Ratgeber

Akku-Staubsauger im Warentest Nur zwei machen einen guten Job

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(Foto: imago/BE&W)

Auch wenn's nervt - hin und wieder muss die eigene Hütte auf Vordermann gebracht werden. Teil der Pflicht ist auch das Staubsaugen. Was bisweilen erschwert wird, wenn man sich auch noch im Kabel verheddert. Doch die Geräte gibt es auch ohne solche Stolperfallen. Nur leiden saugen die wenigsten von ihnen gut.

Es soll ja Menschen geben, die sich beim Saubermachen entspannen können. Für andere ist die Reinigung der eigenen Bude nur lästige Pflicht. Ganz Schmerzfreie lassen die Sache ganz sein.

Wie auch immer, Staubsaugen gehört auf jeden Fall zum Basisprogramm. Wer gerne in Bewegung ist, oder der künstlichen Intelligenz nicht traut, lässt den Saugroboter links liegen, und legt selber Hand an Staub und Krümel. Mit einem Staubsauger zum Beispiel.

Doch je nach Ausstattung der Wohnung mit Steckdosen - oder aus Bequemlichkeit nicht dauernd umzustöpseln - kann das Kabel zur Stolperfalle werden. Zum Beispiel, wenn dieses über die Küche, durch den Flur schließlich im Wohnzimmer das Gerät mit Strom versorgt. Gerne wird bei solchen Konstruktionen auch schon mal der Tisch abgeräumt. Oder wenn es ganz arg kommt, holt die derart gespannte Stromversorgung den Zweijährigen aus dem Sattel seines Dreirads. Etwas weniger spektakulär, aber absolut nervtötend ist dagegen die Variante, dass durch den Zug auf der Leitung, dauernd der Stecker aus der Dose gerissen und der Reinigungsvorgang abrupt unterbrochen wird.   

Ein wenig laut - wie bitte?

Bequemer und weniger gefahrvoll geht's mit Staubsaugern ohne Kabelage. Die Stiftung Warentest hat 10 solcher Geräte getestet. Ergebnis? Geht so. Denn laut Aussagen der Tester können nur zwei mit der Saugleistung klassischer Bodenstaubsauger mithalten. Fast zumindest. Denn sie saugen beinahe so gut wie die besten Bodenstaubsauger. Dafür entfernen sie Tierhaare sogar ein wenig gründlicher. Allerdings haben beide Sauger Probleme mit der Akkulaufzeit: der eine macht bei voller Leistung nach 15 Minuten schlapp, der andere schon nach acht. 15 Minuten reichen gerade mal für 60 Quadratmeter.

Auch das Entleeren der Staubboxen ist bei den meisten Akkusaugern umständlich, wie Warentest bemängelt. Bei allen Geräten wirbelt dabei viel Staub durch die Luft, das ist unhygienisch und für Allergiker belastend. Und mitunter muss gleich wieder zum Sauger gegriffen werden. Außerdem zeigte sich im Test, dass alle Geräte recht laut sind. "Deutlich lauter als gute moderne Bodenstaubsauger mit Kabel", so Jörg Siebolds, der Experte der Stiftung Warentest.

Fazit: Gute Akkusauger sind vor allem für kleine Wohnungen und fürs schnelle Saugen zwischendurch geeignet. Hier kann dann beispielsweise zum Testsieger gegriffen werden - dem "Bosch BSS1A114 ProPower" ("befriedigend", 3,0, 450 Euro). Oder zum wenig schlechter bewerteten "Dyson SV12G Cyclone V10 ("befriedigend", 3,1, 565 Euro).

Wer seine Hütte doch lieber bewohnt aussehen lassen möchte, aber dennoch etwas Bewegung in seinen Alltag bringen will, lässt ein paar Flusen, Krümel und Haare liegen, indem er die für "mangelhaft" befundenen Geräte "Black + Decker CUA525BHA" oder "Hoover RA22SE 011" verwendet.

Quelle: n-tv.de, awi

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