Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Slow Juicer Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Slow Juicer arbeiten, anders als herkömmliche Entsafter, sehr langsam und schonen damit die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe, die in Hochleistungsmixern und Zentrifugalentsaftern oft zerstört werden.
  • Durch die langsame Arbeit der Saftpressen wird zudem keine Wärme erzeugt, weshalb Slow Juicer auch als Kaltentsafter oder Kältepressen bekannt sind.
  • Außer Säften lassen sich mit Slow Juicern auch Cocktails, Pasten, Babynahrung und leckere Smoothies zubereiten.

slow juicer test

Sie möchten einen Slow Juicer kaufen und sind auf der Suche nach dem perfekten Gerät passend zu Ihren Ansprüchen? In unserer Kaufberatung 2020 auf n-tv.de finden Sie sämtliche Informationen, die Sie zur Funktionsweise, den Unterschieden zwischen den einzelnen Geräte-Kategorien und den Herstellern der populären Küchenhelfer benötigen.

Zudem erläutern wir im Detail, welche Kriterien Sie genauestens prüfen sollten, um den besten Slow Juicer für sich zu finden.

1. Wie funktioniert ein Slow Juicer?

Wie entstand die Idee für den Slow Juicer?

Slow Juicer arbeiten mit wenigen Umdrehungen, um die Kaubewegungen des Menschen bestmöglich nachzuahmen. Optimalerweise bewegen wir unsere Nahrung etwa 30 Mal pro Minute in unserem Mund hin und her. Dabei zerkleinern wir sie und bereiten sie bestmöglich auf die weiteren Verdauungsprozesse vor, sodass besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe von unserem Körper aufgenommen werden. Auf diesem Prinzip basieren auch die langsamen Entsafter.

Zunächst wird nach Belieben Obst und Gemüse in die Einfüllöffnung gegeben. Auch Gräser und Kräuter lassen sich in Slow Juicern zu Säften verarbeiten.

Abhängig davon, wie groß die Öffnung ist, können Sie die Stücken im Ganzen oder aber grob zerkleinert in die Maschine füllen. Dabei ist es gegebenenfalls nötig, das Obst oder Gemüse mithilfe eines beiliegenden Stößels leicht nach unten zu drücken.

Dadurch gelangt es zu den Pressschnecken, dem eigentlichen Mahl- beziehungsweise Walzwerk der Entsafter. Mit 30 bis maximal 200 Umdrehungen pro Minute zerkleinern Slow Juicer die eingegebenen Zutaten besonders schonend.

Es entsteht keine Hitze durch schnelle Bewegungen, die Enzyme und Vitamine zerstört. Da keine hochfrequente Umwälzung und Durchmischung stattfindet und damit weniger Sauerstoff in den Saft gelangt, erfolgt zudem keine beschleunigte Oxidation. Infolgedessen wird weniger Schaum produziert und Sauerstoff-empfindliche Substanzen bleiben erhalten, ebenso wie die intensive Farbe des Safts.

Mit zum Teil deutlich weniger als 400 Watt arbeiten Slow Juicer dabei besonders günstig hinsichtlich des Stromverbrauchs, auch wenn das Pressen frischer Säfte etwas länger dauert als mit einem herkömmlichen Entsafter. Zudem ist der Motor eines Slow Juicers sehr leise.

Slow Juicer umgeben von Obst und Gemüse

In einem Slow Juicer können Sie viele verschiedene Arten von Obst, Gemüse, Kräutern und Gräsern verarbeiten.

Am Ende des Walzwerks befindet sich ein Sieb, das lediglich den gewünschten Saft in das dafür vorgesehene Behältnis entlässt.

Einige Slow Juicer ermöglichen eine manuelle Feinjustierung dieses Siebes, um den Fruchtfleischanteil im Saft nach Belieben zu regulieren oder ein Endprodukt in festerer Konsistenz zu produzieren, wie zum Beispiel Nussbutter oder Babybrei.

Die herausgefilterten Fasern, Schalen und Gehäusereste (auch als „Trester“ bezeichnet) werden in einem separaten Auffangbehälter gesammelt. Entsprechend leicht lassen sich die Einsätze des Slow Juicers später reinigen.

Die äußeren Teile eines Slow Juicers unter 200 Euro bestehen häufig aus BPA-freien Kunststoffen. Teurere Modelle warten hingegen mit Edelstahlgehäusen auf.

Die Pressschnecken sind entweder ebenfalls aus Kunststoff, allerdings aus einer gehärteten Variante des Materials, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten, oder werden auch aus Edelstahl gefertigt. Die Auffangbehälter bestehen, je nach Hersteller, aus Kunststoff, Edelstahl oder Glas.

