Kaufberatung: Mit unserem Nähmaschine Vergleich 2021 finden Sie das richtige Produkt

Erste Fakten
  • Nähmaschinen eignen sich dazu, Stoffe mittels einer Naht miteinander zu verbinden. Auf diese Weise lassen sich Kleidungsstücke, Taschen oder einzigartige Wohnaccessoires herstellen.
  • Es gibt drei verschiedene Arten von Nähmaschinen: mechanische Nähmaschinen, Computer-Nähmaschinen und Industrie-Nähmaschinen. Für den privaten Hausgebrauch sind jedoch lediglich die mechanischen und computergesteuerten Modelle zu empfehlen. Mini-Nähmaschinen werden hingegen gern als Kinder-Nähmaschinen eingesetzt.
  • Ein Nähmaschine für Anfänger sollte die wichtigsten Stiche ermöglichen. Wer darüber hinaus Ziernähte oder Stickereien kreieren möchte, sollte auf eine Computer-Nähmaschine oder eine Nähmaschine mit Stickfunktion zurückgreifen.

naehmaschine-test

Bis vor wenigen Jahrzehnten war in nahezu jedem Haushalt eine Nähmaschine zu finden. Früher wurden die Geräte von der ärmeren Gesellschaft fast ausschließlich dazu benutzt, Löcher zu stopfen und vergleichsweise günstige Kleidungsstücke herzustellen.

Auch wenn die Nähmaschine zwischenzeitlich aus der Mode gekommen war, erlebte sie in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Heute geht es aber vor allem darum, sich individuell zu entfalten und besondere Kreationen zu erschaffen.

Da das aktuelle Angebot an Nähmaschine sehr unübersichtlich ist, haben wir die besten Modelle in unserem Nähmaschinen-Vergleich 2021 auf n-tv.de für Sie zusammengestellt. Werfen Sie einen Blick in die unterschiedlichen Kategorien und suchen Sie sich ein passendes Modell heraus. In unserer Kaufberatung verraten wir Ihnen, was eine gute Nähmaschine ausmacht.

1. Was ist eine Nähmaschine und wie kann sie eingesetzt werden?

mutter und tochter widmen sich gemeinsam einem naeh-projekt

Nähen ist ein Hobby, welches Sie auch gemeinsam mit Ihrem Kind ausüben können.

Nähen ist mittlerweile zu einem weit verbreiteten Hobby geworden. Während manche lieber Taschen und Accessoires nähen, spezialisieren sich wiederum andere auf das Nähen von Kleidung. Aber eines haben alle gemein: Beim Nähen kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden.

Viele Näh-Fans schwärmen davon, dass sie durch diese Art der Handarbeit schöne, einzigartige und praktische Dinge selbst herstellen können. Auch selbstgenähte Geschenke kommen bei Freunden und Familienmitgliedern sehr gut an.

Wer besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann zudem alte Kleidung verwenden, um daraus neue Kreationen zu zaubern. Auf diese Weise landen weniger Textilien im Müll.

Auch wenn ein bisschen Übung im Umgang mit der Maschine erforderlich ist, lassen sich bereits nach kurzer Zeit kreative Projekte umsetzen. Um das handwerkliche Grundwissen zu erlernen, können Sie entweder einen Nähkurs besuchen oder sich durch die zahlreichen Blogs im Internet Wissen aneignen.

Die Hauptaufgabe einer Nähmaschine besteht darin, Stoffe mithilfe eines Fadens miteinander zu verbinden. Dazu wird der Oberfaden mithilfe eines Greifers durch den Stoff geschoben. Anschließend sorgt ein Fadengreifer dafür, dass der Unterfaden mit der entstanden Schlinge des Oberfadens verbunden wird.

