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Finanztest zeigt auf Fondsmanager können Dax oft nicht schlagen

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In der Erholungsphase seit dem Tief konnten nur 42 Prozent aller aktiven Fonds mit Deutschland-Fokus den Dax schlagen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Steiler Absturz und steiler Aufstieg - das beschreibt in etwa die Entwicklung der Börsen in der Corona-Krise. Allein der Dax ist fast wieder bei alten Höchstständen. Gemanagte Fonds tun sich aber schwer.

Der Deutsche Aktienindex Dax hat die Corona-Krise gut verarbeitet. Inzwischen steht der Dax fast wieder so hoch wie vor dem Absturz im Februar. ETF auf den Index haben diese Entwicklung nachvollzogen - anders als viele gemanagte Fonds. Einer Auswertung der Zeitschrift "Finanztest" (Heft 9/2020) zufolge hat weit mehr als die Hälfte der aktiv gemanagten Deutschlandfonds schlechter abgeschnitten als der Dax.

Waren im Krisenvorjahr noch 60 Prozent der aktiven Fonds besser als der Index, schafften das im Crash nur noch 33 Prozent. In der Erholungsphase seit dem Tief konnten nur 42 Prozent aller aktiven Fonds mit Deutschland-Fokus den Dax schlagen.

Deutschland nur als Beimischung im Depot

Aus Sicht der Experten eignen sich gemanagte deutsche Aktienfonds deshalb eher als Beimischung in ein weltweit gestreutes Depot. Dass Anleger bevorzugt in deutsche Aktien investieren, ist dennoch weit verbreitet und trägt die englische Bezeichnung "Home Bias", was in etwa mit "Vorliebe für heimische Aktien" übersetzt werden kann. Doch bei einer ausschließlichen Investition in den Heimatmarkt ist der Anleger nicht nur regional eingeschränkt, sondern ganze Branchen sind auf diese Weise nicht abgedeckt. So fehlt es in Deutschland beispielsweise an einem Nahrungsmittelkonzern wie Nestlé oder auch an Öl- und Rohstoffkonzernen.

Ihr Anteil sollte denn auch laut Finanztest nicht mehr als 20 Prozent betragen. Auch kommt es hier auf die genaue Auswahl an: Einige Fondsmanager leisten laut "Finanztest" seit Jahren durchaus gute Arbeit. Dies ist zum Beispiel beim DWS Concept Platow, beim Fidelity Germany oder beim Allianz Fondak der Fall. All diese Fonds haben in der Finanztestbewertung die höchste mögliche Punktzahl erhalten.

Möglichst breit aufstellen

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Besser geeignet für Anleger, die auf den deutschen Aktienmarkt setzen wollen, bleiben ETF. Die börsengehandelten Indexfonds gibt es auf den Dax mit 30 Titeln und auf den FAZ-Index mit 100 Titeln. Der Tipp auch hier: Da der deutsche Aktienmarkt schwankungsanfälliger ist als der Weltmarkt, sollten Anleger Deutschland höchstens mit bis zu 20 Prozent beimischen.

Grundsätzlich sollten Anleger ihr Portfolio möglichst breit aufstellen. Die Basis sollten ein ETF auf einen weltweiten Index wie den MSCI World oder den MSCI All Country World und ein Tagesgeld sein. Ein Teil des Geldes kann dann zum Beispiel in einzelne Länder wie Deutschland investiert werden.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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