2. Slow Juicer im Vergleich: Welche unterschiedlichen Arten der Kaltentsafter gibt es?

Slow Juicer sind hinsichtlich ihrer verbauten Walzen zu unterscheiden, die auch als Pressschnecken bezeichnet werden. Deren Anordnung in der Maschine entscheidet maßgeblich über die Geräteeigenschaften und die Eignung des Slow Juicers für Säfte und andere Endprodukte.

Auf n-tv.de stellen wir Ihnen die beiden verschiedenen Grundvarianten der beliebten Küchenmaschinen sowie deren Eigenschaften vor. Auf diese Weise finden Sie sicher nicht nur einen günstigen Slow Juicer, sondern auch ein Gerät, das Ihren individuellen Anforderungen bestmöglich entspricht.

Slow Juicer-Typ Eigenschaften
Vertikaler Slow Juicer
  • Zutaten von oben eingegeben und nach unten weiter befördert
  • vertikale Slowjuicer verschiedenen Tests zufolge vor allem für das Pressen sehr weicher Obst- und Gemüsesorten besser geeignet
  • häufig etwas höherer Fruchtfleischgehalt
  • platzsparend, da geringe Grundfläche
Horizontaler Slow Juicer
  • Obst und Gemüse von oben eingegeben, dann jedoch lediglich über Bewegungen der Pressschnecke weiter befördert
  • besonders gut geeignet für die Verarbeitung von Blattgemüse, Gräsern und härteren Kräutern; daher auch als Slow Juicer für Sellerie- und andere Gemüsesäfte aus Fasergemüse optimal
  • sehr klare Säfte mit weniger Fruchtfleisch
  • etwas mehr Platz in der Küche benötigt

3. Slow Juicer im Test: Welche Kaufkriterien sollten Sie prüfen, um den richtigen Entsafter für sich zu finden?

Möchten Sie einen Slow Juicer kaufen, finden Sie zunächst ein großes Angebot vor. Um das perfekte Gerät für sich zu finden, sollten Sie folgende Punkte näher betrachten:

  • Slow Juicer-Typ
  • Maße in cm
  • Gewicht in kg
  • Stromverbrauch
  • Qualität und Material
  • verbaute Schneid- und Presswerkzeuge

Nachdem Sie sich für einen vertikalen oder horizontalen Slow Juicer entschieden haben, gilt es, die optimale Größe zu ermitteln. Diese orientiert sich zunächst einmal an dem in Ihrer Küche vorhandenen Platz. Aber auch die von Ihnen gewünschten Eigenschaften des Geräts bestimmen dessen Maße und sein Gewicht.

So sind zum Beispiel Slow Juicer mit zwei Pressschnecken statt nur einer rotierenden Walze oftmals etwas größer. Welche Vor- und Nachteile diese Gerätevariante aufweist, können Sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

    Vorteile
  • höherer Pressdruck
  • größere Saftausbeute
  • häufig etwas schneller als Slow Juicer mit nur einer Presswalze
    Nachteile
  • deutlich teurer; kaum zweiwalzige Slow Juicer unter 200 Euro erhältlich
  • etwas mehr Platz zum Aufstellen benötigt

Ein wenig höher fallen zudem Geräte aus, die mit einem integrierten Schneidwerk ausgestattet sind. Entsprechend sollten Sie auch auf die Größe der Eingabeöffnung achten. Möchten Sie Obst und Gemüse vor dem Einfüllen nicht erst stückeln müssen, empfiehlt sich ein Slow Juicer mit XXL-Öffnung.

Slow Juicer mit Auslass für Saft und separatem Trester-Ausgang

Nach dem Pressvorgang werden die nicht benötigten Pflanzenreste und der eigentliche Saft separat von Ihrem Slow Juicer ausgegeben.

Um das Gerät jederzeit leicht reinigen zu können, sollten Sie auch auf die Qualität der einzelnen Komponenten sowie der Maschinenoberfläche achten.

Slow Juicer aus Edelstahl und hochwertigem Kunststoff lassen sich üblicherweise gut säubern und versprechen eine lange Haltbarkeit. Vor allem Edelstahlmodelle, wie etwa der Angel-Slow Juicer, sind qualitativ kaum zu übertreffen.

Hinsichtlich des Stromverbrauchs können Sie mit einem Kaltentsafter kaum etwas falsch machen. Mit meist weniger als 500 W sind Slow Juicer sehr sparsam und arbeiten häufig mit nicht einmal 100 Umdrehungen pro Minute.

4. Welche beliebten Slow Juicer-Marken gibt es?

Der Trend zu frischen und selbst zubereiteten Lebensmitteln hält an. Daher verlegen sich immer mehr Anbieter von Küchengeräten auch auf die Produktion der gefragten Entsafter, die eine schnelle und gesunde Snackalternative im oft stressigen Alltag liefern.