Sich eine eigene Nähmaschine anzuschaffen, hat folgende Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • Kreativität kann ausgelebt werden
  • es entstehen schöne, einzigartige und praktische Dinge
  • Freunden und Familienmitgliedern kann mit individuell hergestellten Geschenken eine Freude bereitet werden
  • Möglichkeit, alte Klamotten und Textilien neu zu verarbeiten
    Nachteile
  • Anschaffung einer Nähmaschine und entsprechendem Zubehör ist mit Kosten verbunden
  • Nähen von anspruchsvollen Projekten nimmt viel Zeit in Anspruch

2. Welche unterschiedlichen Arten von Nähmaschinen gibt es?

Kinder-Nähmaschinen

Da viele Eltern neue Nähprojekte gemeinsam mit ihren Kindern umsetzen möchten, gibt es mittlerweile auch zahlreiche Modelle, die sich für Kinder eignen. Nähmaschinen für Kinder sind kleiner, sodass sie auch von kleinen Händen bedient werden können. Zudem sind diese Mini-Nähmaschinen häufig mit einem integrierten Fingerschutz ausgestattet.

In früheren Zeiten wurden Nähmaschinen ausschließlich mechanisch per Fußpedal oder Handkurbel angetrieben. Alte Nähmaschinen werden mittlerweile jedoch nur noch zu dekorativen Zwecken genutzt, da sie im Gegensatz zu neuen Modellen sehr wenig Komfort aufweisen.

Auch wenn es heutzutage noch viele mechanische Nähmaschinen gibt, rücken auch Computer-Nähmaschinen in den Vordergrund. Diese lassen sich komfortabel bedienen und sind auch für aufwendigere Stiche zu empfehlen.

Die meisten Modelle, die heutzutage verkauft werden, zählen zu den elektrischen Nähmaschinen. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Nähmaschinen, die sich sowohl hinsichtlich der Optik und Funktionsweise als auch in Bezug auf den Einsatzzweck unterscheiden.

In unsere Vergleichstabelle auf n-tv.de finden Sie hauptsächlich computergesteuerte Modelle und Freiarm-Nähmaschinen. Dennoch möchten wir Ihnen in der folgenden Tabelle alle drei Varianten vorstellen:

Nähmaschinen-Typ Eigenschaften
mechanische Nähmaschine
  • Nähmaschine für den Hausgebrauch
  • beliebtestes Modell
  • zumeist als Freiarm-Nähmaschine erhältlich, die über einen abnehmbaren Anschiebetisch verfügt
  • für fast alle Stoffarten geeignet
  • Stiche und andere Einstellungen werden über Hebel und Rädchen vorgenommen
  • hochwertige Modelle verfügen über viele Zusatzfunktionen
  • Versäubern von Kanten nicht möglich
Computer-Nähmaschine
  • verfügen über verschiedene Nähprogramme, die über eine Software gesteuert werden können
  • Stichmuster lassen sich per Kabel vom PC auf die Nähmaschine übertragen
  • diese Art von Nähmaschinen können ohne Fußpedal benutzt werden
  • Näheinstellungen werden über Tasten ausgewählt
  • größere Programmvielfalt
Industrie-Nähmaschinen
  • werden in Betrieben eingesetzt
  • zum Verarbeiten mehrerer Lagen und dickerer Stoffe optimal geeignet
  • gleichmäßigere Stiche durch optimierte Arbeitsweise des Transports
  • spezielles Garn notwendig
  • sehr teuer und groß
  • schlecht zu transportieren

Sind Sie auf der Suche nach einer einfachen Nähmaschine, die leicht zu bedienen ist, sollten Sie sich für eine klassische, mechanisch betriebene Freiarm-Nähmaschine entscheiden. Möchten Sie hingegen eine Profi-Nähmaschine haben, ist eine Computer-Nähmaschine empfehlenswert.

Auch wenn mechanische Modelle für die meisten Projekte ausreichend sind, schneiden computergesteuerte Nähmaschinen im Test häufig besser ab. Dies liegt daran, dass Computer-Nähmaschinen wesentlich mehr Funktionen aufweisen und daher flexibler einsetzbar sind.

Neben diesen Varianten gibt es zusätzlich noch Overlock-Nähmaschinen und Coverlockmaschinen, die vor allem beim Nähen von Kleidungsstücken zum Einsatz kommen. Mit einer Overlock-Nähmaschine können Sie gleichzeitig vernähen und versäubern, während das Erstellen von Ziernähten die Hauptaufgabe einer Coverlock ist.

