Ratgeber

Stromsparen in der Küche Was kostet es, eine Fertigpizza aufzubacken?

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Mit Umluft lässt sich sparen - auch bei der Tiefkühlpizza.

(Foto: imago stock&people)

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Energie wird knapper und ist teuer. Da lohnt es sich, zu sparen. Auch in der Küche, beim Backen und Kochen. Rund elf Prozent des jährlichen Gesamtstromverbrauchs eines durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalts entfallen auf diesen Bereich. Wie sich hier sparen lässt, lesen Sie hier.

Nahrungsaufnahme ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch Lebensqualität. Damit das Essen bekömmlicher ist und auch besser schmeckt, wird gekocht, gebraten, gegart und gebacken. Dafür wird ein Herd benötigt und auch Energie. Die ist derzeit teuer. Ein guter Grund also, bei der Nutzung des Herdes auch auf den Stromverbrauch zu achten.

Auf das Backen und Kochen entfallen rund elf Prozent der jährlichen Stromkosten in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt. Moderne Herde haben einen deutlich geringeren Stromverbrauch als alte Geräte. Ungeachtet dessen lässt sich aber immer auch im Alltag mit einfachen Tipps an der Herdplatte und im Ofen Strom sparen, wie die Kampagne "80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Umwelt zeigt.

Los geht's mit dem Backofen

Die meisten Menschen haben keine Vorstellung davon, wie viel Strom ein Backofen verbraucht. Hier mal ein paar Beispiele:

  • Einmal Kuchen backen: circa 40 Cent
  • Für drei Aufläufe/Braten in einer Woche: rund 77 Cent
  • Eine Fertigpizza aufbacken: circa 17 Cent - bei einer Fertigpizza pro Woche summiert sich das im Jahr auf 9 Euro

Wie lässt sich der Stromverbrauch beim Backen senken?

  • Wer mehrere Backvorgänge hintereinander durchführt, vermeidet doppeltes Aufheizen: Also erst den Marmorkuchen für den Nachmittag, dann die Lasagne für das Mittagessen in die Röhre schieben.
  • Brötchen sollten auf einem Toaster mit Brötchenaufsatz aufgebacken werden. Das spart 70 Prozent Energie ein im Vergleich zum Backofen.
  • Umluft ist etwa 20 Prozent sparsamer als Ober- und Unterhitze, da mit einer geringeren Temperatur gebacken werden kann. So kann die Temperatur bei Umluft etwa 20 Grad bis 30 Grad niedriger eingestellt werden.
  • Das Vorheizen ist oft nicht nötig. So lässt sich noch einmal deutlich mehr Strom sparen. Lediglich bei empfindlichen Speisen wie bestimmten Teigarten oder Filets sollte der Backofen vorgeheizt werden.
  • "Smart Home"-Funktionen und WLAN im Backofen sollten nur bei Bedarf aktiviert werden, da sich sonst der Energieverbrauch im Stand-by-Betrieb erhöht. Schnellaufheizprogramme und Selbstreinigungsfunktion (auch Pyrolyse genannt) sind sehr energieintensiv und sollten nur gezielt zu Reinigungszwecken eingesetzt werden.
  • Sparbeispiel: Wenn eine Fertigpizza im Backofen zubereitet wird, lassen sich mit der effizientesten Backmethode (Umluft ohne Vorheizen) gegenüber der ineffizientesten Methode (Ober- und Unterhitze mit Vorheizen) über 20 Prozent Energie sparen.

Und jetzt geht's an die Kochplatte

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Ganz unabhängig von der Art des Herdes kann energieeffizient gekocht werden. Wer beispielsweise ohne Deckel kocht, verbraucht bis zu dreimal so viel Energie wie wenn der Topf gedeckelt ist. Oder in Zahlen anhand des Energieverbrauchs zum Garen von 500 Gramm Kartoffeln ausgedrückt: Mit einem Topf ohne Deckel, der mit viel Wasser gefüllt ist, benötigt man auf einem Glaskeramikfeld rund 0,5 Kilowattstunden (kWh). Das sind rund 15 Cent pro Kochvorgang. Wenn man den Topf hingegen mit Deckel nutzt, verbraucht man lediglich rund 0,25 kWh. Die Stromkosten pro Kochvorgang reduzieren sich also um die Hälfte.

Wie lässt sich der Stromverbrauch beim Kochen senken?

  • Ein (flacher) Topf- oder Pfannenboden spart bis zu 30 Prozent Energie, wenn die Topfgröße dem Kochfeld entspricht.
  • Mit Wasserdampf garen: Wird weniger Wasser zum Kochen verwendet, lässt sich Energie sparen. Ein bis zwei Zentimeter Wasser reichen, um Kartoffeln, Eier oder Gemüse im Dampf zu garen. Denn man muss nicht nur weniger Wasser heiß machen, sondern das Erwärmen geht natürlich auch schneller.
  • Getreide-Produkte vorgaren: Nudeln sind schneller gar, wenn sie mit dem Wasser erhitzt und nicht erst ins kochende Wasser gegeben werden.
  • Nachwärme nutzen: Auch wenn der Elektroherd schon fünf bis zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit abgestellt wird, lässt sich das gewünschte Ergebnis erreichen.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 07. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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