Neben Slow Juicern von BioChef, Bosch und Hurom bieten auch folgende in Österreich, Deutschland und der Schweiz beliebte Hersteller Kaltentsafter an:

  • Panasonic
  • Amzchef
  • Philips
  • Severin
  • Kenwood

5. Häufig auftretende Fragen zu Slow Juicern

Möchten Sie noch mehr über Slow Juicer erfahren, finden Sie zum Abschluss unserer Kaufberatung auf n-tv.de Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema.

5.1. Wie viel Watt hat ein Slow-Juicer?

Anders als herkömmliche Entsafter, die oft mit mehr als 1.000 Watt arbeiten, bringen die meisten Slow Juicer deutlich weniger als 600 Watt auf.

Viele der Geräte arbeiten gar nur mit 150 Watt, was für die langsamen Drehbewegungen der Pressschnecken vollkommen ausreichend ist und sich außerdem positiv auf die Betriebslautstärke des Entsafters auswirkt.

5.2. Wie kann ich meinen Slow Juicer reinigen?

Slow Juicer, in dem Weizengras verarbeitet wird

Für einen Slow Juicer ist auch die Verarbeitung von langfaserigen Lebensmitteln wie Weizengras kein Problem.

Slow Juicer lassen sich in der Regel sehr leicht in ihre Einzelteile zerlegen. Diese können Sie unkompliziert mit heißem Wasser und etwas mildem Spülmittel reinigen. Auch die Auffangbehälter sollten nach jeder Benutzung einer entsprechenden Behandlung unterzogen werden.

Häufig ist im Lieferumfang eines Slow Juicers bereits eine Reinigungsbürste enthalten, mit der sich auch entlegenere Ecken und Winkel problemlos von Rückständen befreien lassen.

Sollten sich hartnäckigere Verfärbungen oder unangenehme Gerüche bemerkbar machen, können Sie die Einzelteile für einige Stunden in mit Natron versetztem Wasser ruhen lassen. Trocknen Sie sie vor dem Einsetzen ausgiebig ab.

Das Gehäuse der Slow Juicer aus Edelstahl oder Kunststoff können Sie des Weiteren regelmäßig mit einem feuchten Lappen von Staub oder Saftspritzern befreien.

Achtung: Bevor Sie mit der Demontage und Reinigung Ihres Slow Juicers beziehungsweise Ihres Kaltentsafters beginnen, sollten Sie diesen unbedingt vom Stromkreislauf trennen, um Kurzschlüsse oder ein versehentliches Einschalten während des Säuberns zu vermeiden.

5.3. Welche Slow Juicer überzeugen im Test der Stiftung Warentest?

Frau, die Pressschnecke eines Slow Juicers reinigt.

Die einzelnen Komponenten eines Slow Juicers lassen sich üblicherweise leicht entnehmen und reinigen.

Einen spezifischen aktuellen Test zu Slow Juicern legt das Verbraucherschutzinstitut nicht vor. Es wurden jedoch allgemeine Entsafter-Tests von ausländischen Partnerinstituten in Frankreich, Belgien und Dänemark durchgeführt. Als Testsieger unter den Slow Juicern ging ein Gerät von Bosch hervor.

Generell weist Stiftung Warentest darauf hin, dass Slow Juicer besonders leise arbeiten, auch für härtere und faserige Gemüse-, Obst- und Kräutersorten gut verwendet werden können und die Verarbeitung besonders schonend erfolgt – im Vergleich zu einer Zentrifugalpresse.

Dafür seien sie allerdings deutlich langsamer und sollten daher vor allem von Menschen verwendet werden, die gerne bereit sind, ein wenig Geduld aufzubringen, um im Gegenzug einen besonders frischen und gesunden Snack zu erhalten.

Speziell für Zitrusfrüchte und insbesondere für Zitronen, die auch in Slow Juicern verarbeitet werden können, empfiehlt die Stiftung die Verwendung einer Zitruspresse. Hier überzeugten vor allem Braun- und Philips-Modelle.

5.4. Wie lange kann ich meinen Saft aus dem Slow Juicer aufbewahren?

Anders als in einem Dampfentsafter, wird der aus dem Slow Juicer kommende Saft nicht sterilisiert, also durch ein Erhitzen von eventuellen Bakterien befreit. Damit erhalten Sie zwar ein sehr frisches und vitaminhaltiges Endprodukt, doch sollte dieses nicht allzu lange aufbewahrt werden.

Egal ob Sie Ihren Slow Juicer für Sellerie-, Apfel- oder Tomatensaft nutzen: Die fertigen Leckereien sollten Sie nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank lagern – bestenfalls in Glasflaschen.

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