Ratgeber

Guter Einbruchschutz So einfach tauscht man sein Schloss aus

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Einsteckschlösser werden in fünf Klassen eingeteilt. Faustregel: Je höher, desto besser der Einbruchschutz. Empfehlenswert für Eingangstüren sind Schlösser mindestens der Klasse vier.

(Foto: imago images/Noah Wedel)

Um das Haustürschloss auszutauschen, braucht es keinen teuren Schlüsseldienst. Mit einem Schraubenzieher und etwas Geschick, geht das ganz einfach in Eigenregie.

Das Schloss der Wohnungstür klemmt - oder schlimmer noch: Es wurde bei einem Einbruch aufgebrochen. So oder so muss es dann ausgetauscht werden. Nicht immer ist dafür der teure Schlüsseldienst nötig. Mit ein wenig Geschick kann das jeder selbst machen.

Dabei muss zuerst die Größe des Schließzylinders ausgemessen werden. Dafür öffnet man die Tür und misst die Abstände zwischen der Mitte des Schlosses und den Außenkanten der Türbeschläge, wie die Zeitschrift "Selbst ist der Mann" auf ihrem Onlineportal erklärt.

Da Türblätter nur selten symmetrisch sind, wird häufig ein Zylinderschloss mit verschieden langen Seiten benötigt. Eine gängige Größe ist beispielsweise ein 40/30-Doppelzylinder.

Den Schließzylinder inklusive Schlüssel gibt es im Baumarkt zu kaufen. Tipp der Experten: Das Werkzeug sollte die Angriffswiderstandsklasse eins oder besser zwei erfüllen (DIN 18252/DIN EN 15684), zertifiziert sein (VDS, ECBS oder PIV CERT) und mindestens über einen Bohrschutz verfügen.

Mit nur einer Schraube das Schloss gelöst

Für den Einbau des neuen Schlosses benötigt man lediglich einen Schraubenzieher als Werkzeug. Mit diesem entfernt man die Stellschraube in der Türfalz und zieht anschließend den alten Schließzylinder aus dem Schloss. Falls es klemmen sollte: Den Schlüssel einstecken und leicht drehen. Dann löst sich der Zylinder. Anschließend das neue Schloss einschieben. Bevor man es nun wieder mit der Stellschraube fixiert, sollte mit dem Schlüssel getestet werden, ob es sich auf- und zusperren lässt.

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Übrigens: Einsteckschlösser werden in fünf Klassen eingeteilt. Faustregel: Je höher, desto besser der Einbruchschutz. Empfehlenswert für Eingangstüren sind Schlösser mindestens der Klasse vier.

Die Stiftung Warentest hatte jüngst smarte Türschlösser getestet. Was die so taugen, lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, awi/dpa