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Virus-Variante bislang unbekannt Corona-Mutation in Bayern entdeckt

Nach Großbritannien und Südafrika wird nun auch in einer Klinik in Bayern eine neue Coronavirus-Mutation entdeckt. Virologe Christian Drosten untersucht die bislang unbekannte Variante derzeit in der Berliner Charité - Grund zur Panik bestehe nicht.

Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist laut einem Medienbericht eine bislang unbekannte Variante des Coronavirus entdeckt worden. Nach einem Corona-Ausbruch seien 73 Patienten und Mitarbeiter positiv getestet worden, berichtete die Zeitung "Münchner Merkur". Labormitarbeiter des Klinikums stellten demnach mithilfe eines speziellen Laborgeräts Unregelmäßigkeiten bei den Corona-Abstrichen fest.

Die Proben der drei betroffenen Patienten wurden dem Bericht zufolge zur weiteren Untersuchung an die Berliner Charité geschickt. Eine tiefergehende Analyse habe die Vermutung bestätigt, dass es sich um eine neue Variante des Coronavirus handele.

Untersucht werde das veränderte Virus nun vom Virologen Christian Drosten. Seinem Team war diese Mutation demnach gänzlich unbekannt. Jetzt soll die Charakteristik dieser Virus-Variante entschlüsselt werden, um zu klären, was diese Veränderung bewirkt. Woher die Virus-Mutation stammt und ob sie ansteckender ist, sei derzeit unklar. Ende Januar werde mit konkreten Ergebnissen gerechnet.

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"Eine Panikmache wäre absolut unseriös und unangebracht. Allein die Tatsache, dass es eine neue Variante ist, besagt ja nicht, dass sie infektiöser ist", teilte das Klinikum Garmisch-Partenkirchen mit. Seit Beginn der Pandemie wurden weltweit 12.000 Veränderungen in den Sequenzen des Virus entdeckt.

Zuletzt hatten sich eine britische und südafrikanische Variante als aggressiver und ansteckender herausgestellt. Doch selbst diese Varianten und Mutationen führen laut Experten bislang nicht zu einer höheren Sterblichkeit. Zudem bestehe kein verminderter Schutz durch die bekannten Impfstoffe.

Quelle: ntv.de, hny