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Bilderserie: Brad, Angelina und die anderen Eltern in Cannes

 
Darf man Angelina Jolie eigentlich blöd finden?

Darf man Angelina Jolie eigentlich blöd finden?

Kann man einem Typen wie Brad Pitt eigentlich auch mal sagen, dass er doof aussieht?

Oder ist man dann total un-pc, also wenig politisch korrekt?

Denn jetzt mal ehrlich: Gibt es noch einen Star irgendwo auf der Welt, ...

... der behauptet, dass Filme drehen Spaß macht?

Alle sagen in letzter Zeit immer nur Sachen wie: ...

"Wenn ich hiermit jetzt fertig bin, dann gehe ich sofort nach Hause/ ins Hotel, ...

... um mit meinen Kindern (am liebsten Adoptivkindern) zu spielen."

So natürlich auch Angelina Jolie: "Wir hatten einen wunderbaren Tag mit unseren Kindern", berichtet die Oscar-Gewinnerin ("Durchgeknallt") in Cannes kurz vor der Premiere ihres neuen Films "A Mighty Heart".

"Wir haben die ganze Zeit einfach miteinander gespielt, das war sehr schön."

Ist das nicht süüüüüß? Mal abgesehen davon, dass Millionen Eltern täglich mit ihren Kindern spielen, ohne dabei zu behaupten, die Welt zu retten, ist das natürlich ganz reizend.

Aber Aussagen wie: "Diesen Film hier habe ich nur gemacht, damit wir die Welt retten können."

... "Damit wir die Welt ein bisschen besser machen können."

... "Damit wir unseren Kindern eine bessere Welt hinterlassen,"....

... und so weiter, können einem doch langsam ein wenig auf den Keks gehen.

Warum seid ihr dann nicht Kindergärtner geworden?

Oder Lehrer?

Oder Politiker?

Naja, die beiden sind nunmal Schauspieler, und bei den Jolies sieht das dann so aus: ...

... "Wir reisen ab, sobald das hier alles erledigt ist", behauptet Angelina.

Ja, dann kommen die Kinder auch wieder in ihre gewohnte Umgebung.

Aber vorher wird der Film präsentiert: "A Mighty Heart" von Michael Winterbottom ("In This World") jedenfalls ist ein politischer Film, ...

... und er wurde von Brad Pitt (43, "Ocean's Thirteen") mitproduziert.

Er erzählt die wahre Geschichte des US-Journalisten Danny Pearl, der 2002 in Pakistan von Terroristen entführt und Wochen später enthauptet wurde.

Und ein bisschen was über den Film erfahren wir doch noch: "Ich war vor und während des Drehs sehr nervös, ob ich die Rolle richtig hinkriegen würde", erzählte die 31-jährige Jolie ("Der gute Hirte").

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch der Witwe Mariane Pearl, die von Jolie gespielt wird. "A Mighty Heart" läuft in Cannes im offiziellen Wettbewerb außer Konkurrenz. Er soll am 18. Oktober in die Kinos kommen.

"Ich hatte das Buch gelesen und bewunderte Mariane für ihre Stärke - denn wenn jemand von uns hier Grund zum Hass hätte, wäre es sie", sagte Jolie.

Dann gibt sie uns auch noch ein bisschen Hilfestellung, falls wir die Message des Filmes nicht verstehen sollten: ...

... "Trotz ihres großen Verlustes versucht sie zu verstehen und urteilt nicht vorschnell. Das ist in der heutigen Welt selten geworden und meiner Ansicht nach eine der wichtigsten Aussagen dieses Films."

Und dann darf sich Papa Pitt auch nochmal zu Wort melden: "Als Vater weiß ich, dass unsere Kinder eines Tages diese Welt erben werden", sagte der "Troja"-Star.

"Deswegen versuche ich, etwas wie diesen Film in die Welt einzubringen, um sie ein bisschen besser zu machen." Hatten wir bereits erwähnt? Egal, kann man nicht oft genug sagen!

Selbst Pamela Anderson "arbeitet" übrigens nur noch, wenn ihre Jungs gerade beim Fußball sind.

Dann räkelt Mutti sich schnell mal in Cannes, ...

... nackich natürlich, und schwupps, hat sie die Welt schon wieder ein bisschen besser gemacht!

"Merci, Pam!", rufen die Paparazzi mit kehliger Stimme, wenn sich die alte Baywatch-Blondine an der Croisette kräuselt, ...

... und gurren Laute, die nur französische und bei den Filmfestspielen in Cannes sowieso bestgekleidete Reporter von sich geben können.

