Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Friteuse Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Friteuse lässt sich vor allem Fingerfood wie Pommes frites, Chicken-Wings, Falafel oder Gemüsesnacks im Handumdrehen frittieren.
  • Friteusen können entweder mit Fett oder aber mit etwas gesünderen Ölen betrieben werden, wohingegen Heißluftfriteusen gänzlich ohne zusätzliche Fette auskommen.
  • Vor allem im Gastrobereich, etwa in Großküchen und Restaurants, werden neben elektrischen Modellen auch Gas-Friteusen mit weitaus größerem Fassungsvermögen genutzt.

friteuse test

Sie sind auf der Suche nach der besten Friteuse passend zu Ihren Kochgewohnheiten? In unserer Kaufberatung auf n-tv.de stellen wir Ihnen 2020 nicht nur die verschiedenen Geräte-Kategorien unter den Friteusen vor, sondern geben Ihnen außerdem wichtige Hinweise zu den Punkten, die Sie bei Ihrer Auswahl unbedingt beachten sollten.

Des Weiteren stellen wir Ihnen einige der in Deutschland, Österreich und der Schweiz beliebtesten Hersteller der Küchengeräte vor, sodass Sie letztlich eine wohl informierte Kaufentscheidung treffen können.

1. Wie funktioniert eine Friteuse?

Wann und wo wurde die Friteuse erfunden?

Die Geburtsstätte der Friteuse ist, wie der Name des Geräts bereits erahnen lässt, Frankreich. 1789 entwickelte ein französischer Erfinder die erste Friteuse und wagte es bereits, ganze Hähnchen zu frittieren. Später wurde aus diesem frittierten Hähnchen der heute auf Volksfesten und Jahrmärkten so beliebte „halbe Hahn“.

In einer elektrischen Friteuse wird zunächst das eingefüllte Fett oder Öl mithilfe einer beheizbaren Bodenplatte oder eines Heizstabs erwärmt. Gastro-Friteusen, die mit Gas betrieben werden, verfügen stattdessen über Stab- oder Röhrenbrenner und sind mit einem Gasregler sowie einem Thermostat ausgestattet.

Die meisten modernen Friteusen weisen Kaltzonen am Boden auf, an denen das Öl etwas kühler bleibt als im Bereich darüber. Auf diese Weise verbrennen auf den Boden sinkende Frittierreste nicht und es entsteht kein oder zumindest deutlich weniger potenziell schädliches Acrylamid.

Acrylamid wird üblicherweise durch das intensive Erhitzen von stärkehaltigen Lebensmitteln freigesetzt, weshalb vor allem Pommes durch ein zu starkes Erwärmen belastet sein können. Aus diesem Grund wird auch empfohlen, Pommes frites nicht bei einer höheren Temperatur als 170 Grad Celsius zu frittieren.

Friteuse mit verschiedenen Speisen

In einer Fett-Friteuse lassen sich sowohl herzhaftes Fingerfood als auch leckere Desserts zubereiten.

Üblicherweise wird ein Friteusen-Korb aus Edelstahl mit den zu frittierenden Lebensmitteln gefüllt und anschließend entweder automatisch und auf Knopfdruck oder manuell in das heiße Fett oder Öl abgesenkt. Anschließend wird der Deckel geschlossen und innerhalb weniger Minuten sind viele Speisen servierbereit.

Die Temperatur kann über einen entsprechenden Regler an die jeweils in der Friteuse befindlichen Lebensmittel angepasst werden. Zu empfehlen ist außerdem, die frittierten Speisen zunächst kurz abtropfen und anschließend auf ein wenig Küchenpapier ruhen zu lassen, sodass nicht unnötig viel Öl oder Fett auf dem Teller landet.

Friteusen, die nicht mit Fett, sondern mit Heißluft betrieben werden, funktionieren ähnlich wie ein Elektroherd mit Umluft-Funktion, weisen allerdings eine deutlich höhere Wärmeleistung auf, sodass ein frittierähnliches Ergebnis erreicht wird.

2. Welche verschiedenen Arten von Friteusen gibt es?

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Heißluftfriteusen, die auch als Friteuse á air chaud verkauft werden, und Friteusen, die mit Öl oder Fett arbeiten. Auf n-tv.de stellen wir Ihnen anschließend beide Varianten und deren Eigenschaften vor, um Ihnen Ihre Entscheidung zu erleichtern.

