispiel beim Testsieger, dem "Gepa Bio Espresso Ankole, ganze Bohne, Fair, Naturland" für 21,99 Euro das Kilo ("sehr gut"). Immerhin "gut" bewertet wurden der "Café Intención Ecológico Espresso, Fairtrade" (16,99 Euro), der "Dennree Kräftig-aromatischer Espresso ganze Bohne" (9,99 Euro), der "Mount Hagen Espresso ganze Bohne, Fairtrade, Naturland" (21,16 Euro) un der "Rapunzel Gusto Espresso ganze Bohne, Hand in Hand" (17,96 Euro).

Insgesamt vier mal gab es "mangelhaft" in der Gesamtbewertung, allesamt Produkte von bekannten Herstellern: "Käfer Caffè Espresso Forte", "Lavazza Espresso Cremoso", "Mövenpick Espresso" und "Segafredo Zanetti Intermezzo". Allen wurde ein erhöhtes Acrylamid-Vorkommen und eine ungenügende Bewertung bei Kaffeeproduktion und Transparenz attestiert.

Quelle: ntv.de, awi

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