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Akustische Europareise Einmal kurz nach Amsterdam oder Zürich

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Erinnern Sie sich noch an Amsterdam?

(Foto: picture alliance / pressefoto_korb)

Die eigenen vier Wände hat jeder in der Pandemie genug gesehen. Eine Reise wäre jetzt genau das Richtige, vielleicht ist es aber doch noch ein bisschen unsicher. Glücklicherweise gibt es eine Alternative: Eine Reise quer durch Europas spannende Städte - zum Hören.

Noch sind Reisen nicht wieder normal. Einfach mal ins Flugzeug steigen und ein verlängertes Wochenende in Kopenhagen, Moskau oder Zürich verbringen, das hat das Coronavirus selbst Reiselustigen abgewöhnt. Zumindest für eine Zeit lang. All diese Orte sind ein bisschen aus der Welt, während die Einheimischen sie ganz ohne Touristen vermutlich auch wieder mehr genießen konnten.

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Doch je mehr sich die Pandemielage entspannt, umso mehr kommt das Kribbeln zurück. Mallorca geht schon wieder, auch Griechenland vermutlich dann im Sommer. Die Gier auf neue oder auch schon vertraute Orte wächst. Bis dahin muss die Reise im Kopf noch reichen. In gut sechs Stunden kann man es durch "Die schönsten Städte Europas" schaffen, das verspricht das gleichnamige Hörbuch.

Das Schöne dabei ist: In den zwischen 2010 und 2020 entstandenen Reisereportagen, die zunächst im Bayrischen Rundfunk ausgestrahlt wurden, kommt Corona einfach nicht vor. Stattdessen widmet sich jeder Besuch einem besonderen Aspekt der jeweiligen Stadt: Architektur und Design in Kopenhagen, saunieren in Tallinn, schlemmen in Lyon. Schon dabei wird deutlich: Europas Städte sind derart vielfältig und spannend, dass so mancher Krimi dagegen einpacken kann.

Hören, riechen, träumen

Und diejenigen, die wirklich gereist ist, geben sich alle Mühe, den Besuch auch für die Zuhörer und Zuhörerinnen so lebendig wie möglich zu machen. In Kopenhagen rauscht das Meer und der Wind rüttelt an der Takelage der Boote. In Istanbul wabert Dampf durch das Gewölbe des Hamams, in Stockholm steigt der Duft frisch gebackener Zimtschnecken in die Nase. Dabei erfährt man jede Menge Neues, Reisen bildet ja bekanntlich auch. Denn mit den Zimtschnecken ist die Kunst der "Fika" verbunden, einer ganz besonderen Kaffeepause, die zu weit mehr gut ist als nur dazu, eine Tasse Kaffee mit den Kollegen zu trinken und dabei eine Zimtschnecke zu verspeisen.

Aber auch in anderen Städten warten neue Erkenntnisse. In Moskau lässt sich die Geschichte des GUM erkunden, des mittlerweile legendären Warenhauses direkt am Roten Platz. Schon der Name Glawny Uniwersalny Magasin - übersetzt Hauptwarenhaus - mutet an wie aus einer anderen Welt und hat kaum noch etwas mit dem mondänen Einkaufszentrum zu tun, das das GUM heute ist. Das Angebot beeindruckt: golddurchwirkte Mäntel mit Nerzbesatz, 300 verschiedene Teesorten, brillantenbesetzte Schlüsselanhänger, die weltgrößte Auswahl an Kaviar.

Der oligarchenadäquate Russlandzuschlag lässt die Preise 20 bis 30 Prozent höher ausfallen als sonst auf der Welt. Aber Einkaufen ist vielleicht auch gar nicht der Hauptzweck des GUM. Da verwundert es nicht, dass zu Sowjetzeiten Kunden am Kaufhaus anstanden ebenso wie nebenan am Lenin-Mausoleum. Aber auch das ist nur noch eine Erinnerung, heute ist das GUM eine Art Flaniermeile mit einer Eisbahn im Winter und Eisverkäuferinnen im Sommer.

Fernweh nicht ausgeschlossen

Vergangene Zeiten sind ein immer wiederkehrendes Thema dieser Städtereise, in Sankt Petersburg landet man bei Fjodor Dostojewski, in Sarajewo bei den Spuren des Jugoslawien-Krieges, im Hamburger Gewürzmuseum sogar bei den Mumien ägyptischer Pharaonen. In ihnen fanden sich nämlich Pfefferkörner.

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Doch wer jetzt nur Reiseprospekt-Hochglanzidylle erwartet, ist vermutlich auch schon vorher eher mit rosaroter Brille in andere Länder aufgebrochen. Denn diese Besuche in der Vergangenheit machen auch deutlich, welche Schattenseiten der Tourismus in seinen Hochzeiten durchaus hatte. Nicht nur in Barcelona berichten Einheimische von Touristenströmen, die das Leben in der Stadt für die dort Lebenden kaum noch erträglich machten. Gerade gehört der "Overtourism" weitgehend der Vergangenheit an, und man wünscht den Bemühungen für einen verträglicheren Tourismus umso mehr Erfolg.

Mit dem Hörbuch aus dem Hörverlag kann man in jede Himmelsrichtung aufbrechen oder sich aus der beiliegenden Karte einfach den aktuellen Sehnsuchtsort herauspicken. Dass dabei Fernweh aufkommt, ist nicht komplett auszuschließen. Doch immerhin liegen alle Ziele in Europa und sind vielleicht in absehbarer Zeit wieder erreichbar. Und dann sieht man das Gerani-Viertel in Athen oder die Andrássy út in Budapest ganz sicher mit anderen Augen.

Quelle: ntv.de

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