Friteusen-Typ Eigenschaften
mit Öl oder Fett betriebene Friteuse
  • ausschließlich auf Frittieren von Speisen ausgelegt
  • zubereitete Gerichte zwar kalorienhaltiger, dafür aber geschmacklich besonders intensiv
  • Reinigen der Friteuse und Ölentsorgung etwas umständlich
  • Friteusen arbeiten verschiedenen Tests zufolge eher leise und sehr schnell
  • da Fett und Öl in heißem Zustand spritzen können, ist große Vorsicht geboten
  • bereits günstige Friteusen zu finden
Heißluftfriteuse
  • auch als AirFryer oder Dampf-Friteuse bezeichnet
  • kein potenziell spritzendes Öl, dadurch sicherere Verwendung
  • sowohl „Frittieren“ als auch Backen und Grillen möglich
  • Gerichte weniger kalorienhaltig und fettig; auch als Friteuse für gesunde Chips sehr gut geeignet
  • geschmacklich oft nicht genauso optimale Zubereitung möglich wie in herkömmlicher Friteuse
  • Heißluft-Friteusen laut diverser Tests leichter zu reinigen; kein Fett oder Öl zu entsorgen
  • in manchen Fällen lauter und häufig langsamer als Fett-Friteusen
  • teurer in der Anschaffung

3. Friteusen im Test: Worauf sollten Sie beim Kauf von Pommes-Friteuse, AirFryer und Co. achten?

Um die perfekte Friteuse für sich zu finden, sollten Sie folgende Kriterien ganz genau in Augenschein nehmen:

  • Fassungsvermögen in Liter
  • Anzahl der Frittierbehälter
  • Leistung in Watt
  • Funktionen und Zubehör
  • Bedienbarkeit
  • Ölfiltersystem
Pommes in einer Friteuse

Pommes frites gelingen in einer Friteuse einfach am besten.

Welches Fassungsvermögen Ihre Friteuse aufweisen sollte, hängt insbesondere davon ab, für wie viele Personen Sie Speisen zubereiten. Für Single-Haushalte sind beispielsweise Mini-Friteusen mit bis zu einem Liter Fassungsvermögen vollkommen ausreichend.

Zudem sind sie oftmals günstig und benötigen nicht mehr als 1.000 Watt Leistung. Auch als Camping-Friteuse sind die kleinen Modelle sehr gut geeignet.

Für Paare oder kleinere Familien sollte hingegen ein etwas größeres Modell mit bis zu 2 Litern Fassungsvermögen gewählt werden. Hier sollten Sie zudem Wert darauf legen, dass das Gerät eine Mindestleistung von 1.200 Watt aufweist, um auch ein schnelles Frittieren zu ermöglichen.

Sehr große Friteusen, die bis zu 4 Liter fassen, sind hingegen vor allem für Großfamilien geeignet und erhöhen aufgrund der höheren Leistung von etwa 2.200 bis 2.500 Watt auch den Stromverbrauch merklich – zumindest bei häufiger Benutzung. Daher sollte ein solch großes Modell nur dann gewählt werden, wenn es wirklich sinnvoll ist.

Hinsichtlich des Designs haben Sie hingegen die freie Wahl. Während die meisten Friteusen mit Kunststoff ummantelt sind, der in vielen verschiedenen Farbnuancen erhältlich ist, werden auch Friteusen aus Edelstahl angeboten. Beide Varianten sind robust und lassen sich ohne größere Probleme reinigen.

Vor allem Fett-Friteusen können mit unangenehmen Gerüchen einhergehen. Daher sollten Sie bereits beim Kauf darauf achten, dass spezielle Filter verbaut sind, welche die Gerüche neutralisieren.

Hähnchen in einem AirFryer

In einer Heißluftfriteuse können Sie Mahlzeiten gänzlich ohne Fett zubereiten.

Darüber hinaus ist eine einfache Bedienbarkeit das A und O. So werden einige Geräte mit Farb-Touch-Displays vermarktet, andere mit Drehreglern und Knöpfen. Hier können Sie je nach persönlicher Vorliebe wählen. Sinnvoll ist in jedem Fall ein Sichtfenster, über das Sie den Frittiervorgang unkompliziert und ohne den Deckel zu öffnen, überwachen können. LED-Leuchten informieren Sie häufig zusätzlich über den Frittierstatus.

Vor allem Heißluftfriteusen, aber auch einige herkömmliche Fett-Friteusen verfügen über speziell anwählbare Programme für unterschiedliche Speisen, sodass Sie sich die Einstellung der richtigen Garzeit und -temperatur sparen können. Letztere sollte generell nicht höher einstellbar sein als 175 Grad Celsius, da ab dann Schadstoffe entstehen können.

Häufig angebotenes Zubehör sind beispielsweise Steak-Käfige oder Dampfgarer-Einsätze für die Heißluftfriteusen.

Einige Friteusen werden zudem mit Doppel-Kammer angeboten. Das bedeutet, dass statt eines Ölbehälters zwei Behälter zur Verfügung stehen. Welche Vor-, aber auch welche Nachteile diese Form der Friteuse mit sich bringt, haben wir für Sie in folgender Übersicht zusammengefasst:

    Vorteile
  • mehrere verschiedene Speisen nebeneinander frittierbar
  • deutliche Zeitersparnis
  • Doppelkammer-Friteuse optimal, wenn ganze Mahlzeiten in Friteuse zubereitet werden sollen
    Nachteile
  • meist teurer als herkömmliche kleine Friteusen mit nur einem Behälter
  • größer, daher wird mehr Platz in Küche benötigt

4. Von welchen bekannten Marken können Sie Friteusen kaufen?

Kleine und große Friteusen werden vorrangig von klassischen Küchengeräte-Herstellern verkauft, darunter beispielsweise:

    • Moulinex
    • Tefal
    • AEG
    • Clatronic
    • Caso
    • DeLonghi
    • Philips
    • Palux

5. Stiftung Warentest: Wie urteilt das Verbraucherschutzinstitut im Friteusen-Test?

Bis 2019 testete das Verbraucherschutzinstitut 13 Heißluftfriteusen. Herkömmliche Fett- und Ölfriteusen wurden bislang nicht untersucht. Aus den getesteten Modellen gingen der Philips AirFryer und eine Profi Cook-Friteuse als Testsieger hervor.