Auch Sharon Stone war kurz vor ihrem Auftritt auf dem Roten Teppich bestimmt noch damit beschäftigt, am Strand mit ihren Jungs herumzutollen, ...

... dann hat sie noch schnell Spaghetti gekocht und dann ...

... hat sie sich schnell den nächstbesten Fummel übergeschmissen, ...

... ein bischen St... -St... -Studioline Haargel auf den Bubikopf geschmiert, ....

... um ganz schnell auf dem Roten Teppich zu flanieren ("So, Jungs, ihr seid jetzt ganz artig, Mami ist gleich wieder da!") ...

... dann hat sie hier gescherzt/ gearbeitet, ...

... da gelächelt/ gearbeitet ...

... und dann husch-husch wieder ins Hotel, wo die Jungs bereits auf Mami und ihre Gute-Nacht-Geschichte warten.

Währenddessen hat natürlich auch das unschlagbare Duo Brangelina wieder ein bisschen am Weltfrieden gearbeitet, ....

... Angie hat Brad gezeigt, wo der Hammer hängt ("Jetzt trödel' nicht so mit den Fotografen rum, Zeit ist Geld"), ....

... dann haben sie gemeinsam Sätze platziert wie: "Wenn wir unseren Kindern eine Welt hinterlassen können, ...

... die nur ein bisschen lebenswerter ist als unsere Welt heute, ....

... dann haben wir schon viel erreicht." (Auch das haben wir schon erwähnt? Sorry ...)

Danke. Brad.

Danke. Angelina.

Gerade haben sie es noch geschafft, den Babysabber von der Schulter zu wischen, denn die Designerklamotten sind wahrscheinlich nur geborgt, .... ...

... da lächeln sie schon für die Fotografen (sie versuchen es zumindest!), ....

... und wir Normalsterblichen fragen uns wieder, wie die das nur schaffen, diese Promis.

Wir schaffen gerade mal die Hausaufgaben mit unseren Kindern (die nicht mal adoptiert sind), ...

... die Elternabende, auf denen wir erklären, dass unser Kind nicht das Einzige ist, das manchmal Kraftwörter benutzt, ....

... haben ein furchtbar schlechtes Gewissen, dass wir wieder nicht pünktlich waren, ....

... und haben noch nichtmal die Probleme, die Promis so mit ihren Kindern haben.

Wie würde Ihre Tochter beispielsweise reagieren, wenn Sie sie alle drei Monate in einer anderen Schule abgeben würden?

Wie fände die Kleine es, wenn die Tagesmutter immer wieder neu wäre?

Wie fänden Sie es, wenn Sie gar nicht mehr wüssten, wie die Freunde Ihrer Kinder heißen?

Und wenn Ihnen einfach nicht mehr einfiele, wo Sie verdammt nochmal schon wieder den namibischen Pass hingelegt haben?

Wir sehen ein, dass Brad und Angelina nun wieder allein die Welt retten müssen ...

Nur ganz kurz, um nochmal auf Cannes zurück zu kommen: ...

Fast gewinnt man die Party-Hühner, die da rumschwirren, wie Mischa Barton and friends, richtig lieb, ...

... weil die wenigstens auch mal so wirken, als hätten sie Spaß.

Und wir wissen auch Typen wie Wim Wenders wieder ganz anders zu schätzen: ...

... der sieht noch so richtig nach Film aus.

Ein kleines bisschen Sorgen machen wir uns aber doch: Angelina ist so dünn geworden.

Sehen Sie sich mal die Ärmchen an.

Aber die Kollegen von RTL vor Ort bestätigen, was wir hier in der Ferne nur vermuten können: Dieses Paar ist DAS Traumpaar an der Cte d' Azur.

Sie wirken elegant, vertraut und harmonisch.

Sie bewahren stoische Ruhe ...

... und geben einander Halt.

Brad Pitt immerhin gibt zu, froh zu sein, einen Film in Cannes präsentieren zu können (Kein Wunder, dann muss er sich mal nicht um die Kinder kümmern), ...

... und Angelina, die unermüdlich dreht oder durch die Welt reist, solange sie noch da ist, kann auch mal ein bisschen entspannen.

Hoffen wir mal, dass der kleine Adam Pearl sich den Film über seinen Vater nicht ansehen musste, und zu Jolie-Pitts Sprösslingen ins Hotel durfte. Spielen!

Ach so ja, und keine Sorge: Die Autorin ist gesund, erfreut sich zweier reizender Kinder, eines fürsorglichen Brad Pitts für Arme und bemüht sich auch jeden Tag, die Welt ein bisschen schöner zu machen. (Fotos: AP/ Text: S. Oelmann)

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