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Detroit: Hoffnung auf bessere Zeiten

 
Das unmittelbar an der Grenze zu Kanada liegende Detroit ist Amerikas Autostadt schlechthin.

Das unmittelbar an der Grenze zu Kanada liegende Detroit ist Amerikas Autostadt schlechthin.

Die drei großen US-Autobauer General Motors (GM), Ford und Chrysler haben im Großraum Detroit (Bundesstaat Michigan) ihren Sitz.

Der Boom begann 1909, als mit dem Ford T die Massenproduktion von Autos umgesetzt wurde.

Der Aufstieg war rasant, doch die Fokussierung auf die Automobilindustrie hatte einen gewaltigen Nachteil.

Mit den "Big Three" erlebte die Stadt bis Mitte des 20. Jahrhunderts zwar eine Wirtschaftsblüte.

Seither ging es in mehreren Krisenwellen der Autobranche mit Detroit steil bergab. Ein Sinnbild sind die "Rassenunruhen" 1967.

Dabei starben 43 Menschen, 467 weitere wurden verletzt. Es gab 7200 Verhaftungen, 2000 Gebäude brannten nieder.

Die aktuelle dramatische Talfahrt der US-Hersteller bedeutet für die Stadt einen neuen Tiefpunkt.

Die Automobil-Ikone ist zum traurigen Wahrzeichen der verfallenden Schwerindustrie des "Rust Belt" (Rostgürtel) im Nordosten der USA geworden.

Die Stadt leidet unter Bevölkerungsschwund.

Detroit schrumpfte von 1,85 Millionen Einwohnern vor gut 50 Jahren auf heute knapp die Hälfte zusammen.

Wer es sich leisten kann, flüchtet ganz oder zieht zumindest in die Vororte.

Die "Motortown" zählt seit langem zu den größten sozialen Brennpunkten der Vereinigten Staaten mit steigender Arbeitslosigkeit, hoher Kriminalität und riesigen Bauruinen mitten im Zentrum.

Detroit gilt als eine der gefährlichsten Städte in den USA.

Einst standen hier Art-Deco-Kinosäle, Opernhäuser, prunkvolle Kaufhäuser.

Doch an diese glanzvolle Zeit erinnern nur noch Ruinen.

Seit den 1990er Jahren versucht die Stadt, ihr Zentrum wiederzubeleben. Alte Gebäude werden gesprengt und durch neue ersetzt.

Heute sucht das darbende Detroit unter anderem in Kasino-Bauten Glück und Geld.

In der Autobranche gingen derweil zigtausende Arbeitsplätze verloren oder wanderten in Staaten im Südosten der USA ab.

Weit weg von Detroit produzieren europäische sowie asiatische Hersteller.

Detroit bleibt damit nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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