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Ein Grad mehr möglich bis 2028 In Deutschland wird es heißer und auch trockener

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Die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs in Deutschland und weltweit hat laut DWD in den vergangenen 50 Jahren deutlich zugenommen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

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Wie das Klima sich hierzulande entwickeln wird, hat der Deutsche Wetterdienst berechnet. Die neue Vorhersage ergibt: Es wird in Deutschland bis zu einem Grad wärmer im Vergleich zu den letzten drei Dekaden. Bereits der diesjährige Sommer dürfte heißer werden als die vorherigen. Und es wird auch trockener.

Schon in den nächsten Jahren könnte es in Deutschland bis zu einem Grad wärmer als in den schon recht warmen vergangenen drei Jahrzehnten werden. Das haben neue Klimavorhersagen ergeben, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Deutschland, Europa und auch weltweit berechnet hat. Die Vorhersagen gehen auch von größerer Trockenheit aus.

"Unsere Analysen zeigen, dass der Klimawandel Deutschland auch in den kommenden Jahren deutlich prägen wird", sagte Tobias Fuchs, Klima-Vorstand des DWD, in Offenbach. Die mittlere Temperatur der Jahre 2022 bis 2028 könnte in Deutschland etwa 0,5 bis 1,0 Grad Celsius wärmer ausfallen als der Durchschnitt von 9,3 Grad der - bereits relativ warmen - Referenzperiode 1991-2020.

Trend zeigt sich bereits diesen Sommer

Der Trend zu steigenden Durchschnittstemperaturen zeigt sich laut DWD schon in diesem Sommer. Für alle Regionen Deutschlands wird ein Temperaturplus von bis zu einem Grad im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt von 17,6 Grad des Zeitraums 1991 bis 2020 prognostiziert, heißt es in dem Bericht. Zum Vergleich: Im Referenzzeitraum 1961-1990 lag die Mitteltemperatur im Sommer noch bei 16,3 Grad.

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Ausgetrocknetes Elbufer in Dresden: Auch die Trockenheit wird laut der Klimavorhersage zunehmen.

(Foto: Robert Michael/dpa)

Die Jahre bis 2028 werden wohl auch trockener als im Mittel des Zeitraums 1991 bis 2020. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit für geringere Niederschläge in einigen nördlichen Regionen besonders hoch.

Die aktuellen "saisonalen" und "dekadischen" Klimavorhersagen geben einen Einblick in die wahrscheinliche Entwicklung des Klimas; Klimaprojektionen bieten dagegen eine Abschätzung über die langfristige Klimaänderung.

Klimaschutz-Szenario und Weiter-wie-bisher-Szenario

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Die Projektionen des DWD sagen für Deutschland für 2031 bis 2060 ein Temperaturplus von 1,1 Grad (Klimaschutz-Szenario) bis zu 1,9 Grad (Weiter-wie-bisher-Szenario) jeweils im gesamten Jahr voraus. Basis ist hier das Mittel der Referenzperiode 1971-2000, das bei 8,6 Grad lag.

Das Jahresmittel der Lufttemperatur sei in Deutschland im Zeitraum 1991-2020 bereits um 1,4 Grad wärmer gewesen als 1881-1910, sagte Florian Imbery vom DWD. Die Temperaturen in Deutschland sind laut DWD damit deutlich stärker gestiegen als im weltweiten Durchschnitt, weil sich Landregionen generell schneller erwärmen als die Meere. Die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs in Deutschland und weltweit habe in den vergangenen 50 Jahren deutlich zugenommen.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 09. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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