Ratgeber

Saugroboter im Warentest Nur die Teuren machen einen sauberen Job

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Nicht allzu viele Saugroboter können überzeugen.

(Foto: imago images/Michael Weber)

Für die allermeisten ist das Saubermachen der eigenen Bude nur lästig. Gut, dass es Putzhilfen gibt. Auch in Form von Robotern. Doch deren Dienstleistungen sind oftmals nicht allzu gründlich und auch nicht wirk­lich selbst­ständig, wie Warentest festgestellt hat.

Den Haushalt auf Vordermann zu bringen, gehört ja leider zu den eher lästigen Pflichten. Wie gut, dass es für die Mühsal immer mehr technische Helfer gibt. So kann das Staubsaugen auch vom Roboter erledigt werden. Allerdings bleiben gerne mal ein paar Flusen oder Krümel liegen, wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Test erneut feststellen musste.

Dabei krabbeln die technischen Helfer unters Sofa und in die Ecken, sollen Krümel und Staub verschwinden lassen und nehmen ihren Besitzern im Optimalfall die Basis­reinigung ab. Um herauszufinden, welche Saugroboter zuver­lässig und gründlich arbeiten, ließen die Tester die Modelle auf einem Prüf­stand Teppich und Hartboden säubern. Dafür wurde beispielsweise eine genau abge­wogene Menge Mineralstaub in Teppich eingewalzt oder auf Holz­boden verteilt. Zudem wurden Fasern und kleine Hutmuttern aus Kunststoff, die groben Schmutz wie eine herunter­gefalle Erdnuss simulieren, verstreut.

Härtetest Haare

Eine neue Hürde im Test machte es den zwölf Saugrobotern zu Preisen zwischen 160 und 1000 Euro im Prüfinstitut noch schwerer: Haare. Erstmalig wurden lange Haare im Testraum verteilt. Damit kamen viele nicht klar, sie verhedderten sich und piepsten um Hilfe. Insgesamt, so das Fazit des neuesten Tests, arbeiten die kleinen Sauger nicht allzu gründlich, nicht gerade unauffällig und auch nicht wirklich selbstständig.

Daneben scheitern viele Saugroboter daran, den feinen Mineralstaub aufzunehmen. Außerdem zeigen viele Roboter entweder auf Teppichboden oder auf Hartboden eine schwache Reinigungs­leistung. Damit nicht noch mehr Krümel liegen bleiben, sollten Anwender beachten, dass die Roboter am besten in Räumen mit glatten Böden und übersichtlicher ­­Einrichtung reinigen. In verwinkelten, zugestellten Zimmern mit hohen Türschwellen kommen sie schnell an ihre Grenzen. Auch hoch­florige Teppiche bremsen sie aus. Einen guten Bodenstaubsauger ersetzen sie meist nicht.

Nur drei Geräte sind "gut"

Das Test­ergebnis laut Redak­teurin Anne Kliem: "Sechs Roboter saugen akzeptabel auf Hart- und Teppichboden, und insgesamt ist mehr Verlass auf die teuren Modelle." Und die können sogar noch teurer werden, denn die Experten befragten auch die Hersteller zu den Folge­kosten. Bei fast allen Modellen verschleißen Haupt­bürste, Filter­einheit und Seiten­bürsten. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie oft und auf welchen Böden der Sauger unterwegs ist. Damit die Leistungsfähigkeit aber erhalten bleibt, empfehlen viele Anbieter den regel­mäßigen Austausch solcher Verschleiß­teile. Was bei einzelnen Modellen über 100 Euro im Jahr kosten kann.

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Außerdem wurde bemängelt, dass alle Geräte bis auf das Gerät von iRobot alle­samt laut sind. Wenigstens rollen nach getaner Arbeit alle Putzhelfer selbstständig zu ihrer Lade­station zurück. Dabei navigieren Saugroboter ­autonom, die aktuell geprüften Modelle lassen sich zudem per App programmieren, damit sie auch dann saugen, wenn niemand zu Hause ist - so bleibt den Bewohnern das Dauersurren erspart.

Mit "gut" wurden dann aber auch lediglich drei Geräte bewertet. Als da wären: Der Testsieger von Bosch "Roxxter Serie 6" für 800 Euro (Note 2,3), der "Roomba i7158" von iRobot für 500 Euro (2,4) und der "Botvac Connected D7" von Neato (420 Euro, 2,5).

Quelle: ntv.de, awi