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Groß wird die WM in Katar ohnehin schon. Noch größer soll sie nun aber wohl nicht werden.
Groß wird die WM in Katar ohnehin schon. Noch größer soll sie nun aber wohl nicht werden.(Foto: imago/ITAR-TASS)
Sonntag, 10. Juni 2018

Trump gefährdet US-Bewerbung: Fifa kippt Pläne für "Mega-WM" in Katar

Die Fußball-WM wird größer - jedoch erst 2026 und nicht schon in vier Jahren in Katar. Das Fifa-Council hat die Pläne vorerst gekippt. Um die Ausrichtung der ersten "Mega-WM" steht unterdessen eine Kampfabstimmung an, bei der Donald Trump zum Risiko wird.

Bei der Fußball-WM 2022 in Katar wird es vorerst keine Aufstockung auf 48 Teilnehmer geben. Über den Antrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie werde am Mittwoch beim Fifa-Kongress nicht abgestimmt, sagte Gianni Infantino, Präsident des Weltverbands Fifa. Stand jetzt treten deshalb auch in vier Jahren 32 Mannschaften an.

Infantino galt mindestens als Unterstützer, wenn nicht sogar als Initiator des vom südamerikanischen Kontinentalverband Conmebol eingereichten Antrags. Mehr Teilnehmer bereits in Katar würden für die Fifa höhere Einnahmen bedeuten. Allerdings ist sehr fraglich, ob das Emirat die logistische Herausforderung mit 48 Mannschaften überhaupt stemmen könnte. Eine gemeinsame Ausrichtung mit Nachbarländern erscheint derzeit wegen der politischen Krise am Persischen Golf unwahrscheinlich.

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Die Aufstockung für das Turnier 2026 ist allerdings beschlossene Sache. Um die Ausrichtung der ersten "Mega-WM" konkurrieren Marokko sowie eine gemeinsamen Kampagne der USA, Kanadas und Mexikos. Im Fall von Marokko hatte es bis zuletzt Spekulationen gegeben, die Kandidatur werde wegen technischer Mängel abgewiesen.

Donald Trump gefährdet Bewerbung

Nun haben beide Bewerbungen die letzte Hürde auf dem Weg zur Vergabe der WM 2026 genommen. Das Council des Fußball-Weltverbandes Fifa mit DFB-Präsident Reinhard Grindel ließ beide Kandidaten zur Wahl durch den Fifa-Kongress am Mittwoch zu – dort kommt es nun zur Kampfabstimmung. Die Delegierten dürfen allerdings auch für eine Neuausschreibung der Endrunde stimmen.

Zuvor hatte bereits die von der FIFA entsandte Expertenkommission beiden Bewerbungen grünes Licht gegeben, die nordamerikanische Kampagne bekam aber mit 4,0 von 5 möglichen Punkten die deutlich bessere Bewertung (Marokko: 2,7). Aufgrund der weltpolitisch angespannten Situation und den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird dennoch ein offenes Rennen erwartet.

Stimmberechtigt sind derzeit 207 Fifa-Nationen. Zum Wahlsieg reicht die einfache Mehrheit, also über 50 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen. Der Deutsche Fußball-Bund wird erst unmittelbar vor dem Kongress bekannt geben, wer die Stimme des Weltmeisters bekommt.

Sollte es im ersten Wahlgang keine Mehrheit geben, die Option "Keiner von beiden" aber gleich viele Stimmen oder mehr als die zwei Kandidaten zusammen vorweisen, gelten beide Bewerbungen als abgelehnt. Sollten die beiden Kandidaten im ersten Wahlgang zusammen mehr Stimmen erzielen als die Neuvergabe, fällt diese Option im zweiten Wahlgang weg. Das Wahlverhalten wird im Anschluss öffentlich gemacht.

Quelle: n-tv.de