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Sie haben es sicher schon mitbekommen.
Aus einer Auswahl Ihrer Fotos suchen wir das schönste, kreativste oder lustigste Fußball-Bild.
Wo andere zugegriffen und sich ein verschwitztes Trikot vor Ort gesichert haben, dürfen Sie noch auf Ihre Chance hoffen, nach Wien zu fahren.
Mehr als 700 Fotos haben Sie uns zugeschickt. Nun sind Sie noch einmal gefragt, um ein Siegerbild auszuwählen.
Die hier veröffentlichten Fotos sind nur ein Vorgeschmack, aber noch nicht die zu bewertende Auswahl. Abstimmen können Sie in unserer Rubrik Fußball-EM unter "Eintrittskarten gewinnen".
Die beiden Sieger fahren am 29. Juni mit einer Begleitperson ihrer Wahl ...
... zum Finale nach Wien. Die österreichischen Kollegen machen dann schon a Platzerl frei.
Sollte die deutsche Nationalmannschaft dann noch mitspielen, würden wir dann auch diese beiden Spaßvögel freundlich bitten, den Platz für die Herren Löw und Flick zu räumen.
In welchem Outfit der Jogi zum Halbfinale antritt, ist uns offen gestanden ziemlich egal. (Ihm nicht, das ist schon klar). Hauptsache, er sitzt diesmal auf der Bank.
Allen, die sich keine Plätze gesichert haben und auch bei uns leer ausgehen, können wir leider nicht helfen.
Keine Sorge, "we won't risk ourselves!" Schließlich hat uns das Gewinnspiel viel gebracht. Zwar haben wir selbst keine Tickets abgesahnt und uns stattdessen ...
... mit teilweise unscharfen Bildern herumgeschlagen, um Ihnen zu Tickets zu verhelfen. Dabei haben jedoch auch wir etwas gewonnen, ...
... nämlich tiefe Einsichten.
Ihre Fotos bieten uns Einblicke in ...
... die sozialen Beziehungen unseres Publikums, ...
... private Vorlieben und Phantasien.
So viel wollten wir gar nicht wissen.
Mehr erfahren haben wir auch über das freundliche Wesen unserer Zuschauer und Leser. Insbesondere dafür möchten wir Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich danken, indem wir unsere Erkenntnisse mit Ihnen teilen.
Auch wenn das nicht immer so aussieht, lässt sich zunächst die globale und daher recht unspannende Beobachtung machen, dass alle Gewinnspielteilnehmer der Gattung Homo sapiens angehören und ...
... offenbar frei nach dem Motto "hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein", ein Leben im Fußball führen.
Wenig verwunderlich erscheint uns daher, dass Sie bevorzugt in Rudeln unterwegs sind. Schließlich ist der Mensch ein geselliges Lebewesen.
Zur Masse versammelt, ist er leicht zu manipulieren. Das kann schön aussehen, aber auch nach hinten losgehen und böse enden.
Angesichts einiger Krawallmeldungen aus den Spielorten in der Schweiz und Österreich freuen wir uns daher umso mehr über ...
... die von Ihnen zur Schau getragene Offenherzigkeit und Toleranz ...
... gegenüber den Fans und Teams anderer Länder.
Manche Fans haben sich auf Ihrer Suche nach Verständnis und gesellschaftlicher Anerkennung eine universell verständliche ...
... Zeichensprache angeeignet.
Damit kehren wir zurück zum Mensch in der fußballphilen Gesellschaft.
Diese hübsch hergerichtete Kleingruppe sollte aus ästhetischen Gründen darauf achten, niemals allein und immer in der richtigen Formation aufzutreten.
Die innere Struktur und sinngebende Form dieses Rudels erschließt sich nicht sofort. Muss das DFB-Symbol sein. Denn der Ball ist, wie schon an anderer Stelle zitiert, bekanntlich ...
... rund. So entstehen übrigens unsere User der Zukunft. Wobei diese Bauchbemalung nicht nur originell, sondern auch ziemlich makaber ist. Schließlich sind Bälle dazu da, ...
... dass man reintritt ...
... oder man sich darum reißt.
Alles schlecht für den Nachwuchs. Die hier demonstrierte Herangehensweise scheint zielführender, denn sie führt eher schonend an den Fußball heran - egal ob ...
