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Warentest macht sauber Saugroboter - nur zwei bringen es

Der Testsieger von Vorwerk reinigt gut. Die Prüfer loben unter anderem, dass er dicht an Kanten und Ecken säubert. Foto: Vorwerk

Ein guter Saugroboter säubert auch dicht an Kanten und Ecken.

(Foto: dpa)

Den Haushalt auf Vordermann zu bringen, gehört ja leider zu den eher lästigen Pflichten. Wie gut, dass es für die Mühsal immer mehr technische Helfer gibt. So kann das Staubsaugen auch vom Roboter erledigt werden. Allerdings bleiben gerne mal ein paar Krümel liegen, wie Warentest festgestellt hat.

Schon komisch: Obwohl sich viele Menschen zunehmend vor den Gefahren der künstlichen Intelligenz fürchten, zögern sie dann doch nicht, entsprechendes Gerät einzusetzten. Erst recht, wenn diese den Alltag erleichtern.

Saugroboter wären so ein Fall. Denn die sind praktisch und erledigen das lästige Staubsaugen, ohne dass der Mensch einen Handschlag tun muss. So bleibt dann mehr Zeit, um endlich mal ungestört echte Qualitytime mit seinem Smartphone zu verbringen. Wem das auch zu viele Gefahren birgt, kann einfach etwas anderes machen. Mutmaßlich sauber wird die Bude so oder so. Oder doch nicht?

Die Stiftung Warentest ist der Frage nachgegangen und hat acht Saugroboter zu Preisen zwischen 405 und 950 Euro getestet. Ergebnis: Auf den ersten Blick sorgen Saugroboter für blanke Böden, selbst auf Teppich holen sie einiges an Schmutz wie Staub und Fasern heraus. Einen guten Bodenstaubsauger ersetzen sie jedoch nicht. Aber immerhin: Zwei Saugroboter schneiden "gut" ab, fünf sind "befriedigend". Ein Gerät haben die Tester mit "ausreichend" bewertet.

Datenverkehr auf das Nötigste beschränkt

Damit wenig Krümel liegen bleiben, sollten Anwender beachten, dass Saugroboter am besten in Räumen mit glatten Böden und übersichtlicher ­­Einrichtung reinigen. In verwinkelten, zugestellten Zimmern mit hohen Türschwellen kommen sie schnell an ihre Grenzen. Auch hoch­florige Teppiche bremsen sie aus. Täglich einge­setzt können die kleinen Helfer jedoch beim Hausputz helfen. Nach getaner Arbeit rollen alle Putzhelfer selbständig zu ihrer Lade­station zurück.

Dabei navigieren Saugroboter auto­nom, die aktuell geprüften Modelle lassen sich zudem per App programmieren, damit sie dann saugen, wenn niemand zu Hause ist - so bleibt den Bewohnern das Dauersurren erspart. Manche senden sogar Video­bilder live aufs Smartphone. Beruhigenderweise sind alle getesteten Modelle gegen die zehn üblichsten Einfalls­tore für Hacker gewappnet und haben den entsprechenden Sicherheitscheck bestanden. Dennoch verraten die Apps laut der Untersuchung unnötige Daten. Beispielsweise dem Mobilfunkanbieter des Handybesitzers. Immerhin zwei beschränken aber den Datenverkehr auf das Nötigste.  

So zum Beispiel der Testsieger. Daneben reinigt der "Vorwerk Kobold VR300" auch noch gut, was sowohl für Hart- als auch  für Teppichböden gilt. Die Prüfer loben zudem, dass er dicht an Kanten und Ecken säubert. Dafür ist er dann aber auch mit 950 Euro das teuerste Gerät im Test. 280 Euro günstiger ist der ebenfalls für "gut" befundene "AEG RX9-1-IBM". Allerdings sehen die Tester hier die Datenversendung kritischer. Schlusslicht im Test ist der "Ecovacs Deebot 900", was vor allem der nur "ausreichend" bewerteten Saugleistung geschuldet ist.  

Quelle: n-tv.de, awi

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