Bilderserie: Krawalle im Hamburger Schanzenviertel
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Brennende Barrikaden, zerstörte Scheiben: Im Hamburger Schanzenviertel hinterließen 3000 Demonstranten Samstagnacht ein wahres Trümmerfeld. Zuvor war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Die Polizei rückte mit Hundertschaften an.Bild 1 von 25 Was noch friedlich als "Demo gegen den Überwachungsstaat" und mit überreichten Rosen begann, endete ...Bild 2 von 25 ... in handfesten Auseinandersetzungen und reichlich Festnahmen durch die Polizei.Bild 3 von 25 Ruhe vor dem Sturm: Eine Demonstrantin und Polizisten warten darauf, dass die Kundegebung losgeht.Bild 4 von 25 "Out of Control" hieß die Demo gegen den Terrorismus-Paragrafen des Strafgesetzbuches, mit dem zuletzt mehrere bundesweite Durchsuchungen begründet worden waren. Etliche Autonome aus dem Schwarzen Block nahmen das Veranstaltungsmotto allzu wörtlich.Bild 5 von 25 Da galt auch kein Weihnachtsmann-Bonus: Bei Globalisierungsgegnern mit Rauschebart und Bommelmütze klickten ebenfalls die Handschellen, wenn sie über die Stränge schlugen.Bild 6 von 25 Die Bilanz: 50 Demonstranten kamen in Gewahrsam, drei wurden verletzt.Bild 7 von 25 Polizisten aus ganz Norddeutschland rückten gegen die Linksextremen an. Insgesamt 2500 Einsatzkräfte riegelten den Bereich um den Szenetreff "Rote Flora" ab.Bild 8 von 25 Und trotzdem scherten einige Vermummte aus und machten Krawall. Einige waren eigens dafür aus dem Ausland angereist. Die Polizei griff sofort ein und sprach bei dem, was nun folgte, von einer "Frustaktion", weil Randalierer nicht richtig zum Zuge gekommen seien.Bild 9 von 25 Pech für umliegende Gebäude, wie diese Sparkassenfiliale. Mit Eisenstangen, Steinen und Knüppeln hinterließen Autonome einen bleibenden Eindruck.Bild 10 von 25 Dicke Scheiben gingen zu Bruch, Autos in Flammen auf und Müllcontainer qualmten. Durch den sofortigen Eingriff konnten die Polizisten jedoch weitere Geschäfte, Einkaufszentren und Weihnachtsmärkte schützen.Bild 11 von 25 Demo-Organisator Andreas Blechschmidt sprach danach von einem "politischen Skandal". Kleinere Verstöße gegen Auflagen seien zum Anlass genommen worden, das Versammlungsrecht einzuschränken. Die Polizei wies die Vorwürfe zurück.Bild 12 von 25 Dabei setzten die Veranstalter auf eine neue Friedensstrategie: Eine Gruppe von Rentnern sollte diesmal als "Sicherheitspuffer" zwischen Polizei und Schwarzem Block dienen.Bild 13 von 25 Die Demo war lang vorher angekündigt worden. Zeit genug für die Beamten, sich auf die Krawalle vorzubereiten.Bild 14 von 25 Immer wieder schaut die Polizei bei der Roten Flora vorbei, nimmt Autonome mit und...Bild 15 von 25 ... geht mit den Demonstranten auf Tuchfühlung, die zum Beispiel im Mai gegen eine Durchsuchung des linken Szenetreffs protestierten.Bild 16 von 25 Was heute als Autonomes Zentrum im Schanzenviertel dient, war einst ein Theater. 1989 sollte es eigentlich in ein Musicalgebäude umgebaut werden, was allerdings auf Protest stieß und kurzerhand zu einer Hausbesetzung führte.Bild 17 von 25 Seitdem gilt das Schanzenviertel gelegentlich abends als beliebter Treffpunkt zwischen Wasserwerfern der Polizei und Steinewerfern der linken Szene.Bild 18 von 25 Und wenn sich die Rechten einmischen und zum Beispiel für die Räumung der Flora marschieren, wird es richtig "gemütlich".Bild 19 von 25 Auch Bürgermeister Ole von Beust besucht die Rote Flora und wird von den Bewohnern mit Konfetti begrüßt. Bislang sind alle Vermittlungsgespräche über ein Nutzungskonzept gescheitert.Bild 20 von 25 Im Mai klopften das LKA und die Bundesanwaltschaft vor dem G8-Gipfel an die Tür - wegen des "Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung".Bild 21 von 25 Vier Stunden durchsuchten die Beamten das Gebäude, nahmen bei der Razzia Computer, Faxe und Drucker mit, um Beweismaterial sicherzustellen.Bild 22 von 25 Noch am gleichen Abend gingen spontan über 2000 Demonstranten gegen die Razzia auf die Straße.Bild 23 von 25 Immer wieder setzen solche Demonstrationen ein ganzes Viertel außer Betrieb.Bild 24 von 25 Wie so oft beseitigten Polizisten auch am Samstagabend wieder das Gröbste. Die Demo hinterließ trotzdem ihre Spuren bei Anwohnern und Geschäftsinhabern.Bild 25 von 25