3. Was zeichnet eine gute Nähmaschine aus?

verschiedene naehfuesse fuer die naehmaschine

Bei den meisten Nähmaschinen sind verschiedene Nähfüße im Lieferumfang enthalten.

Möchten Sie eine Nähmaschine kaufen, sollten Sie sich zunächst einmal überlegen, für welche Zwecke Sie diese benötigen. Für die Reparatur eigener Kleidungsstücke reicht eine einfache mechanische Nähmaschine völlig aus.

Die Nähmaschine sollte jedoch über die wichtigsten Stichprogramme verfügen. Dazu gehören in erster Linie ein Geradstich, ein Zickzackstich und ein Steppstich.

Haben Sie hingegen vor, eigene Kleidung zu entwerfen und aufwendigere Nähprojekte umzusetzen, sollten Sie zu einer Nähmaschine greifen, die über weitere Stiche verfügt. Elastik- und Overlockstiche sind in diesem Fall besonders wichtig. Computer-Nähmaschinen haben oftmals bis zu 200 verschiedene Nähprogramme.

Ein guter Nähfuß ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene ein sehr wichtiger Bestandteil. Neben einem Universalfuß sollten weitere Nähfüße im Lieferumfang der Nähmaschine enthalten sein.

Die individuelle Einstellung des Nähfußdrucks ist vor allem bei außergewöhnlicheren Stoffen wichtig. Möchten Sie mit Ihrer Nähmaschine Jeans, Leder und andere dicke Stoffe nähen, sollte der Nähfuß zudem beweglich und in der Höhe verstellbar sein.

Auch wenn Sie bei einer Computer-Nähmaschine ohne Fußpedal nähen können, kann die Geschwindigkeit über das Pedal besser gesteuert werden. Modelle mit Freiarm sind zudem sehr beliebt, da Ärmel, Hosenbeine und Ausschnitte auf diese Weise wesentlich einfacher genäht werden können.

Folgende weitere Ausstattungsmerkmale erhöhen zusätzlich den Komfort:

  • Automatische Fadenspannung
  • Einstellbarer Nähfußdruck
  • Nählicht
  • Fadenschneider
  • Nadeleinfädler
  • Obertransportfuß
  • Rückwärtsgang

Über welche Funktionen Ihr gewünschtes Modell können Sie ganz einfach in unserer Vergleichstabelle auf n-tv.de nachschauen.

Tipp: Möchten Sie mit Ihrer Nähmaschine Leder, Jeans oder andere feste Stoffe nähen, sollten Sie auf eine hohe Motorleistung achten. Wie viel Watt die Maschine hat, sagt jedoch zumeist wenig aus. Wichtiger ist die Übersetzung des Motors zur Maschine. Auch wenn die speziellen Nähmaschinen für dicke Stoffe teurer sind, ist die Anschaffung in der Regel lohnenswert.

4. Wie lässt sich eine Nähmaschine reinigen?

oel wird in die spule einer naehmaschine getraeufelt

Mit speziellem Nähmaschinenöl können Sie die Spule und das Greifersystem mechanischer Nähmaschinen ölen.

In einer Nähmaschine sammeln sich mit der Zeit Stoffreste und Staub, sodass sie regelmäßig gereinigt werden muss. Bauen Sie die Nähmaschine dazu so weit wie möglich auseinander, sodass Sie die Verschmutzungen beseitigen können. Dabei können Sie eine Pinzette oder einen Pinsel zu Hilfe nehmen.

Das Gehäuse kann ganz einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Achten Sie dabei jedoch unbedingt darauf, dass kein Wasser ins Innere der Maschine gerät.

Zudem sollten Sie die Nähmaschine regelmäßig ölen. Wie dies bei Ihrem Gerät genau funktioniert, können Sie der Bedienungsanleitung entnehmen. Oftmals findet sich auch ein Abschnitt dazu, wie Sie die Nähmaschine selbst reparieren können.

Tipp: Tauschen Sie die Nadel in der Nähmaschine aus, sobald diese stumpf oder verbogen ist.

