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Massentrauer um den "geliebten Führer": ...
Der langjährige nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il wird in Pjöngjang mit einer pompösen Inszenierung beigesetzt.
Mit einer öffentlichen Trauerfeier nimmt Nordkorea Abschied.
Im Staatsfernsehen ist zu sehen, wie der Sarg des Diktators …
… mit einem Autokorso durch die Hauptstadt Pjöngjang gefahren wird.
Das Regime in Nordkorea hat Hunderttausende Menschen ...
... für das letzte Geleit in Pjöngjang mobilisiert.
Sie säumen bei starkem Schneefall und großer Kälte die Straßen der Hauptstadt, …
… um Kim Jong Il die letzte Ehre zu erweisen.
Viele Menschen weinen. Und nicht nur das: ...
... Zahlreiche Trauernde hätten sogar das Bewusstsein verloren, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. "Ich verlor das Bewusstsein, als ich hier trauerte. Ich vermisse Führer Kim Jong Il sehr", wird die 86-jährige An Ri Ho zitiert.
Neben dem Sarg läuft Kims jüngster Sohn und Nachfolger Kim Jong Un (Bildmitte), ...
... begleitet von ranghohen Militärs und anderen Funktionären.
Die Beisetzungsfeierlichkeiten hatten im Kumsusan-Mausoleum begonnen, ...
... wo Kim Jong Il nach seinem Tod in einem Glassarg aufgebahrt worden war.
Schon hier hatten unzählige Nordkoreaner ...
... öffentlich ihre Trauer bekundet.
Von dem Mausoleum setzte sich der Trauerkorso dann langsam Richtung Innenstadt in Bewegung, ...
... an der Spitze der Wagen mit einem Riesenporträt des lächelnden Kims.
Die Fahrzeugkolonne fährt mehrere Stunden lang durch die Straßen Pjöngjangs.
Nach der Prozession kehrt der Sarg mit dem Leichnam Kim Jong Ils ...
... wieder ins Kumsusan-Mausoleum zurück. Zum Ende der Prozession spielt ein Militärorchester die nordkoreanische Nationalhymne und die Ehrengarde marschiert auf.
Die staatlich ausgerufene Trauerzeit für Kim Jong Il soll am 29. Dezember mit einer landesweiten Gedenkfeier zu Ende gehen.
Zur Mittagszeit sind die Nordkoreaner aufgerufen, eine Schweigeminute einzulegen.
Mit der Bestattungszeremonie soll auch die Position von Kim Jong Un weiter aufgewertet werden.
Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA bezeichnet den Endzwanziger als "Obersten Führer der Partei, des Staates und der Armee".
Die Beisetzungszeremonie dürfte erste Hinweise auf das künftige Machtgefüge in der Demokratischen Volksrepublik Korea geben. Denn welcher Würdenträger bei der Veranstaltung in welcher Reihe und in welcher Uniform auftritt, ermöglicht vorsichtige Rückschlüsse auf seinen künftigen Einfluss.
Kim war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember während einer Zugfahrt an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.
Er hatte das abgeschottete kommunistische Land ...
... 17 Jahre lang mit eiserner Faust regiert.
Unter seiner Herrschaft ...
... starben nach Schätzungen Hunderttausende von Nordkoreanern vor Hunger. (abe/dpa/AFP)
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