Ratgeber
(Foto: imago stock&people)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Globale ETFs: Gut und preiswert die Welt kaufen

Das wäre doch mal was: eine entspannte, günstige Geldanlage, die trotzdem eine satte Rendite verspricht. Zumindest langfristig. Wer dies möchte, kommt an Aktien nicht vorbei. Finanztest verrät, wie das Geld angelegt werden sollte.

Wer langfristig Geld sparen oder anlegen möchte, muss sich zwangsläufig auch mit einer Aktienanlage auseinandersetzen. Doch viel Deutsche tun sich mit dem Thema schwer. Zu riskant, zu kompliziert, zu unseriös so die Argumentation der Verweigerer.

Zumindest bei einem Anlagehorizont von 10 - 15 Jahren ist zumindest letzteres kein Argument. Denn in dieser Zeit konnten breit aufgestellte, weltweite Aktienanlagen immer eine positive Rendite erwirtschaften. Wer 20 jahre investierte, für den waren es im Schnitt sogar 7,7 Prozent. Im schlechtesten Fall - je nach Einstiegszeitpunkt - waren es immer noch 3,3 Prozent, wie Finanztest berichtet. Und auch unseriös ist eine Anlage in Aktien nicht. Schließlich investieren Verbraucher einfach nur in Unternehmen. Was mit Zockerei nichts zu tun hat.

Doch es kommt vor allem auf die richtige Investition an, meinen die Tester. Zumindest ein kleiner Teil des Vermögens gehört demnach in Aktien. Doch auch hier gilt: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Was sowohl für die Aufteilung des Anlagebetrages in unterschiedlichen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe gilt, trifft auch auf die Aktienanlage zu. Wenn diese einen breiten Markt abdeckt und nicht zu teuer ist und zudem etwaige Verluste ausgesessen werden können, dann muss eine Investition in Aktien nicht gefürchtet werden.

Die Welt mit und ohne Schwellenländer

Wer es bequem, rentabel und vergleichsweise sicher mag, liegt mit Indexfonds (ETFs) richtig. Denn die sind deutlich preisgünstiger - sowohl beim Kauf als auch bei der Verwaltung - und transparenter als aktiv gemanagte Fonds. Meist performen die ETFs sogar besser. Um eine maximale Streuung zu erreichen, sollten Anleger in den weltweit anlegenden MSCI World-Index investieren. Dieser enthält mehr als 1600 Einzeltitel aus 23 Ländern. So ist der Investor vor Spekulationsblasen in einzelnen Ländern oder Regionen weitesgehend geschützt. Allerdings fehlen im MSCI World-Index die Schwellenländer. Damit sind Anlagen in Unternehmen aus Ländern wie China und Indien außen vor. Wer diese dennoch in seinem Depot vertreten haben möchte, sollte in den MSCI ACWI oder den FTSE All-World  investieren. Hier finden sich auch Werte aus Schwellenländern wieder.   

Grundsätzlich ersparen sich Anleger mit Indexfonds die lästige "Depotpflege". Da sich die Fonds nahezu identisch mit dem Index entwickeln, bedarf es keiner Kontrolle der Performance. Einzig die Marktentwicklung sollte im Auge behalten werden und eine daraus resultierende Anpassung des Aktienanteils im Depot. Und auch an den begehrten Dividenden ist man mit einem ETF beteiligt, dabei erfolgt die Ausschüttung je nach Fonds ausschüttend oder thesaurierend.    

Finanztest favorisiert für eine Investition in den MSCI World-Index unter anderem den db x-trackers MSCI World ETF oder den iShares MSCI World.

Wer an der Entwicklung des MSCI ACWI teilhaben möchte, ist mit den Produkten von Lyxor oder wiederum iShares nach Meinung der Tester gut bedient. Für den FTSE All-World wird der Vanguard-ETF empfohlen. 

Quelle: n-tv.de