Dabei scheint es im direkten Friteusen-Vergleich nicht unbedingt auf den Preis anzukommen. Während der Philips AirFryer mit mehr als 100 Euro zu Buche schlägt, wird für das Profi Cook-Gerät nur ein Preis von etwa 60 Euro aufgerufen, womit es sich auch für Einsteiger besonders gut eignet.

6. Häufig gestellte Fragen zu Friteusen

Sie haben weitere Fragen zur Verwendung und zum Reinigen Ihrer Friteuse? Auch diese beantworten wir Ihnen abschließend auf n-tv.de.

6.1. Wie sollte ich meine Friteuse reinigen?

Heißluftfriteusen werden mit nur wenig oder keinem Fett betrieben und sind zudem mit Antihaft-Beschichtungen ausgestattet, sodass die Reinigung besonders leicht fällt. Lediglich der Zutatenbehälter ist mit etwas Spülmittel und heißem Wasser zu reinigen und anschließend gründlich abzutrocknen. Im Idealfall lässt sich dieser entnehmen und ist sogar spülmaschinenfest.

Friteuse in rundlicher Form und mit orangen Applikationen

Friteusen werden in vielen verschiedenen Formen und Farben angeboten, sodass Sie ein perfekt auf Ihre Küche abgestimmtes Modell wählen können.

Bei einer mit Fett oder Öl arbeitenden Friteuse ist der Reinigungsaufwand etwas größer. Während Gastro-Modelle mit einem Ablauf und einem entsprechenden Zirkulationssystem ausgestattet sind, muss das Öl nach der Benutzung einer haushaltsüblichen kleinen Friteuse unbedingt manuell entfernt werden.

Zunächst sollten Sie also diesen Schritt durchführen, solange das Fett noch warm und nicht fest ist. Es sollte allerdings auch nicht so heiß sein, dass Verbrennungsgefahr besteht. Einige Maschinen, etwa von DeLonghi, verfügen über einen kleinen Auslass, der die Reinigung erleichtert.

Füllen Sie das Fett am besten zunächst in eine separate Schüssel oder Flasche. Sehr gut geht das, wenn Ihre Friteuse mit einem herausnehmbarem Ölbehälter ausgestattet ist. Füllen Sie den Ölbehälter anschließend mit Wasser und geben Sie einen Spritzer Spülmittel hinzu.

Lassen Sie das Wasser etwa 10 Minuten kochen, gießen Sie es anschließend ab und reiben Sie die Friteuse innen und außen mit einem Küchenpapier aus, das Sie in einem Gemisch aus Wasser und Essig getränkt haben. Putzen Sie abschließend noch einmal mit einem wasserfeuchten Lappen und dann mit einem trockenen Geschirrtuch nach.

Einige Hersteller bieten zudem Friteusen mit herausnehmbarem und spülmaschinenfestem Ölbehälter an, was vor allem die Reinigung großer Friteusen erleichtert.

6.2. Wie kann ich Friteusen-Öl richtig entsorgen?

Das in einem Behälter oder einer Wegwerfflasche gesammelte Fett sollten Sie zunächst erhärten beziehungsweise abkühlen lassen. Dann können Sie es entweder im erhärteten Block im Biomüll oder aber in einer verschlossenen Flasche im Hausmüll entsorgen. Um ein Auslaufen zu verhindern, ist es empfehlenswert, die Flasche zusätzlich mit Küchenpapier zu umwickeln.

Achtung: Altes Öl und Fett sollten Sie keinesfalls in den Abguss oder die Toilette schütten. Verstopfungen und anschließend notwendige Klempner-Einsätze können die unter Umständen teuren Folgen sein.

6.3. Wie sollte ich meine Friteuse lagern?

Nach der ausgiebigen Säuberung der Friteuse können Sie sie in der Speisekammer, im Küchenschrank oder einem Abstellraum aufbewahren. Achten Sie auf einen sicheren Stand, insbesondere dann, wenn ansonsten ein Herabstürzen droht.

Lassen Sie den Deckel leicht geöffnet, etwa indem Sie einige Schichten Küchenpapier zwischen Deckel und Ölbehälter klemmen, um einen Luftaustausch und das Abtrocknen eventuell zurückgebliebener Feuchtigkeitsrückstände zu ermöglichen.

Bildnachweise: amazon.de/Tefal, shutterstock.com/leungchopan, shutterstock.com/Venus Angel, shutterstock.com/Ryco Montefont, shutterstock.com/leungchopan, shutterstock.com/trailexplorers (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)