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Vip, Vip Hurra! Depp vs. Heard: Welche Rolle spielt Elon Musk?

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Drei sind einer zu viel: Johnny Depp (l.), Elon Musk und Amber Heard.

(Foto: picture-alliance / Collage: ntv.de)

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Elon Musk ist der reichste Mann der Welt und vor allem auf Twitter derzeit im Gespräch. In der Schlammschlacht zwischen Johnny Depp und Amber Heard gelangen nun pikante Details ans Licht. Diente er Heard nur als Lückenfüller?

Was waren das für Zeiten, als man damals, vor gefühlt 500 Jahren, am Ende jeder Folge seiner Lieblingsserie eine Woche warten musste. Eine sich unendlich anfühlende Woche, in der man nicht wusste, ob sich das Liebespaar jetzt wirklich küsst oder der Mörder doch nicht der Gärtner ist. Heute können wir quasi jedes Geschehen dieser Welt im Minutentakt, oft live, am TV oder im Internet mitverfolgen. Längst sind es nicht nur Serien. Im Grunde gibt es nicht viel, was medial nicht irgendwie aufbereitet wird.

Aktuell, so scheint es zumindest, verfolgt die halbe Welt die Schlammschlacht, die sich der US-Schauspieler Johnny Depp und seine Ex-Frau Amber Heard vor Gericht liefern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man die ersten Leute mit Team-T-Shirts durch die Firmenkantine scharwenzeln sieht. Aber was wir bei all der Spannung und den nahezu unfassbaren Details, die täglich offenbart werden, nicht vergessen sollten: Am Ende dieses Prozesses wird es nur Verlierer geben. Auch wenn einer von beiden das Verleumdungsverfahren gewinnen wird.

Persönlichkeitsstörung bei Heard diagnostiziert

Während ganz Twitter noch eskaliert, weil Elon Musk künftig der neue Hausherr des Kurznachrichtendienstes ist, wurden in dieser Woche Einzelheiten über die Beziehung zwischen dem reichsten Mann der Welt und Depps Ex-Frau bekannt. Als die heute 35-Jährige mit Musk zusammen gewesen sein soll, habe sie versucht, den Hollywoodstar zurückzugewinnen. Von Liebe zwischen ihr und dem Mega-Unternehmer kann wohl keine Rede gewesen sein, auch wenn sie in der Öffentlichkeit alles versucht habe, dass es so aussieht. Musk, so ein Zeuge von Gericht, sei lediglich ein Lückenfüller gewesen.

Man muss in diesem Zusammenhang erwähnen, dass bei Heard eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde. Viele Menschen bringen nun Verständnis für ihre verbalen Attacken auf, für den Kothaufen in Depps Bett, den ganzen Psychoterror - frei nach dem Motto: na ja, die Frau ist ja Borderlinerin, sie trifft keinerlei Schuld. Falsch. Eine psychische Erkrankung ist kein Freifahrtschein für häusliche Gewalt, Wutausbrüche, Manipulationen und Lügen.

Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass Heard wegen eines körperlichen Übergriffs auf ihre damalige Freundin im Jahre 2009 aktenkundig wurde. Das Übel ist, dass es Frauen gibt, die im Fahrwasser von MeToo die Unwahrheit sagen. Nachdem Depp in den vergangenen Tagen mehrfach angehört worden ist, wird jetzt die Schauspielerin die Gelegenheit haben, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Und so zynisch es auch klingen mag, man kann gewiss sein: Die ersten Drehbuchschreiber sitzen garantiert bereits in den Startlöchern für einen Serien-Pitch.

Nicole macht Krebserkrankung öffentlich

Wie wertvoll das Leben ist - vor allem in Anbetracht dessen, dass wir im Universum nicht mehr als ein Taubenschlag sind - kann man in dieser Woche bei Nicole sehen. Wir füllen unser Dasein so oft mit Nichtig- und Belanglosigkeiten, als seien wir unsterblich und würden ewig auf diesem Planeten weilen. Sich auf das Wesentliche konzentrieren, die Gesundheit wertschätzen - all das halten wir viel zu oft nicht für einen Segen, sondern für selbstverständlich.

Nur durch Zufall wurde bei der Schlagersängerin Brustkrebs diagnostiziert. Und immer, wenn man solche Meldungen in der Presse vernimmt, hält man einen Augenblick inne. Schnell aber holt uns der Alltag wieder ein. Und natürlich muss niemand den ganzen Tag zu Kreuze kriechen und sich pausenlos dafür bedanken, gesund zu sein, aber so ein bisschen Demut kann niemandem schaden.

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Die Frau, die vor nunmehr genau 40 Jahren mit dem von Ralph Siegel komponierten Song "Ein bisschen Frieden" als erste Deutsche mit gerade einmal 17 Jahren den Eurovision Song Contest gewonnen hat, zeigte sich in dieser Woche nach ihrem langen Kampf gegen den Krebs mit kurzen Haaren. Dazu schreibt sie unter anderem auf ihrem Instagram-Account: "Nach 16 Monaten, geprägt von Ängsten und Zweifeln, aber auch Hoffnung und Zuversicht stehe ich nun endlich am Gipfelkreuz. Eine lange Durststrecke liegt hinter mir und ich denke voller Dankbarkeit an all meine Lieben, die mich am Wegesrand immer wieder wie einen Marathonläufer angefeuert haben weiterzulaufen. (…) Ich werfe nun den Ballast ab, schaue mich nicht mehr um, sondern genieße den Ausblick ins Weite vor mir. Die Sonne umarmt mich wieder, ihre Wärme trocknet nun alle Tränen, auch die ungeweinten."

Nicole hat den Kampf gegen den Krebs gewonnen. Und mehr denn je wünscht man sich dieser Tage fast kindlich, man müsste nur laut genug ihren Song "Ein bisschen Frieden" singen und alle Kriege dieser Welt wären vorbei. Bis nächste Woche!

Quelle: ntv.de

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