Benedikt XVI. hat es eilig.Bild 1 von 43 Er bringt den Ölzweig mit, aber keine Entschuldigung für die früheren "Missverständnisse".Bild 2 von 43 So rasch wie möglich will der "Brückenbauer" im Dialog mit Islam und Judentum etwas von dem religionspolitischen Ballast abwerfen, ?Bild 3 von 43 ? mit dem seine heikle Reise ins Heilige Land belastet zu sein schien.Bild 4 von 43 Kaum auf jordanischem Boden gelandet, ?Bild 5 von 43 ? geht das Kirchenoberhaupt aus Rom auf die Muslime zu. (Mit Jordaniens König Abdullah)Bild 6 von 43 Und er lässt auch danach keine Gelegenheit aus, um Harmonie, Respekt, Verständigung und gemeinsames Handeln zu predigen.Bild 7 von 43 Benedikt warb bei seinem dreitägigen Pilger-Besuch in Jordanien für einen Dialog von Christen und Muslimen und für den Abbau von Spannungen.Bild 8 von 43 Arabische Medien feiern Benedikts Besuch in der Hussein-Moschee in Amman sofort als "eine neue Botschaft der Öffnung und des Dialogs".Bild 9 von 43 Doch dies ist erst der Beginn der Reise. Noch ist Benedikt nicht in Israel, seiner zweiten Reise-Etappe, ?Bild 10 von 43 ? und schon beschwört er, den Blick vom herrlichen Berg Nebo aus auf das Gelobte Land des Moses gerichtet, ?Bild 11 von 43 ? dieses "unzertrennbare Band zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk".Bild 12 von 43 Solche Sätze sollen wirken, so wie der "tiefe Respekt" vor der muslimischen Religion.Bild 13 von 43 Benedikts mitgebrachte Friedensbotschaft für den Nahen Osten gilt also zunächst einmal einer Öffnung zwischen seiner Kirche und den beiden großen Religionen der leidgeprüften Region.Bild 14 von 43 Joseph Ratzinger hat dafür diesen weiten Weg zurückgelegt.Bild 15 von 43 Vatikan-Sprecher Federico Lombardi will die neuen sanften Töne aber nicht als einen "Wandel" im Denken des deutschen Pontifex ansehen, ?Bild 16 von 43 ? sondern vielmehr als eine Art "Weg".Bild 17 von 43 Vor drei Jahren hatte Benedikt viele Muslime empört, weil er in seiner "Regensburger Rede" mit einem kritischen Zitat den Islam in die Nähe der Gewalt zu rücken schien.Bild 18 von 43 Einige Monate danach folgte sein erster "Goodwill-Besuch" in einer islamischen Kultstätte - der Blauen Moschee in Istanbul.Bild 19 von 43 Nun besuchte er die die Hussein-Moschee.Bild 20 von 43 Anders als in Istanbul behielt er seine Schuhe an. Dies sei jedoch kein Zeichen für den mangelnden Respekt des katholischen Kirchenoberhaupts vor dem Islam, sagte ein Vatikan-Sprecher.Bild 21 von 43 Vielmehr hätten die Organisatoren der Visite die Strecke so ausgewählt, dass es dem 82-jährigen Papst erspart blieb, seine Schuhe auszuziehen.Bild 22 von 43 Benedikts Vorgänger, Papst Johannes Paul II., hatte 2001 in Damaskus beim ersten Moschee-Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts überhaupt seine Schuhe ausgezogen.Bild 23 von 43 In allem Bemühen, mehr Dynamik in den interreligiösen Dialog zu bringen, ?Bild 24 von 43 ? vergisst der Pontifex aber auch die winzigen christlichen Minderheiten im Heiligen Land nicht, ?Bild 25 von 43 ? derentwegen er doch gekommen ist.Bild 26 von 43 So segnet er in Jordanien den Grundstein einer katholischen Universität und zweier Schulen.Bild 27 von 43 Vor rund 50.000 Menschen im Fußballstadion von Amman rief das Kirchenoberhaupt die christliche Minderheit zum Verbleib in der Region auf.Bild 28 von 43 Es bedürfe eines besonderen Muts, angesichts der ungewissen Lage im Nahen Osten seinen "christlichen Wurzeln und der christlichen Mission im Heiligen Land" treu zu bleiben, sagte der Papst.Bild 29 von 43 Das könnte noch die schwierigste Aufgabe sein - in Nahost nimmt die Zahl der Christen ständig ab, ?Bild 30 von 43 ? den so besonders stark leidenden Christen im Irak versuchte Benedikt von Jordanien aus den Rücken zu stärken.Bild 31 von 43 Kurienkardinal Paul Josef Cordes hatte es so gesagt: Das Heilige Land, in dem Jesus gelebt hat, dürfe nicht zu einem Museum werden - ohne Christen, von gläubigen Touristen besucht.Bild 32 von 43 Zudem würdigte Benedikt in Amman die Rolle der Frauen als Botschafterinnen des Friedens.Bild 33 von 43 Nachdrücklich bedauerte der 82-jährige Papst, dass Kirche und Gesellschaft dies nicht immer zu würdigen wüssten.Bild 34 von 43 Frauen brächten "Wärme und Menschlichkeit in eine Welt, die den Wert eines Menschen allzu oft nach den kalten Kriterien von Nutzen und Profit bestimmt".Bild 35 von 43 Danach segnete er rund 1200 Kinder, die während der Messe ihre Erstkommunion erhielten.Bild 36 von 43 Zudem wollte der Papst die Stelle am Jordan aufsuchen, an der Johannes der Täufer Jesus getauft haben soll.Bild 37 von 43 Ausgegrenzt hat der Papst bei seinen Auftritten in Jordanien nur jene eine Gruppe, die auf Gewalt und Ideologie setzt.Bild 38 von 43 "Oft ist es die ideologische Manipulation der Religion, die, und das manchmal mit politischen Zielen, ?Bild 39 von 43 ? der wirkliche Auslöser für Spannung, Spaltung und mitunter sogar auch für Gewalt in der Gesellschaft ist", sagte der Papst.Bild 40 von 43 Von Jordanien reist Benedikt nach Israel, wo die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen.Bild 41 von 43 Der Papst hat wohl den Wunsch, in gegenseitigem Respekt alles aus dem Weg zu räumen, was der Versöhnung zwischen Christen und Juden immer noch hinderlich sein könnte.Bild 42 von 43 Es gibt Fortschritte, der Dialog ist in Gang. (Bilder: AP, dpa, Reuters)Bild 43 von 43