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Stahl kocht über: Demo bei ThyssenKrupp

 
In Duisburg haben am Montag Tausende ThyssenKrupp-Mitarbeiter gegen den geplanten Stellenabbau bei Deutschlands größtem Stahlkonzern protestiert.

In Duisburg haben am Montag Tausende ThyssenKrupp-Mitarbeiter gegen den geplanten Stellenabbau bei Deutschlands größtem Stahlkonzern protestiert.

Mit Transparenten wie "Unser Vertrauen ist am Ende" und "Sparen ja, aber nicht auf unsere Kosten" forderten sie Konzernchef Ekkehard Schulz dazu auf, ?

? beim geplanten Umbau des Unternehmens auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass Tausende Arbeitsplätze bei dem wegen der Stahlkrise angeschlagenen Konzern wegfallen.

An der Kundgebung nahmen nach Angaben der IG Metall rund 14.000 Mitarbeiter aus allen Konzernbereichen teil.

ThyssenKrupp beschäftigt in Deutschland an rund 200 Standorten etwa 85.000 Mitarbeiter.

"Dieser Konzernumbau wird nicht ohne die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen gehen. Und wir werden nicht zulassen, dass die Beschäftigten jetzt in der Krise auch noch ?

? für die Managementfehler die Zeche zahlen sollen", sagte der IG-Metall-Hauptkassierer Bertin Eichler. (Hier ein Archivbild mit Eichler, r., und IG-Metall-Chef Jürgen Peters)

"Wir werden uns für die Sicherung aller Standorte einsetzen und wenn es sein muss mit Kampf", kündigte Eichler an, der stellvertretender Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp ist.

Die Arbeitnehmervertreter fordern ein Gesamtkonzept bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 13. Mai.

Vorstandschef Schulz will den Konzern von fünf Sparten auf zwei verschmelzen, weitere Stellen streichen und jährlich zusätzlich rund 500 Millionen Euro einsparen.

Die Arbeitnehmervertreter hatten im Konzernaufsichtsrat den Umbauplänen unter der Bedingung zugestimmt, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wird.

Schulz hatte nur wenig später auf einer Pressekonferenz weder betriebsbedingte Kündigungen noch Standortschließungen ausgeschlossen.

Rund 5000 Leiharbeiter mussten bereits gehen, eine Größenordnung für den weiteren Stellenabbau hat ThyssenKrupp bislang nicht genannt.

IG-Metall-Vizechef Detlef Wetzel kritisierte das Vorgehen der Konzernspitze.

"Da wird nur verkündet, da wird angeordnet, da wird nicht diskutiert, und wir können unsere Mitbestimmung nicht wahrnehmen", sagte Wenzel in Duisburg.

Das bislang vorgelegte Konzept des Vorstands sei mangelhaft. Wetzel kündigte weitere Proteste an. "Wir werden, wenn das so weitergeht, vor der Villa Hügel demonstrieren und bei den Aktionären persönlich vorsprechen". (Alle Bilder: ap, dpa)

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