Die Menschen standen schon immer in seinem Bann. Ob in Europa, Asien oder Afrika, um die Gier nach Gold zu stillen, nahmen Menschen große Entbehrungen auf sich. Manchmal zogen sie dafür sogar in den Krieg.Bild 1 von 47 Das chemische Zeichen "Au" vereint Visionen und Hoffnungen. Es steht für Aurora, den "leuchtenden Morgen". Platt dagegen unser Wort "Gold". Abgeleitet von dem indogermanischen "ghel" bedeutet es nichts anderes als (gelb) schimmernd.Bild 2 von 47 Seit Jahrtausenden wird Gold einerseits für Schmuck zur Zierde ...Bild 3 von 47 ... andererseits aber auch ganz praktisch - in Form von Goldmünzen oder Barren - als Zahlungsmittel verwendet.Bild 4 von 47 Gold hat auch etwas mit Privilegien zu tun. Früher nutzten Priester und Monarchen das Symbol für Schönheit und Macht (den Abglanz des Göttlichen).Bild 5 von 47 Noch heute schmückt Gold rituelle Gegenstände ...Bild 6 von 47 ... und das nicht nur im Katholizismus.Bild 7 von 47 In Form von Blattgold wird das Edelmetall zur Vergoldung von Figuren, aber auch von ganzen Dächern und Kuppeln verwendet.Bild 8 von 47 Genuss pur: Man kann Blattgold sogar auf feinen Pralinen oder aber einer deftigen Currywurst, wie hier in einem Münchener Luxusimbiss, essen. Metallisches Gold gilt als ungiftig. Nur Goldverbindungen können giftig sein, allerdings in gewissen Konzentrationen auch heilen.Bild 9 von 47 Gold ist wegen seiner Farben schön anzuschauen, es hat aber auch andere herausragende Qualitäten und ist deshalb aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das korrosionsbeständige und dichte Metall lässt sich z.B. leicht formen.Bild 10 von 47 Ob mit den Zähnen, hängt vom Reinheitsgrad ab. Je reiner, desto formbarer.Bild 11 von 47 Was viele vielleicht nicht wissen: Gold wird zum Beispiel in der Elektronikindustrie verwendet.Bild 12 von 47 Denn ein Gramm lässt sich zu einem Drähtchen von immerhin mehr als drei Kilometern Länge ausziehen.Bild 13 von 47 Das ist wohl schon eher bekannt: Gold kommt uns in der Zahnmedizin zugute.Bild 14 von 47 Was für manche ein Muss, ist für andere nur Schmuck. Manche Rapper tragen Gold als Symbol dafür, dass auch Straßenkids es zu etwas bringen können, ohne medizinische Gründe im Mund.Bild 15 von 47 Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und es glänzt auch nicht alles, was als golden bezeichnet wird. Gold steht für kostbar: Salz oder Elfenbein heißen deshalb weißes Gold, Kartoffeln Ackergold, Whiskey flüssiges Gold, Rotwein rotes Gold und ...Bild 16 von 47 ... Öl oder Kohle gelten als das schwarze Gold der Erde. Das richtige Gold ist relativ schwer und lagert sich am Boden fließender Gewässer ab, ...Bild 17 von 47 ... wenn goldhaltige Gesteine verwittern und abgetragen werden, ...Bild 18 von 47 ... und kann dann durch das so genannte Goldwaschen ...Bild 19 von 47 ... in Form von Nuggets oder Goldstaub gewonnen werden. Die bisher geförderte Goldmenge von 145.000 Tonnen ergäbe zusammengeschmolzen einen Würfel mit knapp 20 Metern Seitenlänge. So ein Brocken ist in der Natur natürlich nicht zu finden.Bild 20 von 47 Im legendären Goldrausch haben diese - und andere - Männer selber Hand angelegt.Bild 21 von 47 Im 19. Jahrhundert strömten die Massen in die Fundgebiete. Beispiele sind der kalifornische Goldrausch 1849 oder der Goldrausch 1897 am Fluß Klondike in Alaska. Kaum einer der Goldsuchenden wurde jedoch reich.Bild 22 von 47 Goldvorkommen gibt es weltweit. Hauptsächlich wird es aber in Südafrika, den USA und in Australien gefördert. Die größte Goldreserve schwebt im Meer, hier ist Gold in geringer Konzentration als Chlorid-Komplex gelöst. Die Gewinnung erscheint bislang kaum rentabel.Bild 23 von 47 Gold gehört zu den Metallen, an denen sich der Mensch zuerst als Handwerker versucht hat. Zum ersten Mal wurde Gold vor etwa 7.000 Jahren verarbeitet. Ein großer Vorteil ist die geringe Schmelztemperatur.Bild 24 von 47 In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem zweiten Jahrtausend vor Christus nachweisen, wie die berühmte Himmelsscheibe von Nebra, die als älteste konkrete Sternenabbildung der Menschheitsgeschichte gilt.Bild 25 von 47 Auch Kolumbus hatte nur das eine im Sinn, als er auf große Fahrt ging: Gold. Die Indios Mittelamerikas beschuldigen ihn heute des Völkermords, der Vergewaltigung, der Plünderung und des Raubes indianischen