... ein künftiger Fan ausschlüpft oder ...
... ein halbfertiger Profifußballer.
Um die Erziehung Ihrer Kinder im Sinne des Sports machen wir uns jedenfalls keine Sorgen.
Ihre Sprösslinge sind auf dem besten Weg, im oder mit dem Fußball ganz groß rauszukommen.
Glückwunsch Mara, du hast es geschafft, bist EM's first Topbobbel.
Die Kleinen machen es also den Kleineren vor.
Die Größeren könnten sich da ruhig mal ein Beispiel nehmen, statt Cristiano-Ronaldo-mäßig traurig in die Kamera zu schauen.
Und hören Sie auf, Ihren Zustand auf Kraftgetränke anderer Länder zu schieben.
Man muss sich also tatsächlich eher um die Gegenwart des Menschseins im Fußball sorgen, ...
... als um die Zukunft. Da vertrauen wir voll und ganz der vielversprechenden frühkindlichen Bildungsarbeit im Elternhaus.
Insbesondere in Anbetracht der heutzutage bedenklichen Engpässe in Kindergärten.
Wobei wir uns dann doch besorgt gefragt haben, ob dieses junge Mädchen denn keiner gewarnt hat, dass es gefährlich werden kann, per Anhalter zu fahren.
Und wie sollen wir damit umgehen, dass dieses Kind ein Preisschild trägt?
Und dann hoffen wir mal, dass diese Art der Bevormundung nicht nach hinten losgeht?
Und finden Sie nicht auch, dass dieser Kleine eine etwas zu schwere Last in seinen zarten Armen trägt?
Auch Ehrgeiz kennt Grenzen! Im Übrigen mussten wir feststellen, dass sich Fußballbegeisterung auch anderweitig ...
... auf besorgniserregende Weise äußert.
Werden Fußball- und Tierliebe gegeneinander ausgespielt, siegt ...
... zumindest auf den uns vorliegenden Bildern ...
... ganz klar der Sportsgeist. Sie mögen das ja ganz süß finden.
Aber dann schauen Sie hier einmal genau hin. Sehen Sie nicht, ...
... wie sich das arme Tier im blauen Leibchen quält?
Dabei ist doch hinlänglich bekannt, dass Tieren Fußball völlig schnuppe ist.
Insbesondere dann, wenn der Kreatur menschliche Sorgen und Nöte schon aus zeitlichen Gründen völlig fern liegen.
Es gäbe doch durchaus andere Möglichkeiten, sich als Fan voll auszuleben, ohne dabei aufmerksame Tierschützer auf den Plan zu rufen.
Das Auto zu dekorieren ist übrigens auch eine Alternative. Hier fördern unsere Bilder übrigens einen interessanten gesellschaftlichen Wandel zutage: Nicht mehr allein das Auto ist der Deutschen bestes Stück.
Inzwischen scheinen auch Fahrräder als Statussymbole zur Geltung zu kommen.
Sogar ausgefallenere Modelle. Liegt sicher auch an den Spritpreisen.
Das Ausmaß an Widersprüchlichkeit, das dieses Gefährt auf sich vereint, verstehen jetzt nur diejenigen unter Ihnen, die wissen, was "Cordoba" dem deutschen Fan bedeutet.
Na gut, wir erklären es noch ein letztes Mal ganz kurz: WM 1978 in Cordoba ...
.... Österreich - Deutschland, 3:2.
Aber das liegt lange zurück.
Bei der EM 2008 hat die deutsche Mannschaft die Hoffnung auf Siege noch nicht versenkt.
Darum rufen wir Sie alle und insbesondere auch die Gastgeber der EM 2008 hiermit auf: Nehmen Sie sich ein Herz und ...
... fahren Sie zu den letzten beiden Spielen nach Basel oder gleich über die Grenze zum Finale.
Denn egal wie es weitergeht, ...
... das Fußballfieber ist noch nicht ausgestanden.
Aber falls die Luft dann früher oder später doch raus ist, werden Sie sich zu helfen wissen. Es ist in einigen Ihrer Fotos zu erahnen:
Es gibt auch ein Leben nach und neben dem Fußball.
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