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Im Mittelpunkt stand nicht mehr Berlin. Dort bleibt es schon seit einigen Jahren am 1. Mai relativ friedlich.
Im Mittelpunkt standen Nürnberg und vor allem Hamburg. Dort kam es am Rande von rechtsextremen Aufmärschen zu teilweise heftigen Zusammenstößen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei.
Ganz friedlich blieb es auch in Berlin nicht. Am Abend griffen Autonome Polizeipräsident Dieter Glietsch an.
In Hamburg nahm die Polizei am 1. Mai 59 Randalierer fest.
Mehr als 20 der rund 2500 eingesetzten Polizisten wurden verletzt.
Immer wieder seien die Beamten von Gewalttätern aus dem linken Spektrum mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden, berichtete die Polizei in Hamburg.
Ein Polizeifahrzeug ...
... und mehrere Privatautos wurden in Brand gesetzt.
Auch ein Reifenlager ...
... und Barrikaden aus Müllcontainern gingen in Flammen auf.
Zu dem Protest gegen eine rechtsextreme Demonstration in Barmbek versammelten sich nach Angaben der Veranstalter etwa 10.000 Teilnehmer, ...
... die Zahl der Rechtsextremen wurde auf rund 1500 geschätzt.
Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, ...
... um den Neonazis den Weg zu bahnen und Linke und Rechte zu trennen.
Die NPD-Anhänger hatten von ihrer ursprünglich vorgesehenen Route abweichen müssen, da Gegendemonstranten diese besetzt hielten.
Weitgehend friedlich demonstrierten in Nürnberg knapp 10.000 Menschen gegen die Mai-Kundgebung der NPD. Bei ihrem mehrstündigen Zug wurden die etwa 1500 Rechten mit Pfeifkonzerten und Buhrufen empfangen.
Bei einer NPD-Kundgebung warfen Gegendemonstranten vereinzelt Eier, Flaschen und Milchtüten auf die Extremisten.
Mehrere Linke wurden bei Schlagstockeinsätzen der Polizei leicht verletzt. Die Demonstranten hatten versucht, die Polizeikette zu durchbrechen, um den NPD-Aufmarsch zu stoppen. Die Nürnberger Polizei sprach von vier verletzten Beamten.
In Berlin mussten Polizisten ihren Behördenchef Glietsch nach einer Attacke von Autonomen in einen Mannschaftswagen bringen, der dann ebenfalls mit Flaschen, Stühlen und Steinen angegriffen wurde.
Der Polizeichef wollte sich nach Polizeiangaben im Stadtteil Kreuzberg ein Bild von der Lage verschaffen.
Personenschützer brachten den Polizeipräsidenten, der unverletzt blieb, in einem Mannschaftswagen in Sicherheit.
Mehrere tausend Mitglieder der linken Szene waren am Abend mit roten Fahnen unter dem Motto "Zusammen kämpfen gegen Kapital und Krieg" durch Kreuzberg gezogen.
Gegen Ende des Aufzugs kam es zu Gewalttätigkeiten.
Die Polizei ging gezielt vor und holte einzelne Störer aus der Menge.
Bis Mitternacht flammte die Gewalt am Rande der friedlichen Straßenparty "Myfest" in Kreuzberg immer wieder auf.
Gewalttätige Störer warfen Altglascontainer um und schleuderten Steine und Feuerwerkskörper gegen Polizisten.
Angesichts der schweren Mai-Krawalle, die Kreuzberg zwischen 1987 und 1999 erlebt hatte, sprach die Polizei gegen Mitternacht dennoch von einem relativ friedlichen 1. Mai.
Die diesjährige Walpurgisnacht - die Nacht vor dem 1. Mai - war in Berlin trotz einiger Zwischenfälle weitgehend störungsfrei verlaufen. Laut Polizei war es in der Hauptstadt die friedlichste Nacht zum 1. Mai seit 14 Jahren.
Durch das Konzept der ausgestreckten Hand sei dafür gesorgt worden, "dass in Kreuzberg bis in die Nacht hinein überwiegend friedlich gefeiert werden konnte", sagte Glietsch.
"Gegen diejenigen, die das Fest durch Gewalttätigkeiten stören wollten, sind wir gezielt und konsequent vorgegangen."
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