Ratgeber

Geräte gegen Corona-Infektion Nur ein Luftreiniger filtert alles weg

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Sars-CoV-2 verbreitet sich vor allem über Aerosole.

(Foto: imago images/Science Photo Library)

Aerosole sind als ein Hauptübertragungsweg der Coronaviren ausgemacht. Doof nur, dass die aus aller Munde kommen und so potenziell die Raumluft kontaminieren. Hier kann ein Luftreiniger helfen, die Bedrohungslage zu reduzieren. Warentest hat sieben getestet.

Dass frische Luft der Gesundheit zuträglich ist, ist ein alter Hut. Schließlich sinkt in geschlossenen Räumen durch das konsequente Ausatmen der sich darin aufhaltenden Lebewesen der Sauerstoffgehalt. Stattdessen erhöht sich analog dazu der Kohlendioxid-Wert. Und dadurch allein geht die Konzentration flöten. Jeder rammdösige Büroarbeiter in behaglich zugemuffelten Arbeitsräumen kann davon ein Lied singen. Was er aber tunlichst unterlassen sollte. Denn neben Husten und Brüllen erhöht Singen wohl drastisch den Ausstoß von Aerosolen. Hoffen wir mal, dass in Ihrem Büro Ruhe herrscht.

Wie auch immer: Sars-CoV-2 verbreitet sich vor allem über Aerosole. Das sind Gemische aus Luft mit darin verteilten festen oder flüssigen Partikeln, die in der Luft schweben. Ist eine Person mit dem Coronavirus infiziert, kann sie in kurzer Zeit große Mengen virentragender Aerosole ausatmen. Angesichts einer unvermindert ernsten Pandemielage und bevorstehenden Familienfeiern zu Weihnachten steigt die Nachfrage nach Luftreinigern. Sie versprechen, Viren, Bakterien, Pollen und Schadstoffe aus der Luft zu filtern.

Die Stiftung Warentest hat sieben Geräte zu Preisen von 171 bis 455 Euro geprüft. Um die Filter­wirkung für Aerosole zu messen, leiteten die Tester Paraffin­öltröpf­chen mit einem Durch­messer von 0,12 Millionstel bis 1 Millionstel Meter in die Prüfkammer. Sie waren ähnlich groß wie Aerosol­partikel, die das Virus Sars-CoV-2 tragen können.

Alte Luftfilter verlieren an Wirksamkeit

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Ergebnis? Mit neuen Luftfiltern machen alle Geräte ihre Sache gut. Die Konzentration an Paraffinölteilchen in der Luft sinkt nach 20 Minuten um 90 bis 96 Prozent. Im Betrieb lässt die Wirksamkeit der Filter allerdings nach rund vier bis fünf Monaten nach. Mit einem Gerät sank die Konzentration viren­großer Partikel nur noch um 57 Prozent, die Luft­wechselrate betrug weniger als zweimal pro Stunde. Nur vier Geräte senkten mit gealtertem Filter die Konzentration virengroßer Partikel noch gut.

Neben Viren wurde auch die Filterleistung bei Pollen und Luftschadstoffen wie Formaldehyd geprüft. Während alle Geräte Pollen gut aus der Luft sammeln, stehen vier Formaldehyd fast wirkungslos gegenüber. In allen drei Belangen überzeugte der "Xiaomi Mi Air Purifier Pro" ("gut", 2,3, 186,00 Euro). Er ist auch der günstigste Luftreiniger im Test, kann aber die höchsten Nebenkosten für neue Filter (40 Euro) und Strom erzeugen.

Wirksam gegen Aerosole und Pollen sind zudem der "Levoit Core 400S" ("befriedigend", 3,5, 260 Euro), der "Philips AC2887/10" ("befriedigend", 3,5, 270 Euro) und der "Philips AC2939/10" ("befriedigend", 3,2, 380 Euro). Formaldehyd filtert der "Ideal AP30 Pro" ("befriedigend", 2,5, 455 Euro) sehr gut.

Quelle: ntv.de, awi

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