Ratgeber

Strom- und Gaskosten senken Ganz leicht über 700 Euro sparen

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(Foto: imago stock&people)

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Die Strom- und Gaspreise explodieren. Doch alles Lamentieren hilft nicht. Wer nicht draufzahlen möchte, muss Energie einsparen. Das ist mitunter ganz einfach - und bringt eine Menge.

Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden muss im Schnitt über 2000 Euro pro Jahr für einen neuen Stromvertrag zahlen. Ein Jahr zuvor waren es noch 500 weniger. Aber auch für Bestandskunden steigen zum Teil die Preise und damit die Abschläge. Für Gaskunden wird zudem das Heizen immer teurer. Die Kosten für eine warme Bude beliefen sich in der auslaufenden Heizsaison auf 1402 Euro. Für die Monate September bis März musste im Vergleich zum Vorjahr rund 15 Prozent mehr gezahlt werden. Richtig teuer wird es wohl aber erst in der kommenden Heizperiode.

Bleibt eigentlich nur, beim Verbrauch zu sparen. Das Vergleichsportal Verivox hat mal eine Musterrechnung aufgestellt, die zeigt, mit welchen einfachen Verhaltensänderungen viel Geld zu sparen ist. Auf geht's:

300 Euro sparen - Zeit unter der Dusche halbieren

Wer jeden Tag duscht und 8 Minuten lang unter einer normalen Brause steht, zahlt bei den aktuellen Gaspreisen (13,94 Cent/kWh im April 2022) dafür rund 276 Euro pro Jahr. Wird die Duschzeit halbiert, können rund 138 Euro pro Jahr eingespart werden. Vor einem Jahr lag der durchschnittliche Gaspreis noch bei 6,29 Cent/kWh und die jährlichen Kosten bei 188 Euro.

Wird das warme Wasser mit Strom erwärmt, was in ungefähr 20 Prozent der deutschen Haushalte der Fall ist, liegen die jährlichen Kosten für die tägliche 8-Minuten-Dusche bei 611 Euro pro Jahr. Wer die Duschzeit auf 4 Minuten reduziert, spart damit rund 306 Euro im Jahr.

150 Euro sparen - Standby-Verluste vermeiden

Werden in einem Drei-Personen-Haushalt konsequent alle Standby-Verluste durch Elektrogeräte vermieden, lassen sich pro Jahr bis zu 360 Kilowattstunden (kWh) einsparen. Im April 2022 liegt der durchschnittliche Strompreis bei 43,42 Cent/kWh, was einer jährlichen Einsparung von rund 156 Euro entspricht. Vor 12 Monaten lag der durchschnittliche Strompreis noch bei 29,28 Cent/kWh und die mögliche Einsparung bei rund 105 Euro.

"Durch das Steckerziehen oder abschaltbare Steckerleisten lassen sich Standby-Verluste von Elektrogeräten wirksam eindämmen", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Moderne Elektrogeräte sind im Standby-Betrieb zwar deutlich sparsamer als ältere Modelle, gleichzeitig steigt jedoch die Anzahl der Elektrogeräte in deutschen Haushalten immer weiter. Wer regelmäßig ganz abschaltet, kann den Stromverbrauch deutlich senken und sparen."

250 Euro sparen - alte Stromfresser abschaffen

Wer im Keller noch einen alten Kühlschrank oder eine alte Gefriertruhe hat, füttert möglicherweise unnötig einen Stromfresser. Eine große alte Gefriertruhe kann bis zu 580 kWh verbrauchen und verursacht bei den aktuellen Strompreisen jährliche Kosten von rund 252 Euro pro Jahr. Vor einem Jahr lagen die Kosten noch bei rund 170 Euro. Wer sein Gerät abschafft, spart entsprechend ein.

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27 Euro sparen - Umstieg aufs Tablet

Tablets sind auf einen besonders geringen Stromverbrauch ausgerichtet und können vieles, das normalerweise mit dem Desktop-PC oder dem Laptop gemacht wird. Wer es schafft, drei Stunden am Tag auf ein Tablet mit einem Stromverbrauch von 5 Watt umzusteigen, hat bei den aktuellen Strompreisen gerade einmal Stromkosten von etwas mehr als 2 Euro pro Jahr. Bei einem PC oder Laptop mit einem Stromverbrauch von 60 Watt würden bei gleicher Nutzungsdauer rund 29 Euro fällig.

Quelle: ntv.de, awi

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