Sie war wirklich fabelhaft: Zum Tod von Evelyn Hamann
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Evelyn Hamann ist tot.Bild 1 von 39 Sie starb nach kurzer, schwerer Krankheit im Kreise ihrer Familie.Bild 2 von 39 Entgegen ersten Angaben sei Hamann schon länger schwer krank gewesen, so ihr Manager. Details zu der Erkrankung wollte er jedoch nicht nennen.Bild 3 von 39 Sie war Loriots Sketch-Partnerin ...Bild 4 von 39 ... und als Sekretärin Adelheid Möbius eine der beliebtesten deutschen Seriendarstellerinnen. (Foto: Mit Heinz Baumann)Bild 5 von 39 Die berühmteste Szene mit Loriot und Hamann war der "Nudel-Sketch" im Restaurant: Als Fräulein Hildegard starrte Hamann gebannt und mit todernster Miene auf das Stück Pasta, das hartnäckig im Gesicht ihres Gegenübers klebte.Bild 6 von 39 Doch der achtete nicht auf ihre Hinweise und suchte stattdessen das intensive Gespräch mit ihr: ...Bild 7 von 39 ... "Bitte sagen Sie jetzt nichts, Hildegard".Bild 8 von 39 Sie glänzte jedoch nicht nur im Fernsehen: In Loriots Kinofilmen "Ödipussi" und "Pappa ante portas" spielte sie die weiblichen Hauptrollen.Bild 9 von 39 Als Renate Lohse verzweifelt sie an ihrem in den Vorruhestand geschickten Gatten, ...Bild 10 von 39 ... in "Ödipussi" will sie den bei Mama wohnenden Paul Winkelmann verführen, was seine Mama aber immer wieder zu verhindern weiß.Bild 11 von 39 Unvergessen auch die Jodeldiplom-Szene als Frau Hoppenstedt: "Jede Frau sollte etwas Eigenes haben. Da hab' ich was in der Hand, wenn die Kinder aus dem Haus sind, oder mal was passiert."Bild 12 von 39 Einer ihrer populärsten Auftritte war der Sketch als TV-Ansagerin, die die britische Krimiserie "Die zwei Cousinen" präsentieren möchte und dabei wegen der anspruchsvollen Artikulation des Textes und des "TH" fast einen Nervenzusammenbruch erleidet.Bild 13 von 39 Kleinere Rollen, aber stetige Auftritte im Fernsehen hatte Hamann in den Serien "Die Schwarzwaldklinik" als Haushälterin Carsta Michaelis, ... (Foto: Mit Inge Meysel)Bild 14 von 39 ... und auch beim "Landarzt" war sie oft zu sehen.Bild 15 von 39 Im Fernsehen sah man Hamann zuletzt in der populären ARD-Serie "Adelheid und ihre Mörder".Bild 16 von 39 In der Titelrolle als Sekretärin Adelheid spürte sie die Mörder auf, die ihr Vorgesetzter, Hauptkomissar Strobel, nicht schnappen konnte.Bild 17 von 39 Die Serie startete 1993. Sechs Staffeln wurden ausgestrahlt.Bild 18 von 39 Evelyn Hamann lebte zuletzt zurückgezogen in Hamburg.Bild 19 von 39 Über ihr Privatleben ist wenig bekannt, sie war ein Mal verheiratet.Bild 20 von 39 Interviews gab sie kaum.Bild 21 von 39 Auch vor ihrem 65. Geburtstag am 6. August mied sie den Kontakt zur Öffentlichkeit.Bild 22 von 39 Altmeister Vicco von Bülow alias Loriot schwärmte noch vergangene Woche in Berlin von ihr: "Sie war tatsächlich fabelhaft".Bild 23 von 39 Evelyn Hamann stammt aus einer Hamburger Musikerfamilie.Bild 24 von 39 Vater Bernhard Hamann war Geiger, Konzertmeister des NDR- Sinfonieorchesters und Gründer des Hamann-Quartetts, die Mutter war Sängerin und Musikpädagogin, ...Bild 25 von 39 ... ihr Bruder Gerhard war Professor für Violoncello an der Musikhochschule Trossingen. (Auf dem Foto mit Klaus von Dohnanyi 1986)Bild 26 von 39 Nach der Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg begann Hamann ihre Karriere auf der Bühne.Bild 27 von 39 Sie übernahm kleinere Rollen am Hamburger Thalia Theater, ab 1968 wurde sie in Göttingen, Heidelberg und Bremen engagiert.Bild 28 von 39 Hamann wurde für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet.Bild 29 von 39 Allein die Goldene Kamera der Illustrierten "Hörzu" erhielt sie drei Mal im Zehn-Jahres-Rhythmus: 1977, 1987 und 1997.Bild 30 von 39 Außerdem ehrte sie RTL 1997 mit dem Goldenen Löwen. Im gleichen Jahr bekam Hamann den Bayerischen Fernsehpreis als beste Seriendarstellerin - in "Adelheid und ihre Mörder".Bild 31 von 39 Und das Bundesverdienstkreuz erhielt sie auch.Bild 32 von 39 Evelyn Hamann war wohl eine der lustigsten, uneitelsten Frauen im deutschen Fernsehen.Bild 33 von 39 Und es gibt wenige lustige Frauen, vor allem im Fernsehen ...Bild 34 von 39 Sie wird sehr vermisst werden, von ihren Kollegen und von den Zuschauern.Bild 35 von 39 In Zeiten, in denen jede Dreißigjährige gebotoxt, operiert und mindestens bis zur Unkenntlicheit blondiert ist, war Evelyn Hamann eine wahre Wohltat.Bild 36 von 39 Eine "normale" Frau. Erfrischend, eigen und natürlich.Bild 37 von 39 Und eben witzig.Bild 38 von 39 Sie ist viel zu früh gestorben. "Bitte sagen Sie doch was, Hildegard!" (Fotos: AP/ dpa)Bild 39 von 39
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