Das war's, Herr Hartz. Das Präsidium des VW-Aufsichtsrats lässt den Personalvorstand auf eigenen Wunsch ziehen.Bild 1 von 21 Einen "Persilschein" konnte und durfte es auch für Hartz nicht geben. Darauf legte der Vertreter des Großaktionärs Niedersachsen im Aufsichtsrat, Ministerpräsident Wulff, Wert.Bild 2 von 21 Personalmanager, Gewerkschafter und Kanzlerberater in einer Person - Hartz war die Symbolfigur für die enge Verflechtung von Politik, Gewerkschaften und Management bei Europas größtem Autobauer. VW-Chef Pischetsrieder wird sich ...Bild 3 von 21 ... um einen Neubeginn bemühen müssen. Denn der Lack ist ab. Bei VW haben Gewerkschafter das Wort von der "Interessenvertretung" falsch verstanden.Bild 4 von 21 Für die IG Metall entwickelt sich der Skandal geradewegs zum Eigentor. Er ist das Öl in der hitzigen Debatte um die Mitbestimmung. In keinem deutschen Großkonzern waren Betriebsrat und Gewerkschaft - in diesem Fall die IG Metall - mächtiger.Bild 5 von 21 Nirgendwo sonst saß ein Gesamtbetriebsratschef wie der zurückgetretene Klaus Volkert so selbstverständlich neben dem Vorstandsvorsitzenden wie bei VW,Bild 6 von 21 ... was neue Kapitalvertreter im VW-Aufsichtsrat stets ein wenig irritierte. Werden die Vorgänge jetzt "zum Sargnagel des deutschen Mitbestimmungsmodells", wie der FDP-Vorsitzende Brüdele bereits prognostizierte? Wie konnte das passieren?Bild 7 von 21 Rückblick: Mitte Juni verliert der Personalchef der VW-Tochter Skoda, Helmut Schuster, seinen Job.Bild 8 von 21 Am 26. Juni tauchen erstmals Medienberichte auf, wonach Schuster in eine Schmiergeldaffäre verwickelt sein soll.Bild 9 von 21 Am 28. Juni zeigt VW Schuster und einen seiner engen Mitarbeiter, Klaus-Joachim Gebauer, bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig an.Bild 10 von 21 Am 30. Juni tritt VW-Betriebsratschef Klaus Volkert zurück. Kurz darauf heißt es in den Medien, er sei zusammen mit Schuster in den Schmiergeldskandal verwickelt.Bild 11 von 21 Darüber hinaus gibt es Meldungen über eine angebliche Freundin, die Volkert auf VW-Kosten nach Deutschland einfliegen ließ.Bild 12 von 21 In den folgenden Tagen gerät VW-Personalchef Peter Hartz in den Sog des Skandals. Er arbeitete eng mit Schuster und Volkert zusammen.Bild 13 von 21 Zwischen IG-Metall-Chef Jürgen Peters und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff entbrennt ein politischer Streit um das System der Mitbestimmung in deutschen Unternehmen. Beide sitzen im VW-Aufsichtsrat.Bild 14 von 21 Wulff ist das enge Beziehungsgeflecht zwischen VW und IG Metall schon lange ein Dorn im Auge. An den Aktienmärkten ist es ein Grund für die schlechte Bewertung von VW. Das chronisch renditeschwache Unternehmen kann nötige Sanierungsschritte wie Personalabbau oder längere Arbeitszeiten einfach nicht durchsetzen.Bild 15 von 21 Der Ärger nimmt kein Ende. Nach den Bestechungsvorwürfen wird am ersten Juli-Wochenende bekannt, dass VW den Betriebsrat mit üppigen Spesen bedacht hat.Bild 16 von 21 Am 5. Juli berichtet die "Süddeutsche Zeitung", dass der VW-Betriebsrat mit "Lustreisen" und "Luxusnutten" vom Vorstand gekauft worden sei.Bild 17 von 21 In Einzelfällen sollen Zeitungsberichten zufolge "mehrere 10.000 Euro pro Person" für Luxusreisen bezahlt worden sein.Bild 18 von 21 Personalvorstand Hartz bezeichnet die Vermutung, der Autokonzern habe Betriebsräte gekauft, als "absurd".Bild 19 von 21 Die Luxusreisen ins Ausland wurden angeblich von Klaus-Joachim Gebauer, Mitarbeiter der Abteilung Zentrales Personalwesen, organisiert.Bild 20 von 21 Gebauer unterstand bis 2000 direkt Helmuth Schuster, der wiederum direkt an Peter Hartz berichtete. Insider halten es zumindest für unwahrscheinlich, dass Hartz nichts wusste.Bild 21 von 21