Ratgeber

Aktien, Fonds, Anleihen Die besten Banken für Wertpapier-Geschäfte

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Beim Wertpapierdepot ist zwischen den sogenannten Depotkosten und den Ordergebühren zu unterscheiden.

(Foto: imago images/YAY Images)

Tages- und Festgeldkonto sind derzeit so gut wie tot. Doch es gibt einen sinnvollen Ersatz: Wertpapier-Depots. Die Auswahl des passenden Produkts ist allerdings ein wenig anspruchsvoller als bei den erstgenannten - und eine sehr individuelle Entscheidung.

Wer Aktien, Fonds, Rentenpapiere oder Anleihen kaufen will, der kann nicht einfach loslegen. Vorher muss er ein Depot bei einer Bank einrichten oder sich bei einem Online-Broker registrieren. Doch das Feld der Anbieter ist groß - und nicht jede Offerte für jedermann gleichermaßen attraktiv.

Grundsätzlich gilt: Beim Wertpapierdepot ist zwischen den sogenannten Depotkosten und den Ordergebühren zu unterscheiden. Depotkosten lassen sich am ehesten mit pauschal erhobenen Kontoführungsgebühren vergleichen. Sie fallen in jedem Fall an (oder eben nicht) - egal, wie aktiv ein Kunde am Kapitalmarkt agiert.

Orderkosten hingegen werden immer dann fällig, wenn die Bank oder der Broker Wertpapiere kauft, verkauft oder in Verwahrung nimmt. Die Preise für diese Dienstleitung können je nach Anbieter deutlich variieren.

Es braucht ein maßgeschneidertes Angebot

Die FMH-Finanzberatung hat daher ermittelt, welche Kosten für unterschiedliche Kaufaufträge anfallen können, welches die besten Angebote sind - und wie sich die Spitzenreiter unterscheiden. Die Frankfurter Experten haben bei ihren Recherchen unterschiedliche Gestaltungen berücksichtigt.

So bieten beispielsweise Banken und Direktbanken vielfach Rabatte bei den Kauf- und Verkaufsgebühren an, wenn ein Kunde sehr aktiv ist, also zu den sogenannten Vieltradern gehört. Online-Broker, die ohnehin sehr kostengünstig sind, sparen sich solche Offerten meist. Dafür bieten sie immer öfter auch Krypto-Geldanlagen. Die überwiegende Zahl der Banken und Direktbanken hingegen ist auf diesen Zug noch nicht aufgesprungen.

Weiter floss in die Bewertung ein, ab welchem Betrag ein Anbieter Negativzinsen verlangt, wenn ein Sparer größere Beträge im Depot liegen lässt, statt sie direkt in neue Papiere zu investieren. Ebenfalls berücksichtigt wurde, ob die Marktteilnehmer nur Einzelkäufe erlauben oder auch die Möglichkeit besteht, mit einem monatlichen Fixbetrag in die beliebten ETF-Sparpläne oder Aktiensparpläne zu investieren.

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen

Sparer, die die ersten Gehversuche am Kapitalmarkt machen, legen wahrscheinlich mehr Wert auf Unterstützung als Kunden, die bereits seit Jahren in Wertpapiere investieren. Deshalb haben die Frankfurter Experten bei ihrer Auswertung die Online-Broker von den Banken und Direktbanken getrennt ausgewiesen und damit den individuellen Bedürfnissen unterschiedlicher Kunden Rechnung getragen.

Bei kleinen Kaufaufträgen ist die Diskrepanz zwischen den Angeboten zwar gering. Bei größeren Einmaleinlagen ab 50.000 Euro werden die Unterschiede in Sachen Ordergebühren aber durchaus spürbar - und könnten den einen oder anderen Kunden zum Nachdenken veranlassen, wie viel ihm eine gute Beratung wert ist.

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Bleibt die Frage nach den Platzierungen. Bei den Online-Brokern tummeln sich gleich mehrere Anbieter an der Spitze: finanzen.net I zero; Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker. Bei den Banken hingegen sind es nur zwei Anbieter, die "sehr gut" abgeschnitten haben. Nämlich die DB/maxblue und die DBK Deutsche Kreditbank, vor der ING und Consorsbank.

Quelle: ntv.de, awi

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