Ratgeber

Sichere Immobilienfinanzierung Die besten Zinsen für Forward-Darlehen

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Wer auf Nummer sicher gehen und sich Grübeleien über die Anschlussfinanzierung sparen will, tut gut daran, ein Forward-Darlehen abzuschließen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Zinsmarkt ist schon seit Jahren speziell. Corona wirbelt nochmal alles durcheinander. Wer demnächst eine Anschlussfinanzierung braucht und auf Nummer sicher gehen will, sollte ein Forward-Darlehen abschließen. Doch wo gibt es das beste Angebot?

Weniger ist mehr. Diese Redewendung ist wohl nirgendwo zutreffender als bei den Hypothekenzinsen. Aktuell sind die Konditionen grandios. Und natürlich wünschen sich all jene, die in ein paar Monaten oder Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen, dass sie auch noch von den aktuellen Spitzenwerten profitieren.

Doch lohnt es sich wirklich, heute schon den Sack zuzumachen und ein Forward-Darlehen zu unterschreiben? Oder könnte es sein, dass die Zinsen erneut sinken und die Finanzierung damit noch günstiger wird?

Schwierige Prognose

Derzeit ist diese Frage wohl so schwer zu beantworten wie lange nicht, denn nach wie vor hat die Corona-Pandemie die Welt im Griff. Wer auf Nummer sicher gehen und sich Grübeleien über die Anschlussfinanzierung sparen will, tut jedoch gut daran, ein Forward-Darlehen abzuschließen. Die FMH-Finanzberatung hat im Auftrag von ntv ermittelt, wo es aktuell die besten Zinsen gibt.

Der Bewertung liegt die Annahme zugrunde, dass ein Kunde vor neun Jahren sein Darlehen unterschrieben und schon kräftig getilgt hat. Entsprechend wird für das Ende der Zinsbindung eine Beleihung von 50 Prozent des Objektwerts unterstellt.

Sehr überschaubare Risiken

Die besten Zinsen bieten aktuell je nach Zinsbindung die namhaften Vermittler Accedo, Dr. Klein und Interhyp, sowie die Newcomer von Santel & Petermann. Bei einer Vorlaufzeit von zwölf Monaten erhalten Kunden, die eine Zinsbindung von 20 Jahren wählen und in dieser Zeit ihr restliches Darlehen abzahlen, einen Effektivzins von 0,68 Prozent.

Etwas anders sieht es aus, wenn ein Kunde seinen neuen Kredit erst in drei Jahren benötigt. In dieser Konstellation fallen für das Forward-Darlehen bei gleichen Vorgaben bereits 1,03 Prozent Zinsen an. Ob sich hier die Unterschrift lohnt, ist davon abhängig, ob die Zinsen für ein Darlehen mit 20 Jahren Zinsbindung in drei Jahren mehr kosten werden als 1,03 Prozent inklusive Forward-Aufschlag.

Das Risiko einer Unterschrift ist aber trotzdem sehr überschaubar, so die Experten von FMH. Das belegt ein Blick auf den momentanen Durchschnittszins für Kaufobjekte. Er liegt für 20 Jahre fest aktuell bei 1,16 Prozent. Damit ist das Top-Forward-Angebot selbst mit dem Zins-Aufschlag für 36 Monate Wartezeit sogar noch besser als der aktuelle Mittelwert.

Gute Konditionen auch bei Versicherungen und Geschäftsbanken

Allianz Leben, die Postbank und die Santander bieten ebenfalls Forward-Darlehen, bei denen man nicht lange überlegen muss, ob der Zinssatz später noch unterboten werden kann, so FMH. Beispiel Santander: Werte, die deutlich unter den 0,46 Prozent für zehn Jahre fest liegen, werden wir im Jahr 2021 kaum zu sehen bekommen.

Und auch der Forward-Zins, den die Postbank für 24 Monate Vorlaufzeit und 15 Jahre fest anbietet, dürfte in zwei Jahren schwer zu unterbieten sein, so die Einschätzung der Experten. Er liegt aktuell bei 0,85 Prozent.

Große Zinsunterschiede

Der Test zeigt, dass es wichtig ist, gezielt nach den besten Angeboten zu suchen, denn die Unterschiede bei den Konditionen sind erheblich. Selbst innerhalb der besten 80 Banken und Vermittler in der FMH-Datenbank finden sich beachtliche Differenzen.

So zahlen Kunden für zehn Jahren fest und einen Forward-Aufschlag für zwölf Monate im Idealfall nur 0,46 Prozent. Der teuerste Anbieter hingegen verlangt 1,26 Prozent. Bei 15 Jahre fest und 24 Monate Vorlaufzeit reicht die Angebotsspanne von 0,78 bis 1,72 Prozent, bei 20 Jahre fest und 12 Monaten Vorlaufzeit liegt sie zwischen 0,68 bis 1,41 Prozent.

Fazit

Forward-Darlehen schaffen in jedem Fall Planungssicherheit. Und die FMH-Experten sind sich sicher: Wer bei einem der Top-Anbieter des FMH-Rankings unterschreibt, darf mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ihm der Abschluss des Forward-Darlehens nicht nur Nerven, sondern auch Geld spart.

Die jeweils aktuellen Forward-Zinsen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, awi