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Am Aschermittwoch, das weiß jeder Narr, ist alles vorbei. Im Christentum geht mit dem Aschermittwoch allerdings etwas los: die Fastenzeit.
Die Fastenzeit endet in der Karwoche. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat ("Jesu Versuchung").
Beim Evangelisten Lukas heißt es dazu: "Jesus aber, voll heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan ...
? und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn. ?
? Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht allein vom Brot.'"
Matthäus erzählt die Geschichte so: "Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. ?
? Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.'"
Religiöses Fasten ist heute aus der Mode gekommen. Früher aßen die Christen während der Fastenzeit kein Fleisch, tranken keinen Wein und nahmen nur am Abend eine Mahlzeit zu sich.
Heute hält auch die katholische Kirche die Gläubigen nicht mehr zu generellem Verzicht an. Seit 1966 ist das eigentliche Fasten nur noch zu Aschermittwoch und Karfreitag verpflichtend. Außerdem sollen Christen in der Fastenzeit eine spürbare Geldspende für Menschen in Not geben.
Moderne Formen des Fastens beschränken sich auf einzelne Aspekte des Konsums: Verzicht auf Alkohol, auf Fernsehen, auf Süßigkeiten, auf das Auto. Selbst "SMS-Fasten" gibt es. Das bedeutet allerdings nicht den Verzicht auf SMS, sondern das Verschicken von Bibelsprüchen.
Die Fastenzeit ist dabei nicht etwa das Ende der Karnevalszeit, sondern dient als Vorbereitung auf Ostern, ?
? das Fest der Auferstehung Christi nach der Kreuzigung am Karfreitag.
Bereits im 4. Jahrhundert markierte der Aschermittwoch den Beginn der öffentlichen Kirchenbuße: Die Büßer legten das Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Im Laufe des 10. Jahrhunderts ging das öffentliche Büßen immer mehr zurück, übrig blieb der Ritus für alle Gläubigen, sich Asche aufs Haupt zu streuen.
Katholiken lassen sich am Aschermittwoch vom Priester ein Aschekreuz auf die Stirn zeichnen, das an die Vergänglichkeit erinnern soll.
Gebetet wird dabei der Satz aus der biblischen Schöpfungsgeschichte: "Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist, und wieder zum Staub zurückkehren wirst."
Möglich sind in der katholischen Liturgie auch die im Markus-Evangelium überlieferten Worte Jesu: "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium." Dies ist als Vorbereitung auf das Osterfest zu verstehen.
Traditionell wird am Aschermittwoch die zuvor gesegnete Asche von Palmzweigen des Palmsonntags aus dem Vorjahr benutzt.
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