Ratgeber

Reinemachen mit Warentest Saug- und Wischroboter - keiner ist gut

Der Testsieger von Vorwerk reinigt gut. Die Prüfer loben unter anderem, dass er dicht an Kanten und Ecken säubert. Foto: Vorwerk

Ein guter Saugroboter säubert auch dicht an Kanten und Ecken.

(Foto: dpa)

Es soll ja Leute geben, die Freude daran haben, den Haushalt auf Vordermann zu bringen. Für diejenigen, die nicht dazugehören und auch etwaige Mitbewohner lieber machen lassen, gibt es für die Mühsal technische Helfer. Doch Saug- und Wischroboter reinigen doch eher bescheiden, wie Warentest festgestellt hat.

So mancher kann ja beim Saubermachen entspannen oder das Gesauge und Geschrubbe als Fitnessprogramm ansehen. Manch einer assoziiert derlei Tätigkeiten gar mit einer inneren Reinigung. Wie beneidenswert. Für die Allermeisten ist das Saubermachen der eigenen Bude aber nur lästig. Zunehmend werden derartige Pflichten deshalb an die ansonsten beargwöhnte künstliche Intelligenz abgegeben.  

Zum Beispiel an Saug- und Wischroboter. Was ja auch erst einmal praktisch klingt. Sollen doch die Putzhelfer staubsaugen und wischen, während man es sich selbst gutgehen lassen kann. So bleibt dann zum Beispiel mehr Zeit, um endlich mal ungestört echte "Quality time" mit seinem Smartphone zu verbringen. Oder etwa doch nicht?

Staub bleibt liegen

Die Stiftung Warentest wollte es genau wissen und hat fünf Saug- und Wischroboter als Kombigeräte und zwei reine Wischroboter zu Preisen zwischen 665 und 179 Euro getestet. Resultat: Die Erfolge beim Reinemachen lassen zu wünschen übrig. Besonders beim Saugen kommt keins der Geräte über ein "befriedigend" hinaus. Oberflächlich betrachtet sorgt ihr Bemühen zwar für blanke Böden, zu oft bleibt aber einiges an Schmutz liegen oder bleiben nach dem Wischen Flecken sichtbar.

Damit nicht noch mehr Krümel liegen bleiben, sollten Anwender beachten, dass die Roboter am besten in Räumen mit glatten Böden und übersichtlicher ­­Einrichtung reinigen. In verwinkelten, zugestellten Zimmern mit hohen Türschwellen kommen sie schnell an ihre Grenzen. Auch hoch­florige Teppiche bremsen sie aus. Einen guten Bodenstaubsauger ersetzen sie nicht. Aber immerhin rollen nach getaner Arbeit alle Putzhelfer selbständig zu ihrer Lade­station zurück. Dabei navigieren Saugroboter ­autonom, die aktuell geprüften Modelle lassen sich zudem meist per App programmieren, damit sie auch dann saugen, wenn niemand zu Hause ist - so bleibt den Bewohnern das Dauersurren erspart.

Besser abwarten oder auf reine Saugroboter setzen

Bei den Kombigeräten werden lediglich zwei sowohl beim Saugen als auch beim Wischen mit "befriedigend" beurteilt. Unter anderem ist dies beim "Ecovacs Deebot Ozmo 930" für 380 Euro der Fall (Gesamtergebnis 3,1). Die beiden Wischroboter bekommen wenigstens in ihrer Disziplin ein "gut". Insgesamt reicht es für den 665 Euro teuren "iRobot Braava jet m6" und den "Moneual Everybot RS700" (197 Euro) aber nur für ein "befriedigend" (beide 3,5). Was unter anderem auch daran liegt, dass die Tester das Datensendeverhalten, wie bei allen anderen per App zu steuernden Robotern auch, kritisch sehen.   

Unterm Strich kommt Warentest zu dem Schluss, dass Saubermachmuffel besser auf optimierte Nachfolgeräte hoffen sollten. Oder sie greifen auf die beim letzten Test für "gut" befundenen reinen Saugroboter zurück. Namentlich wären das:  Der "Vorwerk Kobold VR300" für 800 Euro oder der "AEG RX9-1-IBM" für 150 Euro weniger. Beide Helfer sind noch im Handel erhältlich.  

Quelle: ntv.de, awi