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Smarte Türschlösser im Warentest Das günstigste Schloss ist das beste

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Bei smarten Schlössern lässt sich die Tür meist auch weiterhin mit einem Schlüssel öffnen.

(Foto: imago images/Noah Wedel)

Die Haustür ohne Schlüssel zu öffnen, ist schon lange möglich - und praktisch. Etwa über Smartphone oder Fingerabdruck winken zusätzliche Komfortfunktionen. Doch wie sicher ist das? Warentest hat sieben smarte Schlösser geprüft.

"Sesam, öffne dich" sagen und auf ist die Tür? Ja, das funktioniert auch im wirklichen Leben. Dank smarter Türschlösser lässt sich die Haus- oder Wohnungstür nicht nur im Märchen per App, Smartphone, Fingerabdruck oder Sprachassistent öffnen. Zusätzlich kommen Nutzer solcher Technologien in den Genuss zusätzlicher Komfortfunktionen. So können Zutrittsrechte und -zeiten für bestimmte Personen definiert werden, etwa für Putzhilfe, Pflegedienst oder Handwerker. Auch eine Vermietung an Feriengäste während des eigenen Urlaubs ist denkbar - ohne Schlüsselübergabe.

Klingt praktisch und ist Grund genug für die Stiftung Warentest, bei sieben smarten Türschlössern zu Preisen zwischen 78 und 379 Euro zu schauen, wie gut die Technik funk­tioniert und vor allem, wie sicher sie ist. Dabei lassen sich drei Geräte sowohl übers Internet als auch ohne benutzen - hier wurden zwei Qualitätsurteile vergeben.

Mit oder ohne eigenen Schließzylinder?

Ergebnis? Zwei von sieben Tür­schlössern leisten sich eine Schwäche, die Hacker ausnutzen könnten. Bei ihnen ist das zu wählende Passwort nur unter den empfohlenen acht Zeichen lang (Danalock und Nuki, beide mit Internetzugang). Das Schloss von Danalog ließ sich zudem ganz einfach konventionell durch Aufbohren innerhalb von fünf Minuten knacken ("mangelhaft").

Das günstigste smarte Türschloss ist auch der Testsieger. Das Eqiva von eQ-3 ("gut", 2,1) ist für 78 Euro zu haben und lässt sich per App bedienen oder aber auch mit dem Fingerabdrucksensor Ekey Uno (2,4) für zusammen 375 Euro kombinieren. Beide funktionieren mit Türschlossantrieben ohne Schließzylinder.

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Auch gut und noch flexibler in der Anwendung ist das Nuki Smartlock 2.0 für 229 Euro ("gut", 2,2). Es funktioniert ebenfalls ohne eigenen Schließzylinder und lässt sich per App, smarten Assistenten, Funkfernbedienung und Tastatur bedienen. Gleiches gilt für das Yale Entr (310 Euro, "gut" 2,2), welches aber mit eigenem Zylinder daherkommt, deshalb ist der Austausch bei der Montage etwas aufwendiger.

Ansonsten ist die Montage der smarten Schlösser einfach. Denn bei den meisten Geräten wird das Schloss einfach an der Türinnenseite auf ein bestehendes Schloss montiert, der Motor dreht den Schlüssel. Die Tür sieht von außen wie vorher aus und lässt sich auch weiter mit Schlüssel öffnen.

Quelle: ntv.de, awi