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Hohe Gebühren über die Jahre Mit Depotwechsel Hunderte Euro sparen

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Wenig überraschend schneiden die Online-Depots durchweg am besten ab.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die Kosten für Handel und Verwahrung von Wertpapieren summieren sich - insbesondere wenn viel ge- und verkauft wird. Über die Jahre kann das Tausende Euro mehr als nötig kosten, wie Finanztest bei einem Vergleich von Filial­, Direktbanken und Onlinebrokern feststellt.

Bei Wertpapierdepots können unterschiedliche Kosten anfallen, einerseits für den Handel von Aktien, Fonds oder ETFs, andererseits für die Verwahrung der Wertpapiere. Mit einem güns­tigen Wert­papierdepot können Anleger aber oft ein paar Hundert Euro im Jahr sparen. Finanztest hat die Konditionen von 37 Filial-, Direktbanken und Onlinebrokern untersucht. Die Preisunterschiede sind enorm und betragen je nach Kategorie und Modelldepot teilweise mehr als 600 Euro pro Jahr. Über die Jahre kommen so leicht ein paar tausend Euro zusammen.

Die meisten Banken und Online-Broker erheben die Kosten für den Wert­papierkauf und -verkauf prozentual auf den Order­wert, manche arbeiten mit gestaffelten Preisen. Anleger sollten deshalb genau hinschauen und vor allem auf Mindest- und Höchst­preise achten. Bei den Order­kosten ist die sogenannte Flatfee die trans­parenteste Lösung. Dann wird unabhängig von der Ordergröße stets der gleiche Betrag gezahlt.

Online-Depots durchweg am besten

Am teuersten sind in der Regel Filialbanken. Denn bekanntlich hat Beratung ihren Preis. Die meisten verlangen Mindestpreise für jede Order, die sich vor allem bei kleinen Orders stark bemerkbar machen. Verwahrentgelte gehen vor allem bei großen Depotvolumen ins Geld. Die günstigste Filialbank ist die "Santander Consumer Bank". Als einzige Filialbank kann sie bei Onlineorders sogar mit den untersuchten Direktbanken mithalten.

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Wenig überraschend schneiden die Online-Depots durchweg am besten ab. Wenn Kunden auf Beratung verzichten und die Wertpapiergeschäfte am PC oder übers Smartphone selbst ausführen, kommen sie deutlich billiger weg. Mit Mit Abstand günstigster Anbieter ist "Smartbroker" mit einem pauschalen Orderpreis von 4 Euro beim Handel über Xetra und Regionalbörsen. Zusätzlich können Kunden hier ab 500 Euro an der Börse LS Exchange schon für 1 Euro und über Gettex sogar provisionsfrei handeln. Kunden sollten hier aber keine hohen Summen auf dem Verrechnungskonto parken, um Strafzinsen zu vermeiden. Auch "Flatex" und "Onvista" sind günstig.

Untersucht haben die Tester auch vier Neobroker wie Trade Republic, Justtrade, Finanzen.net Zero und Scalable Capital, die vor allem auf den Handel mit dem Smartphone setzen. Sie bestechen durch unschlagbar günstige Orderkosten, teilweise sind diese sogar kostenlos. Alle vier Neobroker sind empfehlenswert. Nachteil dieser Anbieter: Die Anzahl der Börsenplätze, ETF und ETF-Sparpläne ist begrenzt. Für Kunden, die nur gängige Aktien und ETF kaufen, eignen sich die Broker aber gut.

Quelle: ntv.de, awi

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