Kulturgutes.Bild 26 von 47 Auch nach Kolumbus lockten die Goldfunde in Mittel- und Südamerika viele europäische und insbesondere spanische Eroberer an, die die indigenen Kulturen zerstörten und Gold massenhaft nach Europa schafften. Spanien wurde so vorübergehend zur reichsten Nation ...Bild 27 von 47 ... des Kontinents. Bis die Ökonomie im eigenen Land verkümmerte, weil die Spanier endlos importierten und die Preise stiegen. Die Reinheit von Gold wird in Karat angegeben.Bild 28 von 47 24 Karat entsprechen purem Gold, auch Feingold genannt.Bild 29 von 47 Später wurde auf Promille-Angaben umgestellt. Der Stempeleindruck "750" bedeutet, dass das Metall 750 von 1.000 Gewichtsanteilen reines Gold enthält.Bild 30 von 47 Gold hat eine lange Karriere als Zahlungsmittel durchlaufen. Gründe dafür gibt es viele: Gold verdirbt nicht, es ist so gut wie unzerstörbar, leicht zu verarbeiten, beliebig teilbar und nimmt wegen seiner großen Dichte wenig Raum ein. Außerdem kann man Gold nur schwer fälschen.Bild 31 von 47 Die Lydier begannen vor rund 2.800 Jahren Münzen zu prägen und schufen die erste imperiale Währung, eine Art Euro der Frühzeit. In Deutschland war während des Deutschen Reiches von 1871 bis 1918 die Goldmark das gesetzliche Zahlungsmittel.Bild 32 von 47 Gold wird oft als langfristige Wertanlage gesehen, besonders in Zeiten starker Inflation. Der Preis folgt eigenen Gesetzen. Er schwankt relativ stark, abhängig von Angebot und Nachfrage. Entscheidend für den Preis sind internationale politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Insbesondere Kriege hinterlassen Spuren beim Goldpreis.Bild 33 von 47 Der Goldpreis schwankt auch so stark, weil das Metall einen vergleichsweise geringen Nutzwert hat und daher die Nachfrage insgesamt eher gering ist. Deshalb orientiert sich die Produktion (anders als z.B. beim Öl) kaum am Verbrauch. Die Zentralbanken ...Bild 34 von 47 ... können den Preis zudem mit Handel und Verleih erheblich beeinflussen. Aus all diesen Gründen gilt Gold als ungeeignet zur Währungsdeckung, zumal mit wachsender Geldmenge auch die Goldmenge ständig mitwachsen müsste. Dies funktioniert ...Bild 35 von 47 ... normalerweise nicht. Der Preis des Goldes wird deshalb auf dem offenen Markt bestimmt. Durch das so genannte "Gold fixing in London"-Verfahren wird seit 1919 zweimal täglich ein Goldpreis herausgegeben.Bild 36 von 47 Die Geschichte von Geld und Gold geht Hand in Hand. US-Präsident Roosevelt schuf die Goldwährung ab und ordnete an, dass die Bürger der USA ihre Goldmünzen und -barren der Regierung verkaufen mussten.Bild 37 von 47 Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde Gold auch in Europa der Fixstern der Finanzpolitik. Wenn eine Unterdeckung der Währung drohte, musste das Edelmetall wiederbeschafft werden, z.B. durch höhere Zinsen für Anleger. Die Folgen waren bitter.Bild 38 von 47 Die Große Depression wurde von der Politik in den USA, England und Deutschland mitverschuldet, weil sie bei horrenden Arbeitslosenzahlen, Firmenpleiten und Deflation die Zinsen erhöhte, um die Goldreserve zu retten.Bild 39 von 47 Nach 1945 wurde deshalb ein neues Finanzsystem auf Dollar-Basis eingeführt. Seit 1971 dürfen Zentralbanken die US-Währung nicht mehr in Gold eintauschen. Die Zentralbanken horten allerdings immer noch Tonnen davon. Sicher ist sicher.Bild 40 von 47 1980 gab es das letzte Gold-Hoch. Danach sank der Goldpreis 20 Jahre lang. Erst zum Jahrtausendwechsel erlebte das Edelmetall wieder einen Aufschwung. Manch Wirtschaftstheoretiker prophezeit die Rückkehr des Goldstandards.Bild 41 von 47 Die Goldwährung ist Geschichte, aber das Misstrauen in Politik und Wirtschaft lässt sich auch im 21. Jahrhundert gut am Goldkurs ablesen. Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für Gold.Bild 42 von 47 Die größte Nachfrage nach Gold besteht übrigens seit jeher in Indien: 2001 kauften die Menschen dort 800 Tonnen. Die Inder legen ihr Geld lieber in Goldschmuck an als aufs Konto. Da weiß man eben, was man hat.Bild 43 von 47 Auch hierzulande ist Goldschmuck nicht aus der Mode gekommen.Bild 44 von 47 Und manch Goldliebhaber investiert nicht nur in Schmuck, ...Bild 45 von 47 ... sondern auch in seine Garderobe...Bild 46 von 47 ... oder - wer's besonders protzig liebt - in die Wohneinrichtung oder Gebrauchsgegenstände.Bild 47 von 47