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Die Absatzkrise in Zahlen: Der US-Automarkt im Mai

 
Die Absatzkrise in Zahlen: Der US-Automarkt im Mai

Die Flaute am US-Automarkt hält an. Auch wenn einige Autobauer den Mai bereits als besten Monat des Jahres feierten, …

… mussten sie im Vergleich zum Vorjahr immer noch Absatzeinbrüche um die 30 Prozent verkraften.

Von Volkswagen bis General Motors: Die Mitteilungen der Unternehmen zu den Verkaufszahlen im Mai sprechen Bände.

GM verkaufte mit 191.875 Autos auf seinem Heimatmarkt 29,6 Prozent weniger als im Mai 2008.

Immerhin aber waren es bei dem insolventen Hersteller 19.000 mehr als im April.

Das sei in diesem Jahr die beste monatliche Absatzentwicklung gewesen, teilte der um das Überleben kämpfende Autobauer mit.

Der einst weltgrößte Autohersteller hatte am 1. Juni 2009 Insolvenz beantragt. (Im Bild: GM-Chef Fritz-Henderson verlässt das Gebäude des New Yorker Insolvenzgerichts.) Am 2. Juni legte das Insolvenzgericht bei einer ersten Anhörung bereits einen straffen Zeitplan fest.

Trotz des Verfahrens hält GM an seinen Produktionsplänen fest. So sollen im zweiten Quartal (April bis Juni) nach wie vor 390.000 Autos gebaut werden. Wer die alle kaufen soll, bleibt offen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2008 liefen bei GM noch 834.000 Einheiten vom Band.

Ford verkaufte im Mai mit 161.531 gut 24 Prozent weniger Autos als im Vorjahr.

Der japanische Autobauer Toyota musste in den USA einen Absatzeinbruch von 38,4 Prozent auf 152.583 Fahrzeuge verkraften.

Der Absatz des ebenfalls insolventen Autoherstellers Chrysler brach sogar um knapp die Hälfte auf 79.010 Fahrzeuge ein.

Auch die deutschen Hersteller mit ihren deutlich geringeren Marktanteilen kamen im Mai aus dem Absatztief nicht heraus.

Daimler verkaufte in den USA mit 16.303 Autos etwas mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Auch BMW verbuchte einen Absatzeinbruch von rund 28 Prozent auf 22.993 Fahrzeuge. Selbst die Kleinwagenmarken Mini und Smart wurden inzwischen von der Automüdigkeit der US-Amerikaner erfasst.

Der Smart-Absatz schrumpfte um mehr als die Hälfte von 2695 (Mai 2008) auf 1169 Einheiten.

Daimler hatte die Kleinwagenmarke erst zu Beginn des vergangenen Jahres in den USA eingeführt, der Smart war dort teilweise euphorisch aufgenommen worden.

In der BMW-Gruppe sank der Absatz der Marke Mini um 27 Prozent auf 4610 Autos.

Volkswagen schlug sich erneut vergleichsweise wacker und verkaufte mit 19.568 nur 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Sportwagenbauer Porsche setzte in Nordamerika mit 2140 Neuwagen 29 Prozent weniger Fahrzeuge ab.

(Bilder: dpa/rts)

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