Ratgeber

Geldanlage mit Mehrwert Nachhaltige ETFs – die besten Sparpläne

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Nachhaltig Geld verdienen? Geht auch.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Man muss nicht Bilder mit Kartoffelbrei bewerfen, um sich für Klimaschutz und einen schonenden Umgang mit Ressourcen starkzumachen. Manchmal hilft es schon, die richtige Geldanlage auszuwählen, meinen die Experten der FMH-Finanzberatung.

Immer mehr Anleger geben sich nicht damit zufrieden, nur ihr Vermögen zu mehren, sondern wünschen sich Geldanlagen, mit denen sie Gutes tun: sei es, weil sie in Solarkraft und Windparks investieren, oder weil sie auf Unternehmen setzen, die faire Arbeitsbedingungen bieten oder den Regenwald aufforsten.

Eigentlich ist das ein guter Ansatz. Das Problem ist nur: Bislang fehlt eine rechtsverbindliche Definition, welche Geldanlagen als "nachhaltig" bezeichnet werden dürfen. Wer sichergehen will, dass seine Investments die Welt ein bisschen besser machen und trotzdem gute Renditen erzielen will, sollte daher auf Aktien-Indexfonds (ETF) setzen, die nachhaltig ausgerichteten Aktienindizes abbilden.

Allgemeinverbindliche Standards sucht man hier zwar ebenfalls vergeblich. Man kann aber in jedem Fall unterstellen, dass diese ETF mehr für die Umwelt tun als herkömmliche Fonds. Um verantwortungsvollen Anlegern die Arbeit zu erleichtern, hat die FMH-Finanzberatung für ntv ausgewertet, wo Privatkunden die umfangreichste und kostengünstigste Auswahl an nachhaltigen ETF finden.

Umweltfreundlich heißt nicht immer auch kundenfreundlich

Erfreulich ist zunächst, dass fast alle betrachteten Anbieter bei den Sparplänen keine Depotkosten verlangen. Weniger kundenfreundlich sind die Konditionen bei den Orderkosten. Zwar gibt es hier ebenfalls Anbieter, die keine Gebühren verlangen, zum Beispiel flatex. Andere allerdings nehmen ihren Kunden je nach Sparplanhöhe pauschal bis zu 14,90 Euro pro Order ab. Noch teurer kann es werden, wenn ein Broker eine prozentuale Gebühr verlangt und diese nicht nach oben begrenzt. Vor allem bei großen Sparraten von 1000 Euro und mehr pro Monat gehen zum Beispiel 2,5 Prozent pro Einzahlungsvorgang schnell ins Geld.

Vor der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter lohnt es sich zudem, auf die Entgelte zu achten, die anfallen, wenn Teile des ETF-Sparplans wieder ausgezahlt werden. Auch hier reicht die Spanne von kostenlos bis zu einem Prozent des Auszahlungsbetrages. Das wird vor allem dann teuer, wenn kein Maximalbetrag vorgesehen ist.

Entscheidungskriterium Mindestsparbetrag

Je nachdem, wie üppig das eigene Budget ist, kann zudem der Mindestsparbetrag ein wichtiges Entscheidungskriterium sein: Er reicht von einem Euro bei Scalable Capital und Finvesto bis zu 50 Euro bei S-Broker, DKB Deutsche Kreditbank und der Targobank.

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Wie viele nachhaltige, sparplanfähige ETF angeboten werden, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Bandbreite schwankt zwischen 12 bis 866 Stück. Nicht einheitlich handhaben die Anbieter es zudem, ob Kunden ihren Sparplan dynamisch vereinbaren können und ob auch ein Auszahlplan möglich ist.

Immerhin: Die breite Masse der betrachteten Broker erzielt im Test die Note "gut". Mit "sehr gut" bewertete die FMH flatex, Scalable Capital, Smartbroker und Santander.

Quelle: ntv.de, awi

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