5. Nähmaschinen im Test der Stiftung Warentest – welche Modelle sind besonders empfehlenswert?

In einem Nähmaschinen-Test im Jahr 2019 hat die Stiftung Warentest 15 verschiedene Modelle in drei verschiedenen Kategorien getestet: Nähen, Handhabung und Haltbarkeit. Nur knapp die Hälfte der getesteten Geräte ließ sich leicht bedienen.

Nähmaschinen-Testsieger wurde die Brother Innov-is F400. Die fünf schlechtesten Modelle schlossen mit der Note befriedigend ab.

Im Nähmaschinen-Test zeigte sich, dass die meisten Maschinen sehr gut mit Jersey zurechtkamen. Auch dickere Lagen Stoff stellten in der Regel kein Problem dar. Problematisch waren hingegen Reißverschlüsse und Zierarbeiten.

6. Was sind weitere häufige Fragen zum Thema Nähmaschinen?

6.1. Gibt es spezielle Nähmaschinen für Anfänger?

Für Anfänger eignen sich Nähmaschinen, die zwar über die wichtigsten Sticharten, aber möglichst wenig komplizierte Zusatzfunktionen verfügen. Wichtig ist, dass sich die Nähmaschine einfach einstellen und bedienen lässt.

Da das Einfädeln in eine Nähmaschine für Anfänger sehr schwierig sein kann, sollte Sie in diesem Fall zu einem Modell mit automatischem Einfädler greifen. Dadurch müssen Sie nur noch den Unterfaden in die Nähmaschine einfädeln.

6.2. Nähmaschinen-Zubehör – welche weiteren Utensilien benötige ich?

zahlreiche stoffe in einem fachgeschaeft

Sowohl Stoffläden als auch Onlineshops bieten eine große Auswahl an verschiedenen Stoffen.

Wer Nähen möchte, braucht nicht nur eine Nähmaschine, sondern auch entsprechendes Zubehör. Dazu zählen vor allem Spulen, Garnrollen, Nadeln, verschiedene Nähfüße und Stoffe. Zudem ist im Lieferumfang der Geräte zumeist ein Schraubendreher enthalten, sodass Sie die Stichplattenschrauben lösen und die Fadenspannung einstellen können.

Möchten Sie die Nähmaschine nicht dauerhaft aufstellen, sollten sie sich zudem eine spezielle Abdeckung zulegen, sodass die Maschine bei Nichtgebrauch vor Staub geschützt ist.

6.3. Wie viel Geld sollte ich für eine gute Nähmaschine ausgeben?

Nähmaschinen sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich. Für Anfänger reichen günstige Maschine, die über die wichtigsten Funktionen verfügen. Diese kosten etwa um die 100 Euro. Computer-Nähmaschinen bekommen Sie hingegen erst ab etwa 300 bis 400 Euro.

Nähmaschinen mit Stickfunktion sind noch teurer und lohnen sich oftmals nur dann, wenn Sie regelmäßig Stickereien zaubern möchten. Der Preis der besten Nähmaschinen liegt meist sogar im fünfstelligen Bereich.

Die wahrscheinlich bekannteste Marke im Bereich Nähmaschinen ist Singer. Aber auch andere Hersteller wie Pfaff, Bernette, Juki, Brother, Carina und Bernina sind weitverbreitet. Günstige Nähmaschine bekommen Sie beispielsweise von der Firma Tristar oder im Angebot bei Lidl oder Aldi.

6.4. Kann ich auch eine gebrauchte Nähmaschine kaufen?

Natürlich ist es auch möglich, eine gebrauchte Nähmaschine auf dem Flohmarkt oder bei einem Online-Marktplatz zu kaufen. Allerdings können Sie die Nähmaschine vorher nicht ausprobieren, sodass Sie nicht sicher sein können, dass das Gerät vollständig funktionstüchtig ist.

Sie wissen noch nicht, ob Ihnen das Nähen wirklich Spaß bereitet? In diesem Fall macht es Sinn, dass Sie zunächst eine Nähmaschine mieten. Auf diese Weise können Sie testen, ob sich die Anschaffung einer eigenen Maschine lohnt.