- Vom Warmwasserspeicher mit 5 l bis hin zu 300 l stehen Ihnen viele unterschiedliche Größen zur Verfügung. Die richtige Wahl hängt vom geplanten Verwendungszweck und vom Wasserbedarf ab.
- Ein wichtiger Aspekt ist die Energieeffizienzklasse, welcher der Warmwasserspeicher zugeordnet ist. An dieser Stelle nehmen Sie durch die Auswahl Einfluss auf die entstehenden Energiekosten.
- Vom Prinzip her gibt es den Warmwasserspeicher-Aufbau mit einer Direktbeheizung durch eine Flamme oder eine elektrische Heizwendel. Indirekt bedeutet dagegen, dass ein Standspeicher an die Heizungsanlage angeschlossen wird.

Das Thema Wasserspeicher ist bei Neubauten relevant, oder wenn es darum geht, einen alten gegen einen neuen auszutauschen. Das erklärte Ziel ist, stets einen Vorrat an warmem Wasser für alle Familienmitglieder in der Wohnung, oder auch für ein Mehrfamilienhaus, bereitzustellen. Der Vorteil liegt darin, dass Warmwasseranschlüsse von der Küche über das eigene Bad bis hin zum Waschbecken im Gäste-WC an vielen verschiedenen Stellen zur Verfügung stehen. Bei einem Neubau werden diese entsprechend eingeplant.
Geht es darum, umweltfreundliche Technologien einzusetzen, kann ein Warmwasserspeicher auch solar betrieben werden. Durch verschiedene Dämmsysteme wird die Wärme gehalten, sodass Ihnen auch an bewölkten Tagen angenehm temperiertes Wasser für die Körperpflege oder zum Kochen zur Verfügung steht. Informieren Sie sich in der nachfolgenden Kaufberatung auf n-tv.de über alles Wissenswerte zu dem Thema, bevor Sie einen Warmwasserspeicher kaufen, da die Investition durchaus beträchtlich sein kann.
1. Was ist ein Warmwasserspeicher und wie funktioniert er?
Warmwasserspeicher oder Boiler: Der Unterschied
Im Sprachgebrauch steht der Boiler als Synonym für einen Wasserspeicher, was auf den ersten Blick korrekt klingt, aber nicht ganz stimmt. Technisch gesehen, liegt der Unterschied in der Größe, die bei einem Boiler bis 50 l reicht, während ein Warmwasserspeicher 200 l und mehr fassen kann, was vom Wasserverbrauch im Haushalt abhängt.
Die beiden nachfolgenden Abschnitte auf n-tv.de dienen dem Ziel, Ihnen eine Orientierungshilfe bei der Suche nach dem besten Warmwasserspeicher für Ihre Bedürfnisse zu geben.
1.1. Den Warmwasserspeicher unter die Lupe genommen
Einen Warmwasserspeicher für Bad, Badewanne oder für ein ganzes Haus zu definieren, ist etwas schwierig. Leben Sie in einer Wohnung oder in einem Haus mit älterer Technik, dann werden Sie einen Boiler im Bad haben, der für die Warmwasserversorgung genau dort zuständig ist. Es handelt sich grundsätzlich ebenso um einen Wasserspeicher wie einer, der im Keller steht und an die zentrale Heizanlage angeschlossen wird, aber deutlich größer ist.
Suchen Sie beispielsweise nach einem Warmwasserspeicher mit 5 l, dann geht es zumeist um einen Speicher, der in der Küche über oder unter der Spülmaschine montiert wird und lokal als Warmwasserquelle dient. Es handelt sich um eine dezentrale Lösung direkt dort, wo ein Zulauf benötigt wird.
1.2. Der Warmwasserspeicher-Aufbau aus funktionaler Sicht

Warmwasserspeicher halten warmes Wasser für Sie bereit, wenn Sie z. B. duschen oder baden möchten.
Unabhängig davon, ob Sie einen Warmwasserspeicher aus Edelstahl oder anderen Materialien suchen: Wichtig ist, dass die interne Dämmung so effizient wie möglich funktioniert.
Dies spart Energiekosten, da die Temperatur im Warmwasserspeicher aus Edelstahl oder einem anderen Material länger gehalten werden kann.
Im Wesentlichen hängt die Energieeffizienz von der Qualität der Isolierung und der Dicke des verwendeten Dämmmaterials ab. Dies ist umso wichtiger, je größer das Fassungsvermögen in l des Speichers ist.
2. Warmwasserspeicher im Vergleich: Welche Arten gibt es?
Um Ihnen die verschiedenen Warmwasserspeicher-Typen mitsamt ihren Eigenschaften näher zu bringen, finden Sie auf n-tv.de nachfolgend Informationen, mit denen die Bauart der Pufferspeicher und die Beheizungsart erläutert wird.
Laut einer Statistik liegt der Anteil für die permanente Bereithaltung warmen Trinkwassers zum Duschen, Baden oder Kochen bei ca. 15 % des gesamten Energieverbrauchs in Haushalten. Daher stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, einen günstigen Warmwasserspeicher mit schlechterer Energieeffizienz zu kaufen, da die laufenden Kosten auf Dauer höher sein werden.
2.1. Der Warmwasserspeicher und die Bauart
| Warmwasserspeicher-Kategorie | Eigenschaften |
|---|---|
| Offen betriebener Warmwasserspeicher
|
|
| Geschlossen betriebener Warmwasserspeicher
|
|
2.2. Die Beheizungsarten für den Warmwasserspeicher

Warmwasserspeicher eignen sich für große Haushalte mit hohem Warmwasserbedarf.
Wie in diversen Warmwasserspeicher-Tests gezeigt worden ist, sind Modelle mit einer direkten Beheizung gegenüber der indirekten Variante aus Effizienzgründen auf dem Rückzug. Nachfolgend werden Ihnen dennoch beide kurz vorgestellt:
- Bei der Direktbeheizung wird das Wasser im Warmwasserspeicher mit 200 l oder einem höheren Fassungsvermögen erhitzt. Der Nachteil liegt darin, dass ein Anschluss an die hauseigene Abgasanlage notwendig ist. Geht es um einen Warmwasserspeicher mit 5 l, der elektrisch betrieben wird und relativ klein ist (Untertisch-Warmwasserspeicher-Boiler für die Küchenspüle), entfällt dieses Problem.
- Bei der indirekten Beheizung erfolgt die Erwärmung des Wassers im Pumpspeicher durch das Heißwasser der Heizungsanlage. Entsprechend wird kein Anschluss an die Abgasanlage benötigt. Diese Lösung eignet sich primär für eine dezentrale Versorgung des Haushalts mit Warmwasser.
3. Welche Kaufkriterien sind wichtig bei einem Warmwasserspeicher?
3.1. Warmwasserspeicher und Durchlauferhitzer: Ein Vergleich
Nicht immer ist die Montage eines größeren Warmwasserspeichers möglich, weshalb der Vergleich mit einem Durchlauferhitzer Sinn macht:
- Vorteile
- Energieverbrauch nur, wenn direkt Warmwasser gebraucht wird
- unbegrenzte Menge an Warmwasser
- es besteht keine Gefahr der Legionellenbildung (kann eine Lungenentzündung hervorrufen)
- benötigt, was die Maße in cm anbetrifft, dank der kompakten Bauform wenig Platz
- wird je nach Modell mit Gas oder Strom betrieben
- Nachteile
- benötigt Zeit zum Erwärmen, was den Wasserverbrauch erhöht
- es besteht keine Speichermöglichkeit, sodass die günstigen Nachtstromtarife nicht genutzt werden können
3.2. Das Gewicht in kg
Das Eigengewicht des Warmwasserspeichers spielt aus statischen Gründen vor allem dann eine Rolle, wenn es sich um einen Hängespeicher handelt. Es kommt die Wassermenge hinzu; pro Liter wird 1 kg aufaddiert.
3.3. Die Leistung in Watt
Hierüber wird die Heizleistung in kW (Kilowatt) definiert. Je größer der Boiler ist, umso höher sollte die Leistung sein. Davon hängt auch ab, bis zu welcher Temperatur das Wasser erhitzt werden kann und wie hoch der Stromverbrauch ist, wobei auch der Wärmeverlust eine Rolle spielt. Im Idealfall liegt der obere Temperaturwert bei 85 ° Celsius.
Tipp: Laut gesetzlicher Vorgaben muss neben der Energieeffizienz der Wärmeverlust bei einem Warmwasserspeicher in Watt angegeben werden. Dieser wird auch als Stillstandverlust bezeichnet.
3.4. Den Warmwasserspeicher mit Solarenergie und Alternativen betreiben
Sie können Ihre Energiekosten maßgeblich senken, wenn Sie den Warmwasserspeicher mit einer Solaranlage im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe betreiben. Letztere führt Wärme aus der Umwelt, wie etwa dem Boden oder aus der Luft, in das Heizsystem ein. Eine weitere interessante Alternative ist der Warmwasserspeicher auf dem Dach, wobei die Wärme der Sonne genutzt wird.
Ebenso besteht die Möglichkeit, den Warmwasserspeicher über Fernwärme in das Heizungssystem zu integrieren. In allen genannten Fällen sind eine fachmännische Beratung und Durchführung der Installationen empfehlenswert.
4. Welches sind die beliebtesten Warmwasserspeicher-Hersteller?

Warmwasserspeicher gibt es in vielen unterschiedlichen Größen.
Ob der Warmwasserspeicher elektrisch oder auf eine andere Art betrieben wird: Namhafte Anbieter auf dem Markt versorgen Sie mit den unterschiedlichsten Modellen, was auch optisch stylische Warmwasserspeicher aus Edelstahl umfasst. Zu den etablierten Marken zählen:
- Vaillant
- Buderus
- Bosch
- Cosmo
- Gorenje
- Globus
Achten Sie bei der Auswahl auf die benötigten Warmwasserspeicher-Anschlüsse mit zwei oder drei Zuleitungen, da der Speicher sonst nicht in Ihrem Haushalt verwendbar ist.
5. Fragen und Antworten zum Thema Warmwasserspeicher
5.1. Stehen Warmwasserspeicher-Tests der Stiftung Warentest zur Verfügung?
Derzeit stehen keine speziellen Warmwasserspeicher-Tests oder Heißwasserspeicher-Tests der Verbraucherorganisation zur Verfügung. Selbst artverwandte Themen sind älteren Datums, sodass hier grundsätzlich kein Warmwasserspeicher mit Testsieger-Qualitäten präsentiert werden kann. Achten Sie auf Neuigkeiten auf dem Portal in 2025, was auch für Öko-Test gilt.
» Mehr Informationen5.2. Wie groß muss ein Warmwasserspeicher sein?
Die Größe hängt davon ab, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben und wie hoch der tägliche Warmwasserverbrauch ist. Rechnen Sie pro Tag und Kopf mit ca. 30 bis 50 Litern. Ein Fassungsvermögen zwischen 50 l und 150 l sollte vollkommen ausreichen.
» Mehr Informationen5.3. Um was handelt es sich bei einer Wasserspeicher-Anode?
Genau genommen handelt es sich aus technischer Sicht um eine Opfer-Anode. Sie besteht im Gegensatz zur tatsächlichen Warmwasserspeicher-Anode aus Magnesium und wird im Gebrauch zuerst von Rost befallen, was die gesamte Lebensdauer der Anlage erhöht.
» Mehr Informationen5.4. Wie funktioniert ein Warmwasserspeicher, der druckfest ist?
Ein Warmwasserspeicher muss druckfest sein, wenn er über den vorhandenen Druck der Wasserleitung funktioniert. Dieser liegt nach Wasserversorger bei 3 bar und mehr. Kurz gesagt, handelt es sich um einen indirekt beheizten Warmwasserspeicher-Aufbau mit zwei Anschlüssen, im Gegensatz zu einem Unterschrankboiler als Einzellösung mit drei Anschlüssen für den Warmwasserspeicher. Achten Sie penibel auf die richtige Auswahl, da ein druckloser Wasserspeicher explodieren kann, wenn er falsch